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Hier ganz in der Nähe, in bequemer spaziergengeh Reichweite, haben Elisa und ich vor ein paar Wochen einen von diesen puscheligen französischen Großeseln gesehen. Ich kann mir den Namen von den Viechern nie merken … irgendwas französisches, das mit „p“ anfängt. Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass die Tiere für uns jetzt „Puschélesél“ heißen. Weil Sunnyi und Meike auf unserer Entdeckungstour nicht dabei waren, habe ich sie vorgestern zu einem Spaziergang überreden können, um den Puschélesél anzugucken. Dummerweise war der gar nicht da. Also, vielmehr, er war nicht zu sehen, da war er wahrscheinlich schon, zumindest konnten wir deutlich ein lautes Ih-Ah aus den Ställen hören. Auf der Weide standen aber ein paar sehr nette Pferde, das hat die Mädels über den unsichtbaren Esel hinweg getröstet. Und wie ich da so über den Zaun starre und nach puscheligen Eselsohren Ausschau halte, was sehe ich da? Etwas sehr großes, braunes, zotteliges. Aber die zwei Höcker haben mich schnell davon überzeugt, dass es nicht der gesuchte Esel war. Ich hab echt gedacht, ich halluziniere. Da steht tatsächlich ein Trampeltier auf der Weide. So ein richtiges Wüstenschiff. Also, ich weiß ja, dass wir dieses Jahr einen ausgesprochen trockenen Frühling in Ostfriesland haben, aber das ist doch nun wirklich etwas übertrieben …

Mittwoch war außerdem der Klavierstimmer da. Seitdem kann man auch das f‘ wieder spielen, ohne dass es weh tut. Und überhaupt klingt das alles viel netter jetzt. Jetzt sitzt eigentlich immer irgendwer dran. Sunnyi übt „Für Elise“ und „My Bonnie is Over the Ocean“, ich übe „My Immortal“ und die Filmmusik zu „Fackeln im Sturm“ und Elisa hat heute auf YouTube ein Tutorial für Tschaikowskis kleine Schwäne gefunden und seitdem hat man immer das Gefühl, sich erst ein Tutu überziehen zu müssen, bevor man ins Wohnzimmer tippeln darf.

Ansonsten habe ich die letzten Tage damit verbracht, Schafköpfe für ein PomPom-Mobile aus Meikes alter Leggins zu nähen. Die sehen sehr witzig aus. Alle Firefly-Folgen haben wir mittlerweile durch und sind jetzt heute zu Buffy übergegangen. Meike ist schon ganz begeistert, aber Elisa sieht lieber Kostümfilme und Sunnyi trauert Firefly hinterher. Aber ich bin sicher das wird noch.

Okay, nachdem ich jetzt seit Tagen Atomreaktoren beim Explodieren zugeguckt hab, brauch ich zwischendurch mal was lustiges:

Genug gelacht, jetzt wieder brennende Atomkraftwerke.

Eigentlich habe ich gestern schon darüber schreiben wollen, dass ich gerade mindestens drei sehr spannende und potentiell hoch zeitaufwendige Projekte verfolge.

1. Dicey Audio, mein play-by-post Hörspiel bei „The Signal„, das in der nächsten Folge starten soll. Ich habe inzwischen vier Spieler mit mehr oder weniger ausgearbeiteten Characteren, eine ganz grobe Idee für eine Story und meine Deadline für’s Script seit zwei Tagen überschritten. Andererseits ist Terminstress in dem Projekt sozusagen fest eingebaut, weil man nicht wirklich im Voraus arbeiten kann, weil man ja immer auf das Feedback von den Spielern warten muss. Und wie in jedem guten Rollenspiel kann man noch so viel planen, die Geschichte wird sich wahrscheinlich eh in eine völlig andere Richtung entwickeln als vorgesehen. Wenn man zu viel drüber nachdenkt, könnte man nervös werden. PANI…. okay, nicht drüber nachdenken.

2. ScriptFrenzy bzw. Time Fighters. Nachdem ich mir da über das Osterwochenende einen schönen Vorsprung herausgeschrieben habe, habe ich da jetzt die Woche über ziemlich getrödelt. Heute ist mal wieder mindestens eine weitere Episode fällig. Zur Zeit ist mein Stand 47 Seiten, die ersten sechs Episoden sind geschrieben. Allerdings wird es jetzt auch langsam schwieriger … die Charaktere sind alle eingeführt, die Situation etabliert, jetzt muss die Sache sich  so langsam zuspitzen, sonst wird es langweilig. Setzt mich das irgendwie unter Leistungsdruck? Nein, überhaupt nicht … PAN … nciht drüber nachdenken.

