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Es gibt viel Neues in meinem Leben. Oder eigentlich, es wird bald viel Neues geben, hoffe ich.

Ich habe beschlossen, die Proitzer Mühle wieder zu verlassen. Es zieht mich zurück an den Niederrhein und deshalb bin ich zur Zeit auf Jobsuche in Mönchengladbach und Umgebung. Ich will gerne wieder als Softwareentwicklerin arbeiten. Allerdings muss ich zugeben, dass ich da jetzt 4 Jahre lang alle Entwicklungen verpennt habe. Während man vor ein paar Jahren als C++ Entwicklerin noch recht hoch im Kurs stand, gibt es inzwischen fast nur noch Jobs für Webentwikcler und außerdem erstaunlich viel Java. Java hab ich zwar an der Uni gelernt, aber damals war das ehrlich gesagt noch so schauerlich langsam, dass man es für ernsthafte Projekte nicht benutzen wollte. Da scheint sich inzwischen viel getan zu haben (vielleicht weil Oracle Java übernommen hat) und vor allem JEE ist ziemlich verbreitet.

Jetzt bin ich ja grundsätzlich ein bisschen versnobbt, was Softwareentwicklung angeht und der Meinung, entweder man kann programmieren oder man kann es nicht und in welcher Sprache man das macht ist letztendlich nur eine kurze Umlernphase (vor allem, wenn das grundsätzliche Paradigma das gleiche bleibt, man jetzt also nicht unbedingt von einer objektorientierten zu einer funktionalen Sprache wechselt oder so), aber das einem potentiellen Arbeitgeber klar zu machen, ist nicht immer einfach und ich hätte Hemmungen, mich jetzt irgendwo als Java-Entwicklerin zu bewerben.

Gott sei Dank gibt es aber noch C#, da kann ich zumindest guten Gewissens sagen, dass ich das schon im beruflichen Umfeld benutzt habe.

Wie auch immer, jedenfalls habe ich mich in den letzten Wochen deutlich mehr mit Programmierung, Programmiersprachen, Betriebssystemen und technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahre beschäftigt als in der ganzen Zeit davor. Ganz wichtig ist ja auch immer mehr der Bereich mobile. Und ich habe bisher nicht einmal ein Smartphone, sondern bin noch mit einem Nokia-Bllig-Handy unterwegs.

Warum habe ich kein Smartphone? Ganz einfach, weil ich Android mal auf einem Tablet ausprobiert habe und zum Weglaufen fand und Apple mir einfach grundsätzlich zu teuer ist. Stattdessen habe ich gewartet, bis es endlich ein Smartphone gibt, auf dem ein echtes Linux läuft. Und das ist jetzt der Fall, es gibt das BQ Aquaris 4,5 in der ubuntu touch Edition. Nachdem ich den ersten Flashsale verpasst hatte (und der wohl auch nach nur eineinhalb Stunden vorbei und das Ding ausverkauft war, wobei niemand weiß, wie viele Telephone da tatsächlich in der Zeit verkauft wurden), konnte ich heute eines bestellen. Ich freue mich wie eine Schneekönigin und habe natürlich auch schon das komplette ubuntu SDK runtergeladen, denn allzu viele Apps gibt es für dieses Betriebssystem noch nicht.

Ich freue mich also auf mein neues Smartphone. Außerdem freue ich mich darauf, wieder in einer richtigen Wohnung zu wohnen. Das Hexenhaus ist ja sehr niedlich, aber so ein paar Sachen fehlen mir auf Dauer dann doch. Ein richtiges eigenes Badezimmer zum Beispiel. Eine eigene Küche. Und vor allem eine Heizung.

Die konkrete Wohnungssuche muss allerdings warten, bis ich einen Job gefunden habe, weil der bei der Standortwahl nunmal eine Rolle spielt. Wenn es irgendwie geht, möchte ich nämlich gerne autofrei bleiben, und das klappt in der Regel nur, wenn man in vertretbarer Zeit mit dem Fahrrad oder Öffis vom Zuhause zur Arbeit kommt.

