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Warum sagen eigentlich in letzter Zeit alle ständig „Läuft“ oder „Läuft doch“? Ist ja keine sooo ungewöhnliche Formulierung, aber im Moment wird das in meinem Bekanntenkreis ziemlich inflationär genutzt. Hab ich mir auch schon angewöhnt, aber ich habe keine Ahnung, wo es herkommt. Hab ich als Nicht-Fernsehbesitzerin da mal wieder was verpennt?

Wie auch immer, ich laufe auch, ab und zu jedenfalls. Keine Angst, ich nerve euch jetzt nicht wieder mit einem ausführlichen Artikel darüber, an welcher Ecke meiner Laufstrecke ich welche Musik gehört habe. Aber heute ist es mir zum ersten Mal in diesem Jahr gelungen, meine 4 km Laufstrecke ohne Gehpause durchzulaufen, sogar die „Autobahnauffahrt“, will sagen den steilen Anstieg auf den Lärmschutzwall. Gebraucht habe ich 32 Minuten. Ja, ich weiß, das ist nicht schnell. Aber immerhin etwas schneller als wenn ich gehen würde. Ich fand mich jedenfalls gut.

Script Frenzy läuft auch, ich habe die ersten vier Episoden meiner Webseries fertig, zusammen 29 Seiten. Pro Episode ungefähr 7 Minuten. Gerade habe ich auf den Script Frenzy Seiten den Elevator Pitch video challenge gefunden … hab ich zwar eigentlich keine Zeit für, juckt mir jetzt aber doch in den Fingern.

So mit der Kombination aus Joggen und Schreiben lassen sich die Ostertage jedenfalls gut rumkriegen, habe ich festgestellt. Dabei muss ich heute unbedingt noch das Bad putzen, die Katzenklos sauber machen, einen Artikel für die nächste Signal Episode überarbeiten und endlich mal wieder auf Finding Serenity posten. Und im Garten hab ich immer noch nichts getan. Könnten wir Ostern nicht ausnahmsweise noch ein paar Tage verlängern?

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So, jetzt habe ich also heute nacht brav meine eine Stunde auf das Konto bei den grauen Herren einbezahlt. Da hoffe ich doch mal, dass das Wirtschaftssystem noch lange genug hält, dass ich die im Herbst auch zurück kriege. Und warum kriege ich auf diese eine Stunde eigentlich keine Zinsen, obwohl ich die doch für ein halbes Jahr fest anlege?

Aber jetzt mal Spaß beiseite. Diese Zeitverschieberei im Frühjahr und im Herbst ist für mich jedesmal aufs Neue ein Anlass, mich mit unserem Konzept von Zeit auseinanderzusetzen. Denn eigentlich zeigt diese Sommer/Winterzeitumstellung ja nur allzu deutlich, was für ein künstliches Konstrukt dieser Zeitbegriff ist. Ähnlich deutlich wurde mir das übrigens in Labrador, wo man ja nur ungefähr 5 km ins Nachbardorf gehen musste und da war es sagenhafte 1 1/2 Stunden früher. Das war schon ziemlich verrückt.

Und nicht nur unsere Zeitmessung und -einteilung ist ziemlich willkürlich, genaugenommen sind ie Wissenschaftler sich auch bei der Zeit selbst nicht ganz einig, was das eigentlich ist. Das ist schon recht spannend, weil zumindest in der Physik kaum eine Formel existiert, in der die Zeit keine Rolle spielt. Und da war Zeit nicht wirklich verstehen können, haben wir so richtig in er Physik auch noch gar nichts verstanden.

Immer, wenn die Wissenschaft sich unsicher ist, lachen sich die Geschichtenerzähler ins Fäustchen. Und darum wird auch mein diesjähriges ScriptFrenzy Projekt wieder eine Art Zeitreisengeschichte. Allzu viel weiß ich selber noch nicht über die Geschichte. Und anders als beim Nano ist es beim ScriptFrenzy glaub ich schon nötig, dass man zumindest ein grobes Outline für sein Drehbuch hat. Aber ich habe ja noch bis Donnerstag Zeit, mir was einfallen zu lassen.