3. Operation Survival. War für mich bis jetzt noch ziemlich abstrakt, will sagen, bis jetzt hatte ich da geistig noch nicht so wirklich mit angefangen. Bis Yendi diese Steampunk Sache erwähnt hat. Die gefällt mir zunehmend gut. Jetzt habe ich zu dem Spiel Bilder im Kopf und erste Ideen für die Storyline und für Ausrüstungsgegenstände und für die ganze Forschugns/Aufbau Seite des Spiels. Und kann es eigentlich gar nicht erwarten, da endlich ernsthaft loszulegen. Obwohl ich es immer noch nicht geschafft habe, bei mir eine funktionierende Flash Entwicklungsumgebung einzurichten. Vieleicht bin ich auch einfach zu doof, aber ich finde Flash irgendwie unzugänglich … verwirrend, geradezu.

Und als wenn das nicht genug wäre, erreicht mich heute morgen eine Mail von den Machern von Courage, einer Firefly Fan-Webserie, die gerade ihre erste Folge veröffentlicht haben. Die habe ich vor zwei Monaten oder so mal angeschrieben, als die ihre ersten Ankündigungen gepostet hatten, ob die nicht vielleicht Hilfe beim Drehbuchschreiben brauchen. Und jetzt haben die sich gemeldet. Und da kann ich nicht nein sagen, denn was die da in ihrer ersten Folge abgeliefert haben, das ist filmisch und von den Schauspielern und der Ausstattung her ziemlich gut. Sehr aufwendig für ein Fanprojekt und meines Erachtens mit einer Menge Potential, wenn die es schaffen, diesen Standard auf einer regelmäßigen Produktion zu halten. Ich habe also zugesagt. Schaun wir mal, was sich daraus entwickelt. [Traummodus] Joss Whedon wird sich die Serie angucken und total hin und weg von meinen Drehbüchern sein und mich daruafhin ansprechen, ob ich nicht für seine neue Produktion …[/Traummodus] Äh … ja …

Ich bin für die Anschaffung des 30 Stunden Tages bei vollem Schlafausgleich ….

Als ich eben von der Arbeit kam, war ich total platt und konnte mich nicht aufrappeln, was sinnvolles zu tun. Einfach nur ein Filmchen gucken, hab ich beschlossen. Irgendwie konnte mich aber keine meiner üblichen Serien so richtig locken. Von den meisten habe ich halt inzwischen alle verfügbaren Folgen geguckt. Und sämtliche Serien, die ich in letzter Zeit testweise angefangen habe zu gucken, haben mich eher gelangweilt. Das V Remake z.B. Ist halt ein Remake. Oder die Vampire Diaries. Gähn. Legend of the Seeker. Gähn. Law and Order … Doppelgähn. Am längsten konnte mich noch „Spooks“ bei der Stange halten. Da habe ich es immerhin bis in die dritte Staffel geschafft. Aber jetzt sind meine beiden Lieblingscharaktere unehrenhaft entlassen worden, jetzt mag ich da auch nicht weiter gucken.

Langer Rede kurzer Sinn, ich habe aus lauter Verzweiflung ins Fernsehprogramm geguckt. Ich habe zwar keinen Fernseher, aber zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender kann ich auch online per Zattoo.com gucken. Und da habe ich dann zufällig gesehen, dass ab heute au dem Digitalsenderf Eins Festival Raumpatroullie wiederholt wird. Ja, Raumpatroullie, auch bekannt als Raumschiff Orion. Die älteste deutsche Science Fiction Serie (und auch so ziemlich die einzige). Bisher kannte ich die nur aus Erzählungen und einzelnen Ausschnitten auf YouTube.

Die Serie ist 1965 produziert und 1966 zum ersten Mal ausgestrahlt worden. Das ist ungefähr zeitgleich mit der original „Star Trek“ Serie. Allerdings ist die deutsche Raumpatroullie noch in schwarz-weiß gedreht. Das hat einen guten Grund. Farbfernsehen wurde in Deutschland erst 1967 zur Funkausstellung eingeführt.