Also, ich schreibe ja, erfolglos aber relativ regelmäßig. Zum Beispiel immer im November. Auch dieses Jahr habe ich mir 50.000 Wörter aus dem Kreuz geleiert für einen Roman, den die Welt wahrscheinlich doch nicht braucht. (Es gibt ja Leute, die behaupten, man würde durch’s mehr Schreiben immer besser … ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, immer schlechter zu werden … aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass mein Crap-Detector gerade eine steilere Lernkurve aufweist als meine Fähigkeit, gut zu schreiben.) Und jedes Mal, wenn ich ein Projekt anfange, stelle ich mir die Frage: ist es jetzt sinnvoll, eines dieser tollen Programme zu benutzen, die es mittlerweile für Autoren so gibt, oder lenkt mich das mehr ab, als es nutzt. Und je nach Lust und Laune komme ich zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Vor ca. 2 Jahren habe ich mir endlich die Vollversion von Papyrus Autor geleistet, ein Programm, mit dem ich schon länger geliebäugelt hatte, für das es aber keine native Linux-Version gibt. Ich muss also die Windowsversion mit Hilfe des Windowsemulators benutzen. Die läuft zwar recht ordentlich, aber ein paar kleine Tücken gibt es, vor allem beim Fensterwechsel, immer noch und insgesamt sehen die Menüs und so einfach nicht wirklich schön aus. Das ist das eine. Zum anderen bietet Papyrus Autor einen so großen Funktionsumfang, dass ich viel Zeit mit mehr oder weniger sinnvollen Spielereien verbringe (z.B. ein passendes Bild für jede meiner Figuren suchen, ihnen allen ein konkretes Geburtsdatum zu geben etc.). Natürlich muss man das nicht so machen. Man kann die Figurendatenbank ja auch einfach ignorieren. Aber das ist so ähnlich wie mit Reinhold Messner und dem Berg … wenn die Datenbank nunmal da ist, muss man sie auch besteigen … äh … benutzen.

Ähnlich ging es mir mit yWriter, das ich eine Zeit lang für meinen GorTara Fantasyzyklus benutzt habe. Zu viel Drumherum, zu wenig echte Textarbeit.

Am leichtesten fällt es mir gewöhnlich, einfach in einem simplen Textdokument zu schreiben. Kurze Texte, Notizen etc. schreibe ich (wie jetzt übrigens auch gerade den Entwurf für diesen Blogeintrag) einfach in gedit, dem Standard-Texteditor von ubuntu. Da gibt es keinerlei Formatierungsmöglichkeiten, ist eben ein Editor, keine Textverarbeitung. Das geht, wenn es wirklich nur auf den Inhalt ankommt und wenn der Text nicht zu lang wird, sonst wird es ohne Navigationshilfen, Seitenzahlen etc. schnell unübersichtlich.

Das Standard-Textverarbeitungsprogramm auf ubuntu ist LibreOffice, der Nachfolger von OpenOffice. Mit dem bin ich ehrlich gesagt nie so richtig warm geworden, auch wenn ich finde, dass es für eine freie Software ein unglaublich tolles und ausgereiftes Programm ist. Für das Schreiben von fiktionalen Texten ist es mir irgendwie zu nüchtern. Zu viel Büro, zu wenig leeres Buch. Da habe ich jetzt dieses Jahr für NaNoWriMo erstmalig FocusWriter benutzt. Im Prinzip ist das ein Mittelding zwischen einem reinen Texteditor und einer Textverarbeitung. Der Funktionsumfang ist sehr klein, beschränkt sich aber auf das, was man, vor allem für die Schnellschreiberei beim NaNo, also wenn man möglichst ohne Ablenkung gegen die Uhr eine Rohfassung rauskloppt, gerade braucht. Man kann z.B. ein Tagesziel definieren und dann mit einer kurzen Bewegung der Maus auf die Statusbar sofort sehen, wie weit man von diesem noch entfernt ist. Außerdem kann man ein Hintergrundbild hinter den Text legen. Das ist natürlich Spielerei, aber mir hilft das total, wenn ich z.B. die Bilder meiner Protagonisten oder eines Schauplatzes immer vor Augen habe. Ich bin ein visueller Mensch. Wenn ich die Leute vor mir sehe, höre ich sie auch sprechen, wenn ich den Schauplatz sehen kann, spüre ich auch den Wind auf der Haut oder höre das Rauschen der Blätter. Allerdings habe ich den Verdacht, dass der FocusWriter im Vollbildmodus manchmal mein Desktop einfrieren lässt. Zumindest ist mir das im Laufe des November ein paarmal passiert (ohne, dass ich FocusWriter eindeutig als den Schuldigen überführen konnte, aber war mir vorher so noch nie passiert).