Was weiß ich denn bis jetzt? „Time Fighters“ wird eine Webseries, also sozusagen eine Reihe von Mini-Drehbüchern, jedes so 5 bis 10 Seiten (= Minuten) lang. Und so ganz grob ist der Plot folgendermaßen: ein junger Mann wird von einer Frau aus der Zukunft kontaktiert und als „Time Fighter“ rekrutiert, das heißt, er soll nach ihrer Anweisung in seiner Gegenwart Dinge ändern, die dann auf die Zukunft bestimmte Auswirkungen haben. Nicht nur weil Zeit eben eine etwas unberechenbare Angelegenheit ist, kommt es aber immer wieder anders als er und seine Chefin in der Zukunft denken. Erzählt wird die ganze Geschichte von einem mittelalterlichen Klosterschüler, der sie vorrausschauend in seine Chronik schreibt. Was unseren Protagonisten aber erst klar wird, als sie diese Chronik tatsächlich finden. Und es gibt ein junges Mädchen aus der Gegenwart, die als ziemlich alte Frau in der Zukunft noch lebt und den Gegenwarts-Protagonisten warnt, dass seine Chefin ein falsches Spiel mit ihm treibt.  Lauter solche Dinge also … a paradox, an endless paradox.

Als Webserie ist das Ding insofern interessant, als dass die drei Zeitebenen durchaus von völlig unterschiedlichen Filmteams in unterschiedlichen Winkeln der Welt verwirklicht werden könnten. Das macht die Realisierung einerseits einfacher (weil ein Filmteam nur eine Art Schauplätze, Kostüme etc. umsetzen muss und nicht gleich drei), andererseits das Projekt aber auch noch spannender. Aber so weit sind wir ja noch nicht. Erstmal geht es darum, im April irgendwie 100 Drehbuchseiten in die Tasten zu hacken.

Wie ich im Dezember bereits erwähnte, bin ich seit neuestem Crewmitglied beim Firefly/Serenity Podcast The Signal. Seit gestern ist die erste Folge der neuen Season online. Von mir ist allerdings noch nichts zu hören, ich habe lediglich den „Let’s Go Again“ Artikel von Helen geschnitten und mit Intro/Outro versehen. Meine Aufgaben beim Podcast umfassen nämlich neben schreiben auch Audio-Editing. Ab der zweiten Folge der aktuellen Staffel gibt es dann hoffentlich meine eigene Reihe „Getting Dicey“ über rollenspielen in der Welt von Serenity und Firefly.

The Signal gehört, meiner Meinung nach, zu den bestproduzierten und professionellsten Fanpodcasts überhaupt und ich bin sehr stolz, dabei zu sein. Der Podcast geht in seine sechste Season und bekommt eine Menge Aufmerksamkeit von „offizieller“ Seite, d.h., ab und zu ist auch mal ein Interview mit einem Mitwirkenden der Serie bzw. des Films dabei, es gibt Musikclips, die wir direkt von den Soundtrackkomponisten bekommen haben und die so auf keiner CD zu kriegen sind und es gibt eine lose Zusammenarbeit mit Steven Brust und die gemeinsame Idee, aus „My Own Kind of Freedom“ ein Hörspiel zu machen. Lauter cooler Sachen also. Tracy Hickman (ja, der Dragonlance-Typ) war auch ein paar Staffeln lang Crewmitglied bei The Signal (hat sich inzwischen allerdings arbeitsbedingt zurückgezogen), insofern bin ich da in ganz illustrer Gesellschaft.

Ansonsten schreibe ich gerade an einer längeren Leverage FanFiction Geschichte, die man auf FanFiction.net finden kann. Macht aber wahrscheinlich nur Sinn, wenn man denn die Serie auch kennt. Ist halt FanFiction …

Aikido macht weiterhin großen Spaß, ich werde definitiv in den Verein eintreten. Allerdings stelle ich fest, dass Abrollen immer schwieriger wird, je mehr man darüber nachdenkt und versucht, es richtig zu machen. Inzwischen war ich auch schon zweimal beim Dienstags-Training bei Hubert. Das ist immer etwas anstrengend, weil ich da direkt von der Arbeit aus hinfahre und nur kurz irgendwo anhalte, um einen Döner oder Pommes oder sowas zu mir zu nehmen, aber dafür ist die Gruppe ziemlich klein und das Training dadurch recht intensiv. Ich fühle mich in dem Dojo sehr wohl, alle sind sehr nett und hilfsbereit und es hat für mich genau die richtige Mischung aus Spaß und konzentriertem Arbeiten und überfordert mich konditionsmäßig nicht.

Morgen gebe ich wahrscheinlich das erste Mal Nachhilfe für den Lernkreis NRW. Mathe für 8. und 9. Klasse. Bin mal gespannt. Nächsten Mittwoch fahre ich dann das erste Mal nach Ostbevern.