Ich habe jetzt also sozusagen einen Selbstversuch gestartet. Kann man eine 45 Jahre alte Science Fiction Serie eigentlich zum ersten Mal gucken und dabei ernst nehmen? Um das Ergebnis gleich vorweg zu nehmen: ja, man kann. Ich kann zumindest.

Zugegeben, im ersten Moment ist es schwierig, sich auf die Geschichte einzulassen und sich nicht von den heute ungewollt komisch wirkenden Kulissen ablenken zu lassen (ich bin aber überzeugt, dass das berühmte Bügeleisen im Armaturenbrett auch damals schon ironisch gemeint war). Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass die so schlecht gar nicht sind. Jedenfalls nicht wesentlich schlechter als die von Star Trek. Kostüme, Kulissen und vor allem Frisuren folgen jedoch ganz deutlich einer 60er Jahre Ästhetik. Die Raumschiffe und Gebäude wirken stark Bauhaus-beeinflusst. Die Flugszenen sehen so aus, wie Plastikmodelle vor gemaltem Sternenhintergrund das eben tun, Forbidden Planet lässt grüßen. Und die überlebensgroßen Guppys hinter den Fenstern der Tiefseebasis wirken auch etwas albern.  Der Unterwasserstart (in Raumpatroullie starten die Raumschiffe von Tiefseebasen und brechen dann durch die Meeresoberfläche) sieht aber schon ganz gelungen aus. CGI gab es damals eben einfach noch nicht. Da wurde das alles mit Modellen und recht einfachen Mitteln gemacht. Eben habe ich irgendwo gelesen, dass Teile der Serie sogar mit Farbfilmmaterial gedreht sind, weil man so die damals neue Bluescreen-Technik anwenden konnte. Raumpatroullie ist keinesfalls eine Billigproduktion. Im Gegenteil, die Produktionskosten waren mit 320000 DM pro Folge damals so hoch, dass für die Verwirklichung ein Produktionspartner im Ausland gesucht wurde. Ausgestrahlt wurde die Serie ursprünglich im Ersten um 20.15 Uhr direkt nach der Tagesschau und war mit 55 % Einschaltquote ein echter Straßenfeger. Also kein Nischenprodukt, wie man das bei deutscher Science Fiction erwarten könnte. Warum um alles in der Welt gibt es dann nicht mehr davon?

Cool fand ich, dass es mehrere starke Frauenrollen gibt und Frauen in der Serie ganz selbstverständlich als General oder Leutnant adressiert werden. Soviel Emanzipation hätte ich im Deutschland von 1966 wirklich nicht erwartet. Da hinkt Star Trek meines Erachtens deutlich hinterher … die haben außer Uhura ja nicht viel auf die Kette gekriegt, und die war eigentlich das SciFi Pendant zu einer Sekretärin.

Und da kommen wir auch eigenltich zum Besten an der Serie. Die Crew. Die haben eine wirklich gute Chemie miteinander. Insgesamt ist das ganze deutlich steifer und bühnenmäßiger geschauspielert, als das heute so in Film und Fernsehen üblich ist, aber die Dialoge sind witzig und selbstironisch und man hat Commander Cliff Allister McLane und seine Crew sofort gern. Echt, der Typ ist ein bisschen wie Malcolm Reynolds. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Joss Whedon die Serie kennt, übrigens, obwohl es keine englisch synchronisierte Fassung zu geben scheint.

Ich freue mich jedenfalls sehr auf die weiteren Folgen von „Raumpatroullie“. Die Serie hat scheinbar auch immer noch eine aktive Fanbase in Deutschland, zumindest findet am 11. September dieses Jahr in Dorsten eine Raumpatroullie Orion Convention statt. Vielleicht fahre ich da ja hin, bis Dorsten ist schließlich nicht so weit.

Jedenfalls hat eine 45 Jahre alte deutsche Fernsehproduktion das geschafft, was eben den meisten heutigen Serien nicht gelingt: sie hat mich bestens unterhalten.

… also, Gelassenheit finden 🙂 Ist keine buddhistische Meditationsübung oder so, sondern der Name eines online-Rollenspiels im Firefly Universum (wo sonst?) Eigentlich habe ich ja in den letzten Jahren einen weiten Bogen um alle Computerspiele gemacht, vor allem um online-Spiele, wenn man mal von meinem kurzen Intermezzo mit meiner eigenen Fußballmannschaft „Borussia Gievenbeck“ bei Hattrick absieht, wo ich aber auch nur eine Spielzeit oder so mitgemacht habe. Obwohl mein Captain und Mittelstürmer Dirk Levenhagen wohl immer unvergesslich für mich bleiben wird, weil ich eben aus allem eine Geschichte stricke, auch aus einem Fußball-Manager-Spiel. Aber davon abgesehen war ich echt enthaltsam, weil ich ja finde, dass online-Spiele böse schwarze Zeitlöcher sind und man lieber mit seinem echten Leben was Gescheites anstellen sollte.