So sah mein Bildschirm im November aus ... FocusWriter mit Hintergrundbild

So sah mein Bildschirm im November aus … FocusWriter mit Hintergrundbild

Es gibt aber auch Texte, die sehr viel Formatierung verlangen. Drehbücher z.B. oder das Musical-Libretto zum Kurier des Zaren, das ich vor ein paar Jahren geschrieben habe. Wenn man sich da nicht unglaublich viel Mehrarbeit machen will, braucht man da schon eine Software, die einen unterstützt. Bisher habe ich für solche „dramatischen“ Projekte (Hörspiel, Drehbuch, Theaterstück etc.) meistens Celtx benutzt. Das war kostenlos, lief ohne große Installation auch unter Linux und war recht einfach zu bedienen. Inzwischen verändert Celtx sich immer mehr zu einem kostenpflichtigen Online-Schreibtool. Die Grundvariante gibt es zwar noch, aber sie wird immer mehr zu einem vernachlässigten Stiefkind. Kann ich verstehen, die Entwickler wollen ja von was leben, aber trotzdem habe ich das zum Anlass genommen, nach etwas Neuem zu suchen, weil ich beschlossen habe, mich mit meiner Schreiberei jetzt mal an einem Fernsehdrehbuch auszuprobieren. Zum einen bin ich ja ein bekennender Serienjunkie und liebe gute Fernsehserien, zum anderen sind meine Stärken im Schreiben (soweit ich das Beurteilen kann) vor allem peppige, echt wirkende Dialoge und handlungsgetriebene Geschichten, während mir lange Beschreibungen und Innenansichten von Personen weniger liegen. Mit anderen Worten: ich schreibe eigentlich jetzt schon meistens so, als würde ich durch eine Kamera auf das Geschehen gucken. Also kann ich das ja auch ausnutzen.

Jetzt ist die Einstiegshürde, ein Drehbuch zu schreiben, allerdings viel höher als bei einem Roman. Wie ein Roman aussieht, weiß man ja (also, vorrausgesetzt, man hat viele davon gelesen … ich habe im Laufe meines Lebens ziemlich viele davon gelesen). Bei einer Fernsehserie sieht man aber als Außenstehender nur das Endprodukt. Und das ist vom Drehbuch schon wieder ziemlich weit entfernt. Da haben etliche Menschen mit dran herumentwickelt. Also selbst, wenn man tatsächlich ein Drehbuch zum Download findet (es gibt Fans, die machen sich die Mühe und schreiben das Wort für Wort ab), dann hat das wahrscheinlich nur noch wenig mit dem zu tun, was der Autor ursprünglich mal abgeliefert hat. Und das, was der Autor ursprünglich als Drehbuch in „Endfassung“ abgeliefert hat, hat nur noch wenig mit dem zu tun, was er ursprünglich mal als Idee entwickelt hat (weil die Flugsauerier zu teuer waren und der Regisseur unbedingt noch eine Hauptrolle für seine Nichte integriert haben wollte oder so). Man blickt da als Laie einfach nicht durch. Ich habe mir deswegen gleich einen ganzen Sack voll Bücher über’s Drehbuchschreiben gekauft (war immer noch billiger als diese ominösen Schreibkurse an irgendwelchen Privatschulen) und angefangen, zu lesen. Und je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich, weil es natürlich, wie bei allen kreativen Prozessen, 1000 Arten gibt, es richtig zu machen und noch einmal geschätzte 10000, um es völlig falsch zu machen. „Drehbuchschreiben für Dummies“ ist somit irgendwie nicht drin.