Meine Katze nimmt ihren Job als meine Muse nicht sehr ernst. Im Gegenteil. Während sie mir zwar zubilligt, Tätigkeiten am Computer auszuführen, für die ich nur die Maushand brauche, Solitär spielen, z.B., weil dann ja eine Hand zum Streicheln übrigbleibt, wird wie renitent, wenn ich versuche, längere Zeit mit beiden Händen zu tippen. Noch dazu, weil ich beim Tippen näher an den Schreibtisch rücke und dann so wenig Platz auf meinem Schoß verbleibt, oder ich gar ein Nachschlagewerk oder einen Ordner mit Unterlagen auf meinen Beinen platzieren will.

Dass sie sich auf meinem Schoß so wohlfühlt und da sofort Platz nimmt, sobald ich mich irgendwohin setze, ist allerdings bei den derzeitigen Temperaturen sehr angenehm. Eine kostenlose und gleichbleibend wohltemperierte Wärmflasche mit eingebauter Schnurr-Vibrations-Massage. Mit zunehmender Entspannung schmilzt der Katzenblopp und breitet sich dabei immer weiter aus.

Zum Leidwesen der Katze habe ich aber die Arbeiten an der Zeitreisen-Akademie wieder aufgenommen und bin im Moment dabei, die von mir mühsam extrahierte Szenenübersicht in den Computer zu hacken. yWriter heißt das verwendete Programm.

Am schönsten findet die Katze es, wenn wir zusammen Firefly gucken. Na ja, wahrscheinlich ist der Inhalt der DVD ihr relativ egal. Hauptsache wir muckeln uns mit Decke und heißem Tee auf die Couch und ich habe zwei Hände zum Streicheln frei. Zugegebenermaßen gibt es aber auch nicht allzu viele bekannte Filmkatzen, die ich ihr zur Unterhaltung präsentieren könnte. Spontan fällt mir da eigentlich nur Garfield ein (ein eher schlechtes Vorbild … ) oder die entgegen ihres Namens recht unglückselige ‚Lucky‘, die in Alf eigentlich nur als angestrebte Zwischenmahlzeit Erwähnung findet.  Aber so ein Pendant zu Lassie oder Flipper gibt es als Katze eigentlich nicht, oder?

Im Moment fremdelt Granny ein bisschen. Will heißen, wenn jemand ins Zimmer kommt der sich bei näherer Betrachtung nicht als ich herausstellt, versteckt sie sich unter dem Schreibtisch hinter der Altpapierkiste oder hinter dem Teewagen und wartet, bis die Luft wieder rein ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass Frau Schäfer von der Katzenhilfe letzte Woche mit ihr zum Tierarzt gefahren ist. Vorher hat sie das jedenfalls nicht gemacht. Die Tierärztin hat übrigens festgestellt, dass Granny eine Schilddrüsenüberfunktion hat und darum kriegt sie jetzt jeden Tag eine Tablette. Was mich spontan an den netten Text zum Thema erinnerte, den ich vor Jahren mal gelesen hatte. Granny lässt sich aber hinreichend gut bestechen, wenn man ihr die Tablette in Leberwurst einwickelt.

Dass mein Rechner seit dem Update auf den karmischen Koalabären grottenlangsam ist, hatte ich ja schon geschrieben. Gestern war ich dann echt soweit, dass ich fast los gerannt wäre, einen Neuen zu kaufen. Ich habe dann erstmal noch ein bisschen mit Xubuntu herumexperimentiert, das ist eine etwas abgespeckte ubuntu-Distri, die auf Xfce statt Gnome basiert. Das Ergebnis war allerdings eher ermutigend und hat auch nur einen ganzen Tag gekostet. Heute hatte ich den Finger dann schon wieder über dem Bestellbutton für einen neuen PC, aber dann habe ich wieder an den ganzen Elektronikschrott und die indischen Kinder denken müssen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich meinen PC sehr mag, weil der so schön leise ist. Also habe ich beschlossen, es nun doch erstmal mit mehr Arbeitsspeicher zu versuchen und mir statt eines neuen Computers nur einen 1 Gb DDR Ram Riegel bestellt. Mal gespannt, ob das klappt und den gewünschten Effekt bringt.

Ich meine, mal abgesehen von Talent, Glück, Ausdauer und solch langweiligen Dingen. Nein, wenn man Schriftstellern wie Neil Gaiman oder Stephen King Glauben schenkt, braucht man zum Schreiben noch etwas anderes. Eine Katze nämlich.

Nun bin ich ja geradezu fanatisch tierlieb. Genau genommen rettet mich nur die Tatsache, dass ich außerdem ebenso fanatisch faul und bequem bin, davor, zu Hause einen ganzen Zoo anzuhäufen. Jetzt habe ich eine Lösung gefunden, die es mir erlaubt, endlich eine Katze aufzunehmen. Ich habe eine Pflegestelle für die Katzenhilfe Münster eingerichtet und heute ist Granny bei mir eingezogen. Granny ist, wie der Name vermuten lässte, eine schon etwas betagtere Katzendame. Sie hat ein Nierenleiden und bekommt deswegen ein Spezialfutter. Und sie ist ziemlich mager und ihr Fell wird um die Nase herum schon etwas dünn. Sie sieht ein bisschen aus wie ein abgeliebtes Stofftier. Aber sie ist kontaktfreudig und verschmust und hat eben schon mit mir zusammen eine Folge Akte X geguckt.