Jetzt schreibe ich aber ja diese Artikelserie über Firefly-Rollenspiele für the Signal, und da muss ich natürlich recherchieren, was es so alles gibt. Und dabei bin ich dann auf Finding Serenity gestoßen, eine forenbasierte Play-by-Post Community. Und habe mich dann auch gleich angemeldet, um Material für meinen nächsten Artikel zu sammeln. Und weil das so gut passte, ist der Charakter, den ich mir gebastelt habe, eine reisende Journalistin. Ihr Name ist Vroni Vanguard. Ich habe mir gedacht, mit so einem play-by-post Spiel, wo die Schreibfrequenz noch dazu nicht ganz so hoch ist, da kann das mit dem Zeitlocheffekt ja nicht ganz so schlimm sein.

Pustekuchen. Als erstes habe ich entdeckt, dass einige der User dort für ihre Charaktere so schicke kleine Videos zusammengeschnitten haben … die meisten nutzen ja irgendeinen Schauspieler als Avatar, Bildmaterial gibt es somit genug. Sowas wollte ich auch. Vronis Avatar ist Sinead O’Connor. Da war ich zunächst etwas skeptisch, ob ich von der überhaupt Videomaterial finden würde, ich kannte nur die Musikvideos zu Nothing Compares 2U und Emperor’s New Clothes und die geben beide außer Headshots von glatzköpfiger Sängerin nicht so viel her. Aber YouTube erwies sich als sehr ergiebig und das Schicksal wollte es, dass Vronis Background Story (die ich zu dem Zeitpunkt schon fertig hatte) und Sineads Videos geradezu perfekt zusammen passten. Ich habe dann ein richtiges kleines Drehbuch geschrieben, einen Text eingesprochen und das ganze in mühsamer Kleinstarbeit in Kdenlive zusammen gebastelt. Kdenlive ist eine coole Video-Software, die auch kontinuierlich besser wird, aber sie hat leider immer noch die Tendenz abzustürzen, vor allem bei der Audiobearbeitung. Ich habe den Verdacht, dass sie mit unterschiedlichen Sample-Frequenzen nicht klarkommt. Da hat Audacity auch so seine Problemchen. Aber nach zwei Tagen war mein zwei Minuten Video dann auch schon fertig … Zeitloch die erste

Aber ihr wollt jetzt trotzdem sehen, was dabei rausgekommen ist, richtig?

Und dann hat Vroni auch noch ganz schnell ein Schiff gefunden, das sie mitnimmt … sie reist jetzt auf der Glory. Die Glory fliegt schon eine ganze Weile bei Finding Serenity herum (und davor auch schon auf der Vorgängerseite Lost in Serenity) und darum gibt es schon jede Menge Hintergrundgeschichte, die man sich durchlesen kann. Das nächste Zeitloch. Und jetzt hat mich auch noch Nathan aus Australien angeschrieben, ob unsere Charaktere nicht eine gemeinsame Hintergrundgeschichte schreiben wollen … wie wir damals auf Persephone gemeinsam versucht haben, Badgers Organisation auszuheben. Naja, gemeinsam … Vroni wollte ne Story, Kabal wollte wohl eher Rache … es gab Probleme … paar Tote auch …

Um es kurz zu machen … ich habe die letzten Tage eigentlich komplett bei Finding Serenity verbracht. Soviel zu der Theorie, so schlimm wird das bei einem Play-by-Post Spiel wohl nicht werden.

Wie ich im Dezember bereits erwähnte, bin ich seit neuestem Crewmitglied beim Firefly/Serenity Podcast The Signal. Seit gestern ist die erste Folge der neuen Season online. Von mir ist allerdings noch nichts zu hören, ich habe lediglich den „Let’s Go Again“ Artikel von Helen geschnitten und mit Intro/Outro versehen. Meine Aufgaben beim Podcast umfassen nämlich neben schreiben auch Audio-Editing. Ab der zweiten Folge der aktuellen Staffel gibt es dann hoffentlich meine eigene Reihe „Getting Dicey“ über rollenspielen in der Welt von Serenity und Firefly.

