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Wie bereits im letzten Post angedroht, habe ich inzwischen eine Digitalkamera. Und deswegen kommen jetzt hier auch endlich die schon so lange versprochenen Bilder vom Hexenhaus:

Huette

Ist es nicht entzückend? Ist es nicht wunder-wunderhübsch?

Huette_seitlich

Weil ich zum Geburtstag zwei Kletterrosen geschenkt bekommen habe, habe ich an der Seite ein Rosenbeet angelegt. Außerdem kann man hier das Solarpanel erkennen. Und die zugegebenermaßen etwas abenteuerliche Ofenrohrkonstruktion.

Bestimmt wollt ihr jetzt aber auch sehen, wie die Hütte von innen aussieht. Von außen hatte ich sie euch ja schon in meinem Hexenhaus-Video gezeigt.

Huette_innen

Das Häuschen hat einen eingebauten Tardis-Effekt. Es ist von innen größer als von außen. Platzsparend ist außerdem mein Hochbett:

Hochbett

Nebenan entsteht gerade eine weitere kleine Hütte für mein Kompostklo und als Abstellraum für Gartenmöbel, Werkzeug etc.

Klohaeuschen

Genug Platz für mich und meine tierische Mitbewohnerin namens Mary Poppins.

Poppy

Was gibt es sonst Neues? Ich habe eine neue Harfe, die stelle ich euch demnächst mal ausführlicher vor. Meine Eltern waren zu Besuch und haben die Mühle soweit für gut befunden. Zum Flevofahren bin ich dafür jetzt die letzten Tage nicht gekommen. Vielleicht packe ich mich gleich nochmal auf, die letzten Gäste sind gerade weggefahren und jetzt haben wir die Mühle nochmal zwei Tage für uns. Im Sommer ein seltener Luxus.

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Eigentlich wollte ich schon längst mal wieder gebloggt haben, wie es mir so geht. Aber dann war immer so viel zu tun, dass ich einfach nicht dazu gekommen bin.

Also … ich bin ganz froh, dass es jetzt endlich Frühling ist und dass ich abends in meiner Hütte ins Bett gehen kann, ohne erst den Ofen anschmeißen zu müssen und zwei Wärmflaschen mitzunehmen. Das tut schon sehr gut.

Hatte ich schon erzählt, dass ich wieder eine Katze habe? Sie hört auf den Namen Mary Poppins. Nein, das ist nicht ganz wahr. Sie heißt Mary Poppins (kurz Poppy). Hören tut sie eigentlich gar nicht. Zumindest nicht auf mich. Nachts schläft sie bei mir im Hochbett (und hat nicht die geringsten Probleme, die zwei Meter hohe Leiter rauf und runter zu kommen). Vorzugsweise auf meinem Kopfkissen. Nur blöd, dass das ja eigentlich schon besetzt ist, nämlich von mir. Deswegen wache ich manchmal auf, den Mund voller Katzenhaare und frage mich, ob wir Menschen wirklich evolutionär so hoch entwickelt sind, wie wir uns das immer einbilden. Ich wäre im nächsten Leben jedenfalls ganz gerne eine Katze.

Manchmal will sie nachts raus. Dann klettere ich ergeben die Leiter runter und mache ihr die Tür auf, weil ich weiß, dass es keinen Zweck hat, zu versuchen, ihr Miauen zu ignorieren. Manchmal will sie nachts auch wieder rein. Dann klettere ich ergeben … etc. Wenn ich das nämlich nicht tue, dann geht sie zu Gewalt und Randale über und springt solange gegen die Tür, bis diese entweder nachgibt (und ich dann trtozdem aufstehen muss, um sie wieder zuzumachen) oder bis sie es geschafft hat, die Klinke abzubauen (in welchem Fall dann die Tür aufgeht und ich runterklettern muss, um sie wieder zuzumachen und zusätzlich die Klinke wieder anzubauen). Ich habe die Klinke schon umgedreht. Sie zeigt jetzt senkrecht nach unten, weil die Katze sie in der Position am wenigsten leicht aufkriegt. Erst hatte ich sie nach oben zeigen lassen … das hat zwei Nächte gedauert, dann hatte Poppy raus, wie sie die Tür trotzdem aufkriegt. Ehrlich, das ist unglaublich. Das Tier springt hoch, hängt sich mti beiden Vorderpfoten an die Klinke und schaukelt dann hin und her, bis die Tür aufgeht. Das kann sie von innen und von außen.Das ist wirklkich beeindruckend. Ein paarmal habe ich sie schon, wenn ich mich dann doch erbarmt habe, ihr die Tür aufzumachen, als sie wieder herein wollte, von außen an der Klinke hängend vorgefunden.