Und jetzt habe ich, um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen, auch noch eine Software gefunden, die die ganze Verwirrung im Funktionsumfang hat: DramaQueen. Gibt es auch in einer Linux-Version (yippieh!) und zum 30 Tage lang kostenlos testen (sowie in einer dauerhaft kostenlosen abgespeckten „free“ Version). Jetzt kann ich also mit Storylines, Plotpoints,  Sequenzen, Steps, Szenen, Stadien und Akten hantieren, bis der Bergdoktor kommt. Oder der Rettungsflieger. Oder Börne. Und sitze so verwirrt vor dem Bildschirm wie niemals zuvor und werde meine ersten Ideen vielleicht doch lieber wieder mit gedit festhalten. Manchmal wünsche ich mir meine Schreibmaschine zurück.

… gehört unter Linux-Usern ja irgendwie zum guten Ton 🙂

Ich habe gerade im ubuntuusers Forum gesehen, dass ich da seit April 2006 angemeldet bin. Ich bin jetzt also schon seit über vier Jahren bei den ubunten und ziemlich zufrieden da, obwohl die Tatsache, dass ich mich gerade im ubuntuusers Forum herumgetrieben habe richtigerweise vermuten lässt, dass bei mir auf dem Rechner was nicht so lief, wie es sollte.  Was nicht lief, waren die AddOns für Firefox. Die versagten mir nach dem Update auf Lucid jetzt plötzlich den Dienst. Lag aber wohl daran, dass mein Firefox-Profil, das ich immer von Windows und Linux gemeinsam genutzt habe, eben auf einem Windows-Dateisystem lag und da kriegen Linux-Anwendungen dann manchmal Stress mit den Userrechten. Hat Firefox bisher nie gestört, aber inzwischen gibt es da wohl irgendwelche Abfrage von Schreibrechten, die natürlich fehlschlagen, nicht etwa, weil man da nicht schreiben dürfte, sondern einfach, weil es die entsprechenden Flags gar nicht gibt und jetzt macht Firefox da dann vorsichtshalber gar nichts.

Hat genervt, hat mich jetzt auch wieder ungefähr eine Stunde gekostet, herauszufinden, warum das nicht funktioniert. (Die Soundprobleme von neulich waren ähnlich stumpf … da hatte sich eine alte kaputte Version des Flashplayers eingenistet, die ich bei dem Versuch, den FlexBuilder in der Alphaversion für Linux zu installieren, wohl mitinstalliert hatte. Und weil die Dateien von Adobe nie gescheit versioniert sind, also zumindest nicht in einer Art und Weise, die Linux als Dateieigenschaft erkennt und anzeigen kann, ist es quasi unmöglich für Firefox, auseinanderzuhalten, was jetzt die aktuell gewünschte Plugin-Version ist. Ich hab dann aus den Paketquellen den Flashplayer 10.4.2 installiert, mit dem hatte ich dann Sound … aber nur bis zum nächsten Neustart. Dann hat Firefox wieder die kaputte Version 9.0 geladen. Und das hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die dann auch wirklich auf meiner Festplatte lokalisiert habe und ausmerzen konnte.