The Signal gehört, meiner Meinung nach, zu den bestproduzierten und professionellsten Fanpodcasts überhaupt und ich bin sehr stolz, dabei zu sein. Der Podcast geht in seine sechste Season und bekommt eine Menge Aufmerksamkeit von „offizieller“ Seite, d.h., ab und zu ist auch mal ein Interview mit einem Mitwirkenden der Serie bzw. des Films dabei, es gibt Musikclips, die wir direkt von den Soundtrackkomponisten bekommen haben und die so auf keiner CD zu kriegen sind und es gibt eine lose Zusammenarbeit mit Steven Brust und die gemeinsame Idee, aus „My Own Kind of Freedom“ ein Hörspiel zu machen. Lauter cooler Sachen also. Tracy Hickman (ja, der Dragonlance-Typ) war auch ein paar Staffeln lang Crewmitglied bei The Signal (hat sich inzwischen allerdings arbeitsbedingt zurückgezogen), insofern bin ich da in ganz illustrer Gesellschaft.

Ansonsten schreibe ich gerade an einer längeren Leverage FanFiction Geschichte, die man auf FanFiction.net finden kann. Macht aber wahrscheinlich nur Sinn, wenn man denn die Serie auch kennt. Ist halt FanFiction …

Aikido macht weiterhin großen Spaß, ich werde definitiv in den Verein eintreten. Allerdings stelle ich fest, dass Abrollen immer schwieriger wird, je mehr man darüber nachdenkt und versucht, es richtig zu machen. Inzwischen war ich auch schon zweimal beim Dienstags-Training bei Hubert. Das ist immer etwas anstrengend, weil ich da direkt von der Arbeit aus hinfahre und nur kurz irgendwo anhalte, um einen Döner oder Pommes oder sowas zu mir zu nehmen, aber dafür ist die Gruppe ziemlich klein und das Training dadurch recht intensiv. Ich fühle mich in dem Dojo sehr wohl, alle sind sehr nett und hilfsbereit und es hat für mich genau die richtige Mischung aus Spaß und konzentriertem Arbeiten und überfordert mich konditionsmäßig nicht.

Morgen gebe ich wahrscheinlich das erste Mal Nachhilfe für den Lernkreis NRW. Mathe für 8. und 9. Klasse. Bin mal gespannt. Nächsten Mittwoch fahre ich dann das erste Mal nach Ostbevern.

Kennen wir das nicht alle? Es klingelt und plötzlich steht ein fremder Typ vor der Tür, mit Gepäck, und sagt, dass er alles stehen und liegen gelassen hat, um die Einladung anzunehmen. Was? WAS?

So geht es jedenfalls Sid, die als  Heilerin „Codex“ mit einer Gilde ein nicht näher erläutertes Multiplayer-Online-Spiel spielt. Der Fremde ist „Zabou“, eben der Gnom Kriegszauberer der Gilde, der aus irgendeinem Chatkommentar mit zu vielen Winkies 😉 geschlossen hat, dass da was läuft, zwischen ihm und Codex.

Das ist der Einstieg in die Webserie „The Guild“ von und mit Felicia Day. Die einzelnen Episoden sind ca. 5 Minuten lang, schaffen es aber trotzdem, Charaktere und Situationen auf den Punkt zu bringen und sind sehr amüsant. Genaug genommen täte es den meisten TV Sitcoms wahrscheinlich gut, wenn sie sich auf diese Zeit beschränken müssten. Außerdem kommt die Serie gott sei dank völlig ohne „laugh track“ aus, der Zuschauer darf sich also selber überlegen, ob das jetzt gerade komisch war oder nicht und wird nicht von dämlicher einstudierter Lache aus dem Hintergrund irritiert.

Jeder, der sich selber irgendwie als „nerd“ sieht und sich in online-communities oder auch in realen Rollenspielrunden herumtreibt, wird die eine oder andere Situation wieder erkennen (ich bin zumindest auch schonmal gezabout worden). Gut gemachte intelligente Unterhaltung mit einfachen Mitteln. Einfach nett.