Ich würde ihr ja eine Katzenklappe einbauen. Meinetwegen kann sie ja rein und raus wie sie will. Dummerweise hat sie die Tendenz, mir dann tote Mäuse mitzubringen. Vor allem nachts, wenn ich nichtsahnend im Bett liege. Die wirft sie mir dann aufs Kopfkissten und ist total pikiert, wenn ich die gar nicht haben will und etwas angeekelt und genervt zum Fenster raus werfe. Neulich hat sie eine tote Meise angeschleppt. Keine Ahnung, wie sie die bei der Eingangskontrolle an mir vorbegeschmuggelt hat, jedenfalls hatte ich plötzlich diesen toten Vogel auf dem Kopfkisssen. Ich Fenster auf, Vogel raus, wieder eingeschlafen … mit halbem Ohr Poppy-Randale wahrgenommen … wieder aufgewacht, als der Vogel, diesmal schon einiger seiner Federn beraubt aber sonst noch recht intakt, wieder auf meinem Kissen landete. Die Hüttentür stand sperrangelweit auf, Poppy saß mit Unschuldsmiene neben mir auf der Bettkante. Nachdem ich den Vogel zum zweitenmal entsorgt hatte, diesmal durch die Tür, weil ich dann weiter werfen kann, habe ich für den Rest der Nacht die Klinke ganz abmontiert. Dafür hatte ich dann eine zutiefst beleidigte Katze.

Aber das war es eigentlich gar nicht, was ich erzählen wollte. Eigentlich wollte ich nämlich erzählen, dass ich im Moment wieder regelmäßig schreibe. Und zwar an meinem ewigen Fantasy-Projekt GorTara. So ungefähr 1000 Wörter am Tag. Das Manuskript vom ersten Teil ist jetzt ungefähr 130 Seiten lang (und ich habe ein bisschen das Gefühl, die Geschichte hat noch gar nicht so richtig angefangen). Einen festen Tagesrhythmus gibt es hier auf der Mühle nicht, dazu sind die Tage zu unterschiedlich, je nachdem, was für Gäste da sind und welcher Teil der Haustechnik jetzt gerade wieder kaputt geht, aber meistens finde ich abends zwischen sechs und acht ein wenig Zeit zum Schreiben.

Um mir die Sache etwas einfacher zu machen, habe ich mir jetzt auch endlich Papyrus Autor geleistet, eine Textverarbeitung, die sich speziell an Schriftsteller richtet und wirklich viele nette Features bietet. Alleine die Rechtschreibkorrektur ist so viel besser als alles, was mir je in Word , OpenOffice, LibreOffice oder Textmaker untergekommen ist, dass sich alleine dafür die Anschaffung gelohnt hat. Ich hätte das schon vor zwei Jahren getan, aber da lief Papyrus noch nicht so besonders gut unter Ubuntu (mit Wine). Jetzt sind viele der Probleme behoben und Papyrus beginnt auch unter Linux Spaß zu machen. Auch meinen geliebten Alphasmart habe ich wieder hervorgekramt. Der ist nämlich unschlagbar, wenn man einfach ein bisschen draußen in der Sonne sitzen und vor sich hin tippen will.