Aber all diese kleinen Iggeligkeiten unter ubuntu sind nichts, aber auch wirklich gar nichts, im Vergleich zu der Kernscheiße, mit der ich mich auf der Arbeit jetzt in Windows 7 rumschlagen darf. Kann mir mal jemand verraten, warum alle der Meinung sind, Microsoft hätte jetzt endlich mal ein gescheites Betriebssystem gebaut? Das ist doch eine Katastrophe. Also, zumindest, wenn man daran gewöhnt ist, mit Dateien zu arbeiten und die Dinger eben auch mal manuell irgendwohin kopieren will (und als Entwickler muss man das nunmal ab und zu). Da hab ich doch heute mühsam mit Gimp kleine Bildchen gepixelt. Und damit mein Navision AddIn die anzeigen kann, müssen die in einem bestimmten Unterverzeichnis des Navision Ordners liegen. Der befindet sich aber nunmal im „gemanagten“ ProgrammeX86″ Ordner (oder so ähnlich). Was tut Windows7 also mit meinen Bildchen, als ich versuche, sie zu speichern? Es versteckt sie. Und zwar 1. ohne mir Bescheid zu geben, dass die Bildchen nicht da abgespeichert werden, wo ich es erwartet habe und 2.   in der hinterletzten Hierarchieebene einer versteckten Systemverzeichnisstruktur. Ja, spinn ich denn? Selbst als ich wusste, wo sie jetzt eigentlich sind, hatte ich noch Mühe, die wieder zu bekommen. Vielleicht ist Gimp hier ein bisschen mit Schuld, weil es irgendeinen Rückgabewert nicht auswertet oder so, kann sein. Aber ich hätte zumindest gerne gesagt bekommen, dass ich gerade ein einen schreibgeschützten Ordner zu speichern versuche.

Und so geht mir das in Windows7 im Moment ständig. Der Dateimanager ist eine Katastrophe, vor lauter Links auf „Dokumente“, „Downloads“, „Musikbibliothek“ und anderen Schnickschnack (die ja eigentlich auch nur Ordner sind) und die man vor allen Dingen nicht ausblenden kann, findet man die normale Verzeichnisstruktur gar nicht mehr wieder. Ich will einen Norton Commander oder sowas!

Ich  meine, in ubuntu passiert es mir auch manchmal, dass ich eine Dateioperation so ohne weiteres nicht ausführen kann, weil ich mit meinem normalen Login da keine Rechte für habe, aber in dem Fall passiert dann wenigstens wirklich nix und ich kriege das mitgeteilt. Und dann versuche ich es per sudo nochmal (für Nicht-Linuxer: „sudo“ macht einen für kurze Zeit zum Superuser, wenn man das entsprechende Passwort weiß … für Windows7 Nutzer:  das ist so ähnlich wie wenn man auf den Knopf mit dem Wappenschild drückt … nur, dass man für den in der Regel kein Passwort braucht, wenn man die entsprechenden Rechte hat und der darum auch eigentlich überflüssig ist).

Aber Hauptsache, alles ist schön bunt und transparent und ist animiert. Irgendwo hatte ich doch diesen … ah ja …

„Rennerpel“ war eigentlich der Spitzname für das Auto meiner Mutter, als ich noch zuhause gewohnt habe. Nachdem ich meinen Führerschein hatte, durfte ich meine ersten Fahrversuche damit unternehmen. 28 PS should be enough for anybody 🙂

Eigentlich wollte ich aber heute über eine andere Ente erzählen. Erinnert sich noch jemand, wie Google früher war und warum das so cool war? Ganz einfach, im Vergleich zu AltaVista, Lycos und Co war die Google Seite wunderbar werbefrei, dezent und übersichtlich. Und man hat ziemlich sofort das gefunden, was man gesucht hat. Und dazu hatte das ganze noch den Außenseitercharme einer irgendwo an einer Uni entstandenen Startup Unternehmens. Inzwischen ist Google der Vorreiter im Bereich der Informationsvernetzung. Wenn ich auf YouTube gefragt werde, ob ich meinen Account nicht mit dem von Fritzchen Müller vernetzen möchte, nur weil ich Fritzchen irgendwann mal von meinem GMail Account aus eine Mail geschrieben habe, dann finde ich das schon ziemlich bedenklich. Und wenn ich darüber hinaus so oft „ablehnen“ klicken kann wie ich will und die Nachricht über meinen lange verloren geglaubten Kumpel Fritzchen Müller, der doch jetzt auch ein YouTube Account hat immer wieder erscheint, dann bin ich zusätzlich noch mega genervt.