Jetzt habe ich also eine eigene Muse … öh … Schmuse … katze.

Meine Sony Digitalkamera hat irgendwie den Segeltörn nicht überstanden, das Display funktioniert nicht mehr und somit kann ich auch im Menü nix umstellen. Deswegen gibt es jetzt erstmal nur ein total unscharfes Photo von der Dame. Morgen bei Tageslicht probiere ich es nochmal, vielleicht klappt es dann besser.

Granny wohnt jetzt auf meinem Sofa

Granny

Ansonsten war heute ein ganz doofer Tag. Dauernd sind mir Sachen runtergefallen. Ein ganzes Tablett Tomaten in der Schoppe zum Beispiel. Deswegen gab es bei mir heute selbstgekochte Tomatensauce. Und auf der Heimfahrt ist mir dann der Karton mit den Einkäufen vom Fahrrad gefallen. Kaputtgegangen ist nichts, aber ich musste im strömenden Regen und im Dunkeln meine Brote und mein Gemüse von Fahrradweg aufsammeln. Und zu Hause ist mir dann der Sack mit dem Katzenstreu aufgerissen und hat sich gleichmäßig durch mein Zimmer verteilt. Könnte ich diesen Tag bitte umtauschen? Der war schon gebraucht. Aber die Katze will ich behalten.

So, jetzt habe ich endlich mein ubuntu auf die aktuelle Version 9.10 aktualisiert. Geupdated, wie das Neudeutsch heißt, aber da weiß ich nie, ob ich das jetzt mit d oder mit t schreiben soll. Hat eine Weile gedauert und bringt meinen altersschwachen PC jetzt ein bisschen an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, weil so GUI Designer ja mit Arbeitsspeicher gerne umgehen als gäbs kein Morgen (oder in dem Fall wohl eher kein Gestern). Aber es hat überraschend gut geklappt, ich musste nix von Hand nachinstallieren oder einstellen. Früher musste ich nach einem ubuntu Update immer ein bisschen Fummeln, damit der zweite Monitor richtig ins Desktop eingebunden war und damit mein WLAN-Stick erkannt wurde, aber jetzt geht das automatisch. Ich kann alle Windows-Nutzer, die sich über ihr Betriebssystem ärgern, sich aber an Linux noch nicht so recht rantrauen, nur ermutigen, es einfach mal mit ubuntu zu probieren. Einfach Installations-DVD runterladen und mal das Live-System starten. Auch das ist inzwischen schon ziemlich gut und gibt einen ganz guten Eindruck, wie der eigene PC sich dann unter ubuntu so verhält.

Außerdem habe ich, wie ihr hoffentlich bemerkt habt, mein Blog von 1und1 zu WordPress umgezogen. Das Importieren der alten Artikel hat reibungslos funktioniert und eigentlich sollte auch die Weiterleitung von der Adresse blog.jutta-jordans.de jetzt reibungslos funktionieren. Das war mal wieder ein kleiner Kampf mit 1und1. Ich finde deren Control Center ziemlich unübersichtlich und die online-Hilfe geradezu unterirdisch. Ich hatte schon eine email an den Support geschrieben, als ich die entsprechende Stelle dann doch noch gefunden habe. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass nicht ein übereifriger Supportmitarbeiter meine Änderungen wieder rückgängig macht.

Im Rahmen des ubuntu Updates habe ich übrigens mein Desktop vom Doctor Who wieder auf einen Firefly Look umgestellt. Ab und zu braucht man ja auch mal Abwechslung. You can’t take the sky from me …

Für meine Bewerbung für „The Signal“ schreibe ich gerade an einem Treatment für eine kleine Hörspiel-Serie … einen Titel habe ich noch nicht … Fiela’s Field Reports, vielleicht. Fiela O’Brian arbeitet für die Market Research Abteilung der Blue Sun Corporation, wobei Market Research der firmeneigene Euphemismus für den hauseigenen Geheimdienst ist. Ihr Aufgabenfeld umfasst also auch so Dinge wie Industriespionage, Sabotage, Bestechung und ähnliches. Nach jedem Einsatz muss sie einen mündlichen Bericht verfassen und dabei hört der Hörspiel-Hörer ihr zu. Und damit das ganze etwas aufgelockert wird, gibt es kurze komplett dramatisch aufgearbeitete Rückblenden, sozusagen die Schlüsselszenen der jeweiligen Episode. Das hat den Vorteil, dass die Folgen mit relativ wenig Zeitaufwand zu produzieren sind. Ich habe schon ein paar Ideen für einzelne Folgen und einen groben Handlungsbogen für die erste Season. Das ganze Konzept gefällt mir so gut, dass ich mir vorgenommen habe, das umzusetzen, auch wenn die mich beim Signal nicht nehmen sollten.