Was sonst noch war:

Falls es jemand verpasst haben sollte … es war Weihnachten. Ist aber schon wieder so gut wie vorbei. Ich war zwei Tage in Mönchengladbach bei meinen Eltern und meine arme Katze war alleine hier. Mitbewohner Ulf hat sie netterweise gefüttert, aber ansonsten war es für Granny wohl eine ziemlich frustrierende und langweilige Erfahrung. Deshalb bin ich jetzt mit ausgiebigem Streicheln, Kraulen und Leckerbissen verteilen beschäftigt, was mit einem schnurrenden Fellblobb auf dem Schoß belohnt wird.

Die Crew vom Podcast The Signal hat meine Bewerbung angenommen. Yay! Hatte ich nicht wirklich mit gerechnet. Was da jetzt genau auf mich zukommt weiß ich noch nicht, bin aber gespannt wie ein Flitzebogen. Demnächst gibt es von mir also wieder in der einen oder anderen Form was auf die Ohren.

Weniger aufregend aber finanziell gewinnbringender ist, dass auch der Lernkreis NRW meine Bewerbung angenommen hat und ich ab Anfang Januar mehrere Nachhilfeschüler in Deutsch, Englisch und Mathe unterrichten werde. Das wird meine finanzielle Situation hoffentlich von „prekär“ zu „reicht knapp zum Überleben“ verbessern.

Meine Katze nimmt ihren Job als meine Muse nicht sehr ernst. Im Gegenteil. Während sie mir zwar zubilligt, Tätigkeiten am Computer auszuführen, für die ich nur die Maushand brauche, Solitär spielen, z.B., weil dann ja eine Hand zum Streicheln übrigbleibt, wird wie renitent, wenn ich versuche, längere Zeit mit beiden Händen zu tippen. Noch dazu, weil ich beim Tippen näher an den Schreibtisch rücke und dann so wenig Platz auf meinem Schoß verbleibt, oder ich gar ein Nachschlagewerk oder einen Ordner mit Unterlagen auf meinen Beinen platzieren will.

Dass sie sich auf meinem Schoß so wohlfühlt und da sofort Platz nimmt, sobald ich mich irgendwohin setze, ist allerdings bei den derzeitigen Temperaturen sehr angenehm. Eine kostenlose und gleichbleibend wohltemperierte Wärmflasche mit eingebauter Schnurr-Vibrations-Massage. Mit zunehmender Entspannung schmilzt der Katzenblopp und breitet sich dabei immer weiter aus.

Zum Leidwesen der Katze habe ich aber die Arbeiten an der Zeitreisen-Akademie wieder aufgenommen und bin im Moment dabei, die von mir mühsam extrahierte Szenenübersicht in den Computer zu hacken. yWriter heißt das verwendete Programm.

Am schönsten findet die Katze es, wenn wir zusammen Firefly gucken. Na ja, wahrscheinlich ist der Inhalt der DVD ihr relativ egal. Hauptsache wir muckeln uns mit Decke und heißem Tee auf die Couch und ich habe zwei Hände zum Streicheln frei. Zugegebenermaßen gibt es aber auch nicht allzu viele bekannte Filmkatzen, die ich ihr zur Unterhaltung präsentieren könnte. Spontan fällt mir da eigentlich nur Garfield ein (ein eher schlechtes Vorbild … ) oder die entgegen ihres Namens recht unglückselige ‚Lucky‘, die in Alf eigentlich nur als angestrebte Zwischenmahlzeit Erwähnung findet.  Aber so ein Pendant zu Lassie oder Flipper gibt es als Katze eigentlich nicht, oder?

Im Moment fremdelt Granny ein bisschen. Will heißen, wenn jemand ins Zimmer kommt der sich bei näherer Betrachtung nicht als ich herausstellt, versteckt sie sich unter dem Schreibtisch hinter der Altpapierkiste oder hinter dem Teewagen und wartet, bis die Luft wieder rein ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass Frau Schäfer von der Katzenhilfe letzte Woche mit ihr zum Tierarzt gefahren ist. Vorher hat sie das jedenfalls nicht gemacht. Die Tierärztin hat übrigens festgestellt, dass Granny eine Schilddrüsenüberfunktion hat und darum kriegt sie jetzt jeden Tag eine Tablette. Was mich spontan an den netten Text zum Thema erinnerte, den ich vor Jahren mal gelesen hatte. Granny lässt sich aber hinreichend gut bestechen, wenn man ihr die Tablette in Leberwurst einwickelt.