Ob ich in den nächsten vier Tagen zum Schreiben komme, weiß ich allerdings noch nicht. Da ist nämlich ein Tangokurs auf der Mühle und weil noch eine Folgende gefehlt hat, darf ich mittanzen. Ich freu mich schon sehr.

Ist euch schon einmal aufgefallen, wie relativ unser Temperaturempfinden so ist? Ich erinnere mich, dass ich es häufig als zu kalt empfunden habe, wenn es im Winter in meinem Zimmer in der Fabrik nur 16° C warm war.

Hah! Was war ich für ein Weichei!

Seit ich in diesem windschiefen Fachwerk-Hüttchen lebe, das ja außer einem kleinen Holzöfchen keine andere Heizung hat und vor allem halt überhaupt nicht isoliert ist, kann dich doch darüber nur lachen. Zwar ist die Temperatur in der Hütte auch ohne Heizen meist ein paar Grad höher als draußen, aber wenn draußen -10°C sind, dann kommt man mit fünf Grad mehr so richtig weit nicht. Aber, wenn ich dann den Ofen richtig anheize, dann schaffe ich es meistens, zumindest in den Plusbereich zu kommen. Und wenn es mir wirklich mal gelingt, die magische Marke von 10° C zu überschreiten, dann fühlt sich das richtig warm und behaglich an. Einmal habe ich es geschafft (das war aber noch vor der derzeitigen Frostperiode), die Temperatur in der Hütte auf 17′ C zu kriegen. Das fühlte sich an wie eine Sauna.

Abends nehme ich immer eine Wärmflasche mit ins Bett, die ich mir entweder aus dem Heißwasserboiler oder dem Wasserkocher im Haupthaus fülle. Außerdem trage ich unter meinem Schlafanzug noch ein T-Shirt und warme Wollsocken. Und das reicht, selbst wenn der Ofen dann im Laufe der Nacht ausgeht und die Temperatur sich wieder dem Gefrierpunkt nähert. Okay, zusätzlich zum Federbett habe ich auch noch zwei Wolldecken und eine Katze im Bett. Aber ich finde das trotzdem erstaunlich. Das einzige, was fies ist, ist, dass man morgens ja dann irgendwann aus dem ganzen Deckenberg rauskommen muss. Und sich dann auch noch ausziehen und in die inzwischen tiefgefrorenen Klamotten schlüpfen. Das ist nicht so schön.

Abends lege ich meinen Schlafanzug vor dem Anziehen manchmal für ein paar Minuten auf den Ofen, damit der nicht ganz so schäbig kalt ist. Aber morgens habe ich dafür meistens keine Zeit.

Tagsüber halte ich mich im Moment allerdings kaum in der Hütte auf. Meistens habe ich zuviel anderes zu tun und wenn ich dann spätnachmittags die Zeit hätte, ist es meist schon dunkel und bei Kerzenschein kann man so wahnsinnig viel nicht machen. Da bleibe ich dann lieber in meinem beheizten und beleuchteten Büro.

Insgesamt staune ich aber immer wieder, was für ein behagliches Gefühl so ein Feuer im Ofen macht, selbst wenn die messbare Temperatur weit unter dem liegt, was man so aus beheizten Räumen kennt. Irgendwie straht die Hitze ja anders aus, wenn man sich nah an den Ofen heran setzt, ist es natürlich viel wärmer (das Thermometer hängt auf der anderen Seite des Raumes, wo aber auch mein Bett ist). Außerdem sind das flackernde Licht, dass durch die leicht verrußte Scheibe dringt und das Knacken des Holzes durch keinen Heizkörper der Welt zu ersetzen. Das ist eine sehr archaische Erfahrung, irgendwie. Da haben mehrere hundertausend Jahre Menschheitsgeschichte wahrscheinlich einfach ihre Spuren in unserem Gehirn hinterlassen. Feuer ist Wärme, Schutz und Behaglichkeit. Da kommt keine Vailant-Heizung mit.

Trotzdem freue ich mich aufs Frühjahr.