Keep flyin‘

Zufällig habe ich gestern gleich zwei Folgen von zwei völlig verschiedenen Fernsehserien gesehen, die sich beide des gleichen, völlig überstrapazierten Erzählmittels bedienten: der Protagonist bekommt am Telefon mit, wie ein Freund/Partner angegriffen wird und dann reißt die Verbindung ab. Das eine war eine Folge von SOKO Köln, in der die Kommissarin einen Anruf von einem früheren Schulfreund bekommt und hört, wie er niedergeschlagen wird, das andere eine Folge von Akte X, in der Mulder nach langem Heckmeck endlich Scully an die Strippe bekommt, und sie dadurch merkt, dass sie gerade Besuch von einem bösen Mulder-Double hat. In den X-Files gibt es laufend Folgen mit verpassten Anrufen und Anrufbeantworter-Nachrichten, was eigentlich völlig hirnig ist, weil die beiden schon Handys besitzen. Man merkt da ganz gut, dass in den frühen Neunzigern Mobiltelephone noch eher ungewöhnlich waren und die Autoren die zwar als nettes technisches Gimmick ansahen, dramatisch aber noch nicht so richtig konsequent und logisch zu nutzen wussten.

Genaugenommen passiert mir das auch heute noch, dass ich auf die gleiche Sache reinfalle. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich selber zwar ein Handy besitze, es aber meistens sowieso nicht dabei habe oder gerade der Akku leer ist. Ich bin einfach keine Handy-Nutzerin. O2 schickt mir tapfer weiter jeden Monat eine Rechnung über 0.00 Euro. So kommt es durchaus vor, dass ich Geschichten schreibe, wo die Heldin völlig incommunicado irgendwo in der Zwickmühle sitzt und Katharina als treue Testleserin dann fragt „Ja, und warum ruft sie nicht einfach auf dem Handy die Polizei an?“ Ja, warum eigentlich nicht?

Egal, eigentlich wollte ich aber auf was anderes hinaus. Diese Sache mit der telefonisch belauschtem Gefahrensituation. Ich bin sicher, jedem von euch fallen gleich mehrere entsprechende Szenen aus Film und Fernsehen ein. (Ich freue mich, wenn ihr mir die in den Kommentaren aufzählt) Lässt sich ja auch prima umsetzen. Man kann entweder zwischen beiden Personen und Schauplätzen hin und her springen, so dass der Zuschauer weiß, was passiert, oder eben (wie in der oben genannten SOKO Folge) nicht. Auf jeden Fall erhöht es die Spannung und die emotionale Beteiligung. Aber ist schon irgendwie ein billiger Trick, oder? Und, wie gesagt, total überstrapaziert. Und durch die gestern erlebte Häufung fiel mir das noch einmal richtig auf. Ich mache mir also gerade eine gedankliche Notiz: „Vermeide Szenen, in denen der Protagonist am Telefon hört, wie ein Freund in Gefahr gerät“, als mir einfällt, dass ich ja genau solch eine Szene schon längst geschrieben und umgesetzt habe. Hat irgendwer hier mein Hörspiel noch nicht gehört? Peinlich an der Sache war mir jetzt weniger, dass ich diesen Trick selbst benutzt habe, sondern eher, dass ich mich gerade gedanklich so richtig schön darüber aufregte, wie billig das ist und dass mir erst danach einfiel, dass ich das getan habe.

But now for something completely different. Mein treuer Blog-Leser Matthias schrieb mir gestern, dass er neuerdings beim Abruf des rss-feeds zu diesem Blog eine Virenwarnung durch Avira Antivir erhält. Ist das sonst noch wem aufgefallen oder hat es ähnliche Probleme gegeben? Die Blog-Software ist nicht meine, sondern ich nutze einfach die von 1und1, so dass ich da nicht viel Einfluss drauf habe, aber ich würde dann gegebenenfalls entweder dem Support die Hölle heiß machen oder zu einem anderen Blog-Provider wechseln (die 1und1 Software hat sowieso ein paar Mankos, die leere Link-Sektion zum Beispiel ist nicht etwa leer, weil ich keine Links angelegt habe, sondern weil die einfach nicht angezeigt werden). Also? Rss-feed Abonennten?