Dass mein Rechner seit dem Update auf den karmischen Koalabären grottenlangsam ist, hatte ich ja schon geschrieben. Gestern war ich dann echt soweit, dass ich fast los gerannt wäre, einen Neuen zu kaufen. Ich habe dann erstmal noch ein bisschen mit Xubuntu herumexperimentiert, das ist eine etwas abgespeckte ubuntu-Distri, die auf Xfce statt Gnome basiert. Das Ergebnis war allerdings eher ermutigend und hat auch nur einen ganzen Tag gekostet. Heute hatte ich den Finger dann schon wieder über dem Bestellbutton für einen neuen PC, aber dann habe ich wieder an den ganzen Elektronikschrott und die indischen Kinder denken müssen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich meinen PC sehr mag, weil der so schön leise ist. Also habe ich beschlossen, es nun doch erstmal mit mehr Arbeitsspeicher zu versuchen und mir statt eines neuen Computers nur einen 1 Gb DDR Ram Riegel bestellt. Mal gespannt, ob das klappt und den gewünschten Effekt bringt.

So, jetzt habe ich endlich mein ubuntu auf die aktuelle Version 9.10 aktualisiert. Geupdated, wie das Neudeutsch heißt, aber da weiß ich nie, ob ich das jetzt mit d oder mit t schreiben soll. Hat eine Weile gedauert und bringt meinen altersschwachen PC jetzt ein bisschen an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, weil so GUI Designer ja mit Arbeitsspeicher gerne umgehen als gäbs kein Morgen (oder in dem Fall wohl eher kein Gestern). Aber es hat überraschend gut geklappt, ich musste nix von Hand nachinstallieren oder einstellen. Früher musste ich nach einem ubuntu Update immer ein bisschen Fummeln, damit der zweite Monitor richtig ins Desktop eingebunden war und damit mein WLAN-Stick erkannt wurde, aber jetzt geht das automatisch. Ich kann alle Windows-Nutzer, die sich über ihr Betriebssystem ärgern, sich aber an Linux noch nicht so recht rantrauen, nur ermutigen, es einfach mal mit ubuntu zu probieren. Einfach Installations-DVD runterladen und mal das Live-System starten. Auch das ist inzwischen schon ziemlich gut und gibt einen ganz guten Eindruck, wie der eigene PC sich dann unter ubuntu so verhält.

Außerdem habe ich, wie ihr hoffentlich bemerkt habt, mein Blog von 1und1 zu WordPress umgezogen. Das Importieren der alten Artikel hat reibungslos funktioniert und eigentlich sollte auch die Weiterleitung von der Adresse blog.jutta-jordans.de jetzt reibungslos funktionieren. Das war mal wieder ein kleiner Kampf mit 1und1. Ich finde deren Control Center ziemlich unübersichtlich und die online-Hilfe geradezu unterirdisch. Ich hatte schon eine email an den Support geschrieben, als ich die entsprechende Stelle dann doch noch gefunden habe. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass nicht ein übereifriger Supportmitarbeiter meine Änderungen wieder rückgängig macht.

Im Rahmen des ubuntu Updates habe ich übrigens mein Desktop vom Doctor Who wieder auf einen Firefly Look umgestellt. Ab und zu braucht man ja auch mal Abwechslung. You can’t take the sky from me …

Für meine Bewerbung für „The Signal“ schreibe ich gerade an einem Treatment für eine kleine Hörspiel-Serie … einen Titel habe ich noch nicht … Fiela’s Field Reports, vielleicht. Fiela O’Brian arbeitet für die Market Research Abteilung der Blue Sun Corporation, wobei Market Research der firmeneigene Euphemismus für den hauseigenen Geheimdienst ist. Ihr Aufgabenfeld umfasst also auch so Dinge wie Industriespionage, Sabotage, Bestechung und ähnliches. Nach jedem Einsatz muss sie einen mündlichen Bericht verfassen und dabei hört der Hörspiel-Hörer ihr zu. Und damit das ganze etwas aufgelockert wird, gibt es kurze komplett dramatisch aufgearbeitete Rückblenden, sozusagen die Schlüsselszenen der jeweiligen Episode. Das hat den Vorteil, dass die Folgen mit relativ wenig Zeitaufwand zu produzieren sind. Ich habe schon ein paar Ideen für einzelne Folgen und einen groben Handlungsbogen für die erste Season. Das ganze Konzept gefällt mir so gut, dass ich mir vorgenommen habe, das umzusetzen, auch wenn die mich beim Signal nicht nehmen sollten.

Keep flyin‘

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