Deshalb und weil ich auch immer gerne mal was neues ausprobiere, habe ich mich heute mal nach alternativen Web Search Engines ungesehen. Und bin mit DuckDuckGo fündig geworden. Liefert erfreulich gute Ergebnisse, ist etwas langsamer als Google, ist zumindest mein Eindruck, aber immer noch schnell genug, um nicht zu nerven. Was ich vermisse ist, dass man eben nicht auch mit einem weiteren Klick nach Bildern oder Videos suchen kann. Und die Standardschriftgröße ist mir etwas zu groß (kann man aber in Settings umstellen … da kann man auch ein breiteres Layout auswählen und viele andere Einstellungen vornehmen.

Ansonsten habe ich gerade vom karmischen Koala auf den klarsichtigen Luchs geupgraded … die neue ubuntu Version 10.4 ist da. Hat soweit ganz gut geklappt, nur mein Sound hat es mal wieder nicht überlebt. Vielleicht hätte ich doch diese Echtzeit Kernel Konfigurationsdatei anlegen lassen sollen, die mir das Setup ans Herz gelegt hatte …

Es ist Silvester abend, ungefähr 23:20 Uhr und ich sitze zu Hause alleine vorm Rechner und grinse übers ganze Gesicht. Heute ist nämlich mein neuer Flachbildschirm gekommen, den ich mir vom Weihnachtsgeld geleistet habe. Nicht nur, dass mein Schreibtisch jetzt nicht mehr mit einem 19“ Röhrenmonitor und dem als Zweitmonitor eingesetztem Flachbildfernseher zugestellt ist, nein, 1920 x 1080 Pixel in Kombination mit dem neulich erworbenen Arbeitsspeicher eröffnen auch sonst ganz neue Möglichkeiten. So konnte ich zum Beispiel jetzt endlich die Compiz 3D Effekte für mein Desktop aktivieren. Und damit kann ich jetzt so cool zwischen meinen offenen Anwendungen hin und her schalten, wie es sonst nur Hacker im Fernsehen können (genaugenommen bin ich auf die Idee, dieses Compiz Zeug endlich zu aktivieren nämlich nur gekommen, weil Hardison in Leverage das in irgendeiner Szene benutzt).

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Fenster anzuordnen. Und zusätzlich kann man dann noch zwischen mehreren Arbeitsflächen hin und her schalten (also, das kann man unter Linux eigentlich immer, aber mit Compiz sieht das jetzt noch schöner aus). Und deswegen sitze ich jetzt mit blitzenden Augen (okay, inzwischen sind die wahrscheinlich blutunterelaufen und rot, weil ich seit Stunden auf den Bildschirm starre) an meinem Rechner und probiere Dinge aus.

Das ganze sieht dann z.B. so aus:

Das Fenster im Vordergrund ist ein Video im FullscreenModus. Und das läuft, nvidia sei Dank, 3D Beschleunigt weiter, während man durch die Fenster tabbt. Wie cool ist das denn? Ich liebe ubuntu.

So, und jetzt gehe ich mir bei einem meiner Mitbewohner ein Bier stehl…  ich meine …  leihen und gucke irgendeine DVD, um das 16:9 Format auszukosten. Wobei ich ja sagen muss, dass zum Arbeiten am Rechner ein 4:3 Bildschirm irgendwie sinnvoller ist. Aber die gibt es ja kaum noch.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, bzw. wenn ihr das hier lest wahrscheinlich schon ein gutes neues Jahr (denn ich gehe davon aus, dass die wenigsten von euch es wie ich vorziehen, Silvester vor dem Computer zu verbringen).