Wie sagt Gandalf so schön? „There are older and fouler things than Orcs in the deep places of the world.“ Ich krieg neue Fensterscheiben für mein Wohnzimmer, zum Heizkosten sparen und damit man wieder ordentlich rausgucken kann (die alten waren schon total schlierig und eine hatte einen Sprung). Das habe ich zum Anlass genommen, die Fensternische von außen mal gründlich zu reinigen. Und dabei habe ich zwischen vertrockneten Weinreben, Mauerrissen und mehrjährigen Lagen von Spinnweben eine Menge Mitglieder der einheimischen Fauna gefunden, deren Existenz mir besser verborgen geblieben wäre. Bäh! Aber jetzt ist es sauber und ich muss mich nicht jedesmal gruseln, wenn ich das Fenster aufmache.

Irgendwie haben wir gerade eine Invasion von blauen Schmeißfliegen im Haus. Na ja, Invasion ist übertrieben, aber es fliegen immer so zwei bis drei rum und das ist für die Jahreszeit doch eher ungewöhnlich. Ich vermute irgendwo eine verwesende Leiche oder doch zumindest ein vergessenes Kotlett.

Ansonsten war die Woche ziemlich frustrierend. Ich habe endlich meinen Arbeitsvertrag in der Schoppe, allerdings nicht, wie erhofft, über 20 Stunden die Woche, sondern nur über 12. Das reicht natürlich zum Leben überhaupt nicht. Aber wenigstens bin ich über den Job sozial- und krankenversichert. Anfang der Woche hatte ich mich bei einer Internet-Agentur als online Redakteurin beworben und das klang auch erstmal sehr positiv am Telefon. Gestern kam dann allerdings eine Absage … da man doch eher studentische Themen bediene und sich so viele gut qualifizierte Studenten beworben haben, wollte man denen den Vorzug geben. Verständlich, aber blöd. Das ist jetzt schon der zweite Job, den ich nicht gekriegt habe, weil ich keine Studentin mehr bin. Dabei bin ich ja offiziell sogar noch eine, ich bin ja immer noch an der Fernuni eingeschrieben. Aber wohl doch zu alt.

Die Band hat mir auch abgesagt. Die fanden mich zwar nett, ich konnte sie aber gesanglich jetzt nicht überzeugen. Das finde ich ziemlich frustrierend.

Erinnert sich noch jemand an mein Hörspiel? Das habe ich jetzt wieder rausgekramt und bin dabei, es mit englischsprachigen Untertiteln zu versehen. Ein bisschen anstrengend, weil die Videosoftware, kdenlive, mir immer abstürzt, wenn der Arbeitsspeicher nicht ausreicht. Und auf meinem altersschwachen Rechner geht der ziemlich schnell aus. Zu Weihnachten gibts einen neuen Computer, habe ich mir versprochen. Egal. Warum tue ich das? Weil ich mich als Autorin beim Firefly-Podcast „The Signal“ bewerben will, die suchen gerade neue Crewmitglieder. Bringt mir das was für meine schriftstellerische Karriere? Nein. Bringt es Geld? Nein, natürlich nicht. Ruhm? Äußerst unwahrscheinlich. Warum sollte ich da also meine Zeit verschwenden? Ganz einfach: einmal ein Browncoat, immer ein Browncoat. Keep flying!

… na ja, eigentlich nur von Bienchen. Ich kann mit Bienen sprechen. Echt. Also, ich meine, natürlich kann ich auch mit Pferden, Gewürzgurken und meinem Computer sprechen, aber von denen kriege ich so wenig Rückmeldung. Ich spreche ja generell mit allen Tieren und mit jeder Menge anderer Dinge auch, am meisten mit mir selbst. Aber die Bienen, die ich jetzt meine, waren schon etwas besonderes. Die erste flog im Laden herum und hatte sich da in einer der Neonlampen unter der Decke verfangen, flog ziemlich stumpf immer gegen diese Metalllamellen da drin. Die tat mir so leid, also habe ich zu ihr gesagt, sie solle das doch lassen und lieber herunterkommen, ich würde ihr auch die Tür aufmachen, damit sie rausfliegen kann. Und die kam tatsächlich. Nicht nur, dass die aus der Lampe rausgeflogen ist, sondern die kam wirklich auf mich und meine Stimme zugeflogen und stand dann einen Moment vor meinem Gesicht in der Luft als wollte sie sagen „Ja, was ist jetzt, machst du mir die Tür jetzt auf?“ Blöderweise kam genau in dem Moment eine Kundin rein und die Biene ist dann doch erstmal nicht rausgeflogen, sondern hat sich noch eine ganze Weile im Laden herumgetrieben. Sie ist noch zweimal in die Lampe geraten, aber wenn ich sie angesprochen habe immer sofort wieder rausgekommen.