Mal wieder ein Gruß aus dem Hexenhaus. Viel verändert hat sich noch nicht, ich lebe immer noch im Provisorium, weil ich meine Möbel und sonstigen Sachen noch nicht hergeholt habe. Ich vermisse sie aber auch nicht wirklich. Meistens bin ich sowieso nur über Nacht in meinem Häuschen, tagsüber ist immer so viel anderes zu tun.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich übermäßig viel arbeite. Genaugenommen warte ich noch immer misstrauisch darauf, dass die Arbeit jetzt endlich mal richtig anfängt. Bisher fühlt sich das Leben hier noch ziemlich genauso an, wie sich die Besuche hier immer angefühlt haben: nach einem sehr entspannten Urlaub. Das einzige Ärgernis ist und bleibt die Internetverbindung. Die ist zwar jetzt, nachdem Robbi daran herumgebastelt hat, etwas schneller geworden, bricht aber zwischendurch immer noch alle paar Minuten komplett ab. Das macht Downloads und das Arbeiten mit irgendwelchen online-Diensten wie z.B. Google Docs fast völlig unmöglich.

Gefühlt verbringe ich den größten Teil des Tages mit essen und Tee trinken. Irgendwie fängt die nächste Mahlzeit immer an, wenn man gerade erst von der letzten aufgestanden ist. Wenn ich mich nicht bald zwinge, wieder joggen zu gehen oder so, werde ich hier kugelrund. Da hilft es auch wenig, dass das Essen vollwertig und ach so gesund ist … es ist einfach zu lecker.

Inzwischen haben wir dem zugelaufenen grauen Streunerkater endlich einen Namen gegeben: Major Tom ist jetzt dafür zuständig, dass die Mäuse im Pferdestall nicht zu übermütig werden. Deswegen hab ich seit drei Tagen einen David Bowie Dauerohrwurm (aber immer noch besser als Peter Schilling).

Heute abend fahren wir zu einem internationale Folklore Tanzabend nach Lüneburg. Gestern abend haben wir hier im Gartensaal ebenfalls internationale Tänze getanzt (größtenteils israelische). Irgendwie haben meine Füße das Prinzip noch nicht begriffen und ich stolpere immer so gut es geht im Kreis mit. Aber die Musik ist schön.

Ich habe mir heute ein Solaris 60 geleistet. Nein, das ist kein Raumschiff, auch wenn man bei dem Namen und dem stolzen Preis von 199,95 € fast so etwas vermuten könnte. Es handelt sich vielmehr um eine Edelstahlspüle. Wir haben heute nämlich endlich unsere neue Küche eingebaut bekommen. Also, eigentlich ist es eine gebrauchte Küche, aber trotzdem deutlich nobler als alles, was Elisa oder ich je so an Küche unser eigen nennen durften. Deswegen, und weil wir eigentlich alles bis auf Spüle und Arbeitsplatte geschenkt bekommen hatten, wollte ich mich dann im Baumarkt nicht lumpen lassen. Aber trotzdem … 200 Ocken für ein Spülbecken? Holla die Waldfee. Die Mischbatterie hat dann auch nochmal fast hundert Euro gekostet.

Aber dafür haben wir jetzt eine Küche, die keine Wünsche offen läasst … mit begehbarem Kühlschrank (naja, okay, fast … ), Umluftofen und Cerankochfeld mit Touchscreen, Dunstabzugshaube hinterm Gewürzregal und Arbeitsplatte im Granit-Look. Und so viel Platz in den Schränken. Es ist ein Traum. Ehrlich, wir haben beim Einräumen abwechselnd alle paar Minuten inne gehalten, geseufzt und gesagt: „Ach watt is datt schön …“

Die einzigen, die nicht so begeistert waren, waren unsere Kater. Die sind den ganzen Tag völlig durch die Gegend getillt, weil nichts mehr da stand, wo sie es gewohnt waren und weil ständig Leute mit schweren Möbelstücken in der Hand drohten, ohnen auf den Schanz zu treten. Erst, als ich ein Einsehen gezeigt und Merlin und Fitz ausnahmsweise in mein Zimmer gelassen habe, haben sie sich ein bisschen beruhigt und sind aneinandergekuschelt auf meinem Bett eingeschlafen. Lance hatte schon vorher resigniert und sich einfach inmitten all des Chaos‘ auf die Couch im Wohnzimmer gelegt und das ganze da abgewettert.