Meine Katze nimmt ihren Job als meine Muse nicht sehr ernst. Im Gegenteil. Während sie mir zwar zubilligt, Tätigkeiten am Computer auszuführen, für die ich nur die Maushand brauche, Solitär spielen, z.B., weil dann ja eine Hand zum Streicheln übrigbleibt, wird wie renitent, wenn ich versuche, längere Zeit mit beiden Händen zu tippen. Noch dazu, weil ich beim Tippen näher an den Schreibtisch rücke und dann so wenig Platz auf meinem Schoß verbleibt, oder ich gar ein Nachschlagewerk oder einen Ordner mit Unterlagen auf meinen Beinen platzieren will.

Dass sie sich auf meinem Schoß so wohlfühlt und da sofort Platz nimmt, sobald ich mich irgendwohin setze, ist allerdings bei den derzeitigen Temperaturen sehr angenehm. Eine kostenlose und gleichbleibend wohltemperierte Wärmflasche mit eingebauter Schnurr-Vibrations-Massage. Mit zunehmender Entspannung schmilzt der Katzenblopp und breitet sich dabei immer weiter aus.

Zum Leidwesen der Katze habe ich aber die Arbeiten an der Zeitreisen-Akademie wieder aufgenommen und bin im Moment dabei, die von mir mühsam extrahierte Szenenübersicht in den Computer zu hacken. yWriter heißt das verwendete Programm.

Am schönsten findet die Katze es, wenn wir zusammen Firefly gucken. Na ja, wahrscheinlich ist der Inhalt der DVD ihr relativ egal. Hauptsache wir muckeln uns mit Decke und heißem Tee auf die Couch und ich habe zwei Hände zum Streicheln frei. Zugegebenermaßen gibt es aber auch nicht allzu viele bekannte Filmkatzen, die ich ihr zur Unterhaltung präsentieren könnte. Spontan fällt mir da eigentlich nur Garfield ein (ein eher schlechtes Vorbild … ) oder die entgegen ihres Namens recht unglückselige ‚Lucky‘, die in Alf eigentlich nur als angestrebte Zwischenmahlzeit Erwähnung findet.  Aber so ein Pendant zu Lassie oder Flipper gibt es als Katze eigentlich nicht, oder?

Im Moment fremdelt Granny ein bisschen. Will heißen, wenn jemand ins Zimmer kommt der sich bei näherer Betrachtung nicht als ich herausstellt, versteckt sie sich unter dem Schreibtisch hinter der Altpapierkiste oder hinter dem Teewagen und wartet, bis die Luft wieder rein ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass Frau Schäfer von der Katzenhilfe letzte Woche mit ihr zum Tierarzt gefahren ist. Vorher hat sie das jedenfalls nicht gemacht. Die Tierärztin hat übrigens festgestellt, dass Granny eine Schilddrüsenüberfunktion hat und darum kriegt sie jetzt jeden Tag eine Tablette. Was mich spontan an den netten Text zum Thema erinnerte, den ich vor Jahren mal gelesen hatte. Granny lässt sich aber hinreichend gut bestechen, wenn man ihr die Tablette in Leberwurst einwickelt.

Dass mein Rechner seit dem Update auf den karmischen Koalabären grottenlangsam ist, hatte ich ja schon geschrieben. Gestern war ich dann echt soweit, dass ich fast los gerannt wäre, einen Neuen zu kaufen. Ich habe dann erstmal noch ein bisschen mit Xubuntu herumexperimentiert, das ist eine etwas abgespeckte ubuntu-Distri, die auf Xfce statt Gnome basiert. Das Ergebnis war allerdings eher ermutigend und hat auch nur einen ganzen Tag gekostet. Heute hatte ich den Finger dann schon wieder über dem Bestellbutton für einen neuen PC, aber dann habe ich wieder an den ganzen Elektronikschrott und die indischen Kinder denken müssen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich meinen PC sehr mag, weil der so schön leise ist. Also habe ich beschlossen, es nun doch erstmal mit mehr Arbeitsspeicher zu versuchen und mir statt eines neuen Computers nur einen 1 Gb DDR Ram Riegel bestellt. Mal gespannt, ob das klappt und den gewünschten Effekt bringt.