Die andere Biene hatte sich neulich in unser Badezimmer verirrt. Zumindest denke ich, dass sie sich verirrt hatte. Vielleicht wollte sie ja auch duschen. Die flog von innen gegen die Scheibe und als ich das Fenster aufmachen wollte, sauste sie erstmal davon in den hinteren Teil des Raumes. Aber als ich sie angesprochen und ihr erklärt habe, dass ich ihr nur das Fenster aufmachen will, hat sie sofort umgedreht und ist dann auch schnurstraks nach draußen geflogen.

Ja, ich weiß, dass sie wahrscheinlich nur den Lufthauch von dem offenen Fenster gespürt hat und darum umgedreht ist. Und wahrscheinlich war es Zufall, dass die andere Biene genau in dem Moment aus der Lampe gekommen ist, wo ich mit ihr geredet habe. Aber ich hatte trotzdem in beiden Fällen das Gefühl, hier findet gerade eine echte Kommunikation statt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich neulich „A Language Older than Words“ von Derrick Jensen gelesen habe. Derrick Jensen, regelmäßige Leser meines Blog erinnern sich, ist der Typ, der zum Sprengen von Dämmen und anderem gewalttätigem Öko-Aktionismus aufruft, weil er sagt, die, die zur Zeit die Macht haben, zerstören die Welt und sie werden diese Macht nicht freiwillig abgeben oder ihr Verhalten ändern. Er ist sehr radikal in seinen Ansichten, kann die aber in der Regel ganz gut begründen. Mich wundert nur immer, dass er nicht längst wegen Aufrufs zum Terrorismus verhaftet wurde.

Egal, in „A Language Older than Words“ jedenfalls schreibt er darüber, wie er irgendwann einige Kojoten gebeten hat, doch endlich seine Hühner in Frieden zu lassen und die daraufhin auch wirklich zunächst keine mehr gerissen haben. Und wie sehr die bloße Idee, diese Kojoten könnten ihn verstanden haben, seine Sicht auf die Welt geändert hat. In diesen Kontext passten meine Gespräche mit den Bienen ganz gut rein.

Was gibt’s sonst?

NaNoWriMo hat angefangen. Ich sollte also gar nicht hier schreiben, sondern da. Gestern nacht habe ich schon die ersten 1400 Wörter von „Lindas Visionen“ geschrieben. Wie immer fühlt es sich etwas naiv an, einfach so drauflos zu schreiben, ich muss wirklich meinen inneren Lektor aktiv zur Seite schieben, wenn der mit Kommentaren wie „Klischee!“, „wie unglaubwürdig“ oder „show don’t tell“ dazwischenfunken will. Ist mir egal, wenn sich das ganze beim Schreiben anfühlt wie der unbeholfene Schreibversuch eines pubertierenden Teenagers. Eigentlich sollte mich die Erfahrung der letzten Jahre ja gelehrt haben, dass es sich später doch ganz passabel liest.

Die ganze nächste Woche fahre ich jeden Tag zu einer Fortbildung nach Coesfeld, zu Weiling, den Großhändler, der die Schoppe beliefert. Wird bestimmt ganz interessant, ich stelle schon immer wieder fest, dass wir im Laden jede Menge Produkte haben, zu denen ich unseren Kunden rein gar nichts erzählen kann, wenn die nachfragen. Wein zum Beispiel, aber auch die komplette Kosmetik. Das sind für mich Bücher mit sieben Siegeln. Da mag ich gerne mehr zu lernen. Das Dumme ist nur, dass ich zwar die Kursgebühr und die Fahrtkosten erstattet kriege, aber eben die Zeit nicht. Das heißt, ich verdiene die ganze Woche nichts. Mein Arbeitsvertrag läuft auch noch nicht, wie eigentlich besprochen ab Oktober, sondern erst ab November und zu bisher noch ungeklärten Konditionen. So ist zum Beispiel noch nicht klar, ob ich sowas wie bezahlten Urlaub kriege. Ich kann nicht umhin, mich da jetzt gerade ein bisschen hingehalten und ausgebeutet zu fühlen. Ein Monat ohne Arbeitsvertrag heißt für mich ein Monat, in dem ich die Krankenkasse voll aus eigener Tasche zahlen muss, zum Beispiel. Kann ich mir eigentlich gar nicht leisten. Am meisten stört mich aber, dass sich das jetzt so lange hinzieht. Ich hätte das einfach gerne unter Dach und Fach, dann kann ich mich nämlich auch darum kümmern, ob ich Wohngeld kriegen kann oder sowas.

Die Band, wo ich letzten Montag vorgesungen habe, kommt auch nicht recht in die Pötte, ob die mich nun haben wollen oder nicht.. Ich habe eigentlich ein gutes Gefühl, trotz Erkältung hat das ganz gut geklappt und die Leute sind nett und die Musik, die die so covern gefällt mir. Ist halt nur ein weiterer Punkt wo ich gerade nix weiß, wie das weitergeht.

Und von den Verlage, an die ich mein Kinderbuchmanuskript geschickt habe, habe ich natürlich auch noch nichts gehört. Auch da würde ich mich inzwischen ja sogar über eine Ablehnung freuen, damit ich einfach weiß, was Sache ist. Dann könnte ich schonmal die nächsten Verlage raussuchen. Die Agentur habe ich auch nochmal angemailt, aber da herrscht ebenfalls Funkstille.

Mann! Niemand redet mit mir. Da ist es doch kein Wunder, dass ich mich freue, wenn mir wenigstens die Bienen zuhören.

Die ersten beiden Kapitel meines zweiten GorTara Romans heißen „Zwielicht“ und „Blaulicht“. Ich fand das beim Schreiben einfach nett, außerdem passte es inhaltlich ganz gut. Jetzt habe ich eben beim Surfen auf LastFM gesehen, dass es ein Lied von Element of Crime gibt, das „Blaulicht und Zwielicht“ heißt. Und beim Anhören habe ich dann gemerkt, dass ich das sogar kenne, also zumindest irgendwan schonmal gehört habe. Vielleicht war da also bei Kapitelbenennung mein Unterbewusstsein im Spiel. Witzig. Irgendwie sind die GorTara Romane ausgesprochen musikalische Bücher, obwohl gar nicht so viel Musik drin vorkommt. Nicht von ungefähr heißen die beiden Antagonisten Sibelius und Bartok.

Eine kanadische Folk-Sängerin ist dieser Tage von zwei Kojoten getötet worden. Bitte? Ich meine, dass Kojoten wenig Scheu vor Menschen haben, ist mir aufgefallen, schließlich habe ich meine ersten Kojoten mitten in Vancouver gesehen, im Stanley Park nämlich, da laufen die so rum. Und letztes Jahr sind mir auch immer mal wieder welche begegnet, meistens, weil sie in der Dämmerung über die Straße laufen. Dass die Farmtiere reißen, ist klar, nicht von ungefähr stehen in Kanada oft Lamas oder andere Schutztiere mit auf der Weide. Aber dass Kojoten Menschen angreifen, noch dazu einen erwachsenen gesunden Menschen und das ohne Not, das finde ich ziemlich unglaublich. Den Cape Breton National Park, wo das passiert ist, kenne ich ja, da war ich letztes Jahr. Ehrlich gesagt stehe ich den kanadischen Nationalparks ziemlich skeptisch gegenüber. Meiner Erfahrung nach haben die meist mehr mit Tourismus als mit Naturschutz zu tun. Und darum sind die Tiere, die in diesen Nationalparks leben auch häufig etwas degeneriert. Das kommt dann immer mal wieder zu Unfällen, weil Leute meinen, den niedlichen Bären, der da in ihrem Beisein die Mülltonne durchwühlt, jetzt auch noch füttern oder streicheln zu müssen. Blöd. Trotzdem, Kojoten? Wäre die Frau stattdessen von einem Elch überrannt oder aufgespießt worden, hätte mich das nicht im geringsten gewundert. Hätte auch bestens zur Jahreszeit gepasst. Aber Kojoten?

Dienstag hatten wir Hausversammlung. Das machen wir manchmal, wenn es so wichtige Themen zu besprechen gibt wie: Sollten wir mal den Flur aufräumen? Brauchen wir eine neue Geschirrspülmaschine oder lässt die alte sich nochmal reparieren? Hat jemand Lust bei der Gartenarbeit zu helfen? etc. Das ganze ist außerdem meistens verbunden mit etwas zu essen (Dienstag gab es z.B. frisch gebackenen Apfelkuchen) und einer Menge Ouzo. Ich mag Hausversammlungen. Als wir eigentlich den offiziellen Part schon für beendet erklären wollten, kam Tomke noch mit einer Idee. Sie will Hühner halten, ob wir da was gegen hätten. Dagegen? Ich find’s toll. Ich wollte immer schon Hühner. Und jetzt wälze ich Bauanleitungen für Hühnerställe im Internet und lese alles, was ich über verschiedene Hühnerrassen finde.

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