So, jetzt habe ich endlich mein ubuntu auf die aktuelle Version 9.10 aktualisiert. Geupdated, wie das Neudeutsch heißt, aber da weiß ich nie, ob ich das jetzt mit d oder mit t schreiben soll. Hat eine Weile gedauert und bringt meinen altersschwachen PC jetzt ein bisschen an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, weil so GUI Designer ja mit Arbeitsspeicher gerne umgehen als gäbs kein Morgen (oder in dem Fall wohl eher kein Gestern). Aber es hat überraschend gut geklappt, ich musste nix von Hand nachinstallieren oder einstellen. Früher musste ich nach einem ubuntu Update immer ein bisschen Fummeln, damit der zweite Monitor richtig ins Desktop eingebunden war und damit mein WLAN-Stick erkannt wurde, aber jetzt geht das automatisch. Ich kann alle Windows-Nutzer, die sich über ihr Betriebssystem ärgern, sich aber an Linux noch nicht so recht rantrauen, nur ermutigen, es einfach mal mit ubuntu zu probieren. Einfach Installations-DVD runterladen und mal das Live-System starten. Auch das ist inzwischen schon ziemlich gut und gibt einen ganz guten Eindruck, wie der eigene PC sich dann unter ubuntu so verhält.

Außerdem habe ich, wie ihr hoffentlich bemerkt habt, mein Blog von 1und1 zu WordPress umgezogen. Das Importieren der alten Artikel hat reibungslos funktioniert und eigentlich sollte auch die Weiterleitung von der Adresse blog.jutta-jordans.de jetzt reibungslos funktionieren. Das war mal wieder ein kleiner Kampf mit 1und1. Ich finde deren Control Center ziemlich unübersichtlich und die online-Hilfe geradezu unterirdisch. Ich hatte schon eine email an den Support geschrieben, als ich die entsprechende Stelle dann doch noch gefunden habe. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass nicht ein übereifriger Supportmitarbeiter meine Änderungen wieder rückgängig macht.

Im Rahmen des ubuntu Updates habe ich übrigens mein Desktop vom Doctor Who wieder auf einen Firefly Look umgestellt. Ab und zu braucht man ja auch mal Abwechslung. You can’t take the sky from me …

Für meine Bewerbung für „The Signal“ schreibe ich gerade an einem Treatment für eine kleine Hörspiel-Serie … einen Titel habe ich noch nicht … Fiela’s Field Reports, vielleicht. Fiela O’Brian arbeitet für die Market Research Abteilung der Blue Sun Corporation, wobei Market Research der firmeneigene Euphemismus für den hauseigenen Geheimdienst ist. Ihr Aufgabenfeld umfasst also auch so Dinge wie Industriespionage, Sabotage, Bestechung und ähnliches. Nach jedem Einsatz muss sie einen mündlichen Bericht verfassen und dabei hört der Hörspiel-Hörer ihr zu. Und damit das ganze etwas aufgelockert wird, gibt es kurze komplett dramatisch aufgearbeitete Rückblenden, sozusagen die Schlüsselszenen der jeweiligen Episode. Das hat den Vorteil, dass die Folgen mit relativ wenig Zeitaufwand zu produzieren sind. Ich habe schon ein paar Ideen für einzelne Folgen und einen groben Handlungsbogen für die erste Season. Das ganze Konzept gefällt mir so gut, dass ich mir vorgenommen habe, das umzusetzen, auch wenn die mich beim Signal nicht nehmen sollten.

Keep flyin‘

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