Jetzt ist bis auf die Sockelleisten und ein paar Regalbretter alles fertig und auch schon wieder eingeräumt. Morgen holt der Schrotthändler den alten Herd und Kühlschrank und die restlichen Möbel gehen Montag zum Sperrmüll.

Im Garten geht es auch stetig vorwärts. Ich habe mir endliche eine gescheite Heckenschere geleistet und mich auf die gefühlten 17 km Eibenhecke um unser Grundstück gestürzt. Gardens, gardens and we are gardeners … geht schon irgendwie deutlich schneller als mit der Rosenschere. Einen Rosenbogen habe ich uns auch endlich gekauft … nur aufgestellt haben wir den noch nicht. Und dann habe ich mir noch eine Astsäge geleistet und ein paar tote Äste aus dem umgekippten aber noch quicklebendigen Apfelbaum gesägt, so dass man jetzt wieder mit der Schubkarre vom Fahrradschuppen bis zum Kompost kommt. Und je öfter ich säge, desto mehr merke ich, dass das doch gar nicht so schlimm ist, wie ich das von früher in Erinnerung hatte. Mit der richtigen Säge geht das auch im Handbetrieb erstaunlich fix. Ich musste mich richtig beherrschen, nicht gleich ein paar Bäume zu fällen.

Ich sollte häufiger in mein Blog schreiben. Seit dem letzten Eintrag ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Eigentlich hatte meine Chefin mir für den Winter gekündigt, weil ja hier außerhalb der Saison echt nicht viel los ist. Nachdem ich mich dann halbwegs motiviert auf den doch recht flauen ostfriesischen Arbeitsmarkt geworfen habe, hat sie mich dann doch wieder eingestellt. Ich werde also auch den Winter über halbwegs regelmäßig mit dem Fahrrad nach Neuharlingersiel radeln. Langsam kriege ich aber das Gefühl, dass wir so ziemlich der einzige Laden im Ort sein werden, der auf hat. Die Imbissbuden haben größtenteils schon geschlossen oder schließen am kommenden Wochenende (Ferienende in NRW). Sogar einige der Hotels schließen den Winter über komplett. Die Läden haben alle Ausverkauf und reduziert bis zum geht-nicht-mehr. Die Strandkörbe stehen auch nicht mehr am Strand und Hafen. Nächste Woche klappen die da die Bürgersteige hoch, glaub ich. Nur ich kämpfe mich regelmäßig durch Wind und Wetter zur Nordsee.

Aber … und damit kommen wir zur eigentlichen Sensation dieses Postings … ich brauche mich gar nicht mit dem Fahrrad hinzukämpfen, wenn ich nicht will. Die Chefin hat mir nämlich leihweise einen Firmenwagen zur Verfügung gestellt. Einen kleinen Citroen C3, sieht ein bisschen aus wie ein VW-Käfer ohne Kotflügel. Probegefahren bin ich ihn auch schon. Ein wenig nervös war ich ja schon, schließlich war ich über vier Jahre kein Auto gefahren (es sei denn, man zählt ein paar kurze Strecken mit dem Pick-Up von Farm zu Feld in Kanada dazu … aber auch das ist schon drei Jahre her). Aber irgendwie ist es doch wie Fahrradfahren … man verlernt es nicht. Ich bin jedenfalls gefahren, als hätte ich nie etwas anderes getan. Außerdem kann ich eine coole Sau sein, wenn ich will. Ich glaube, der Vater meiner Chefin, der mitgefahren ist, hat nicht einmal gemerkt, wie nervös ich war. Jedenfalls war der ein erstaunlich entspannter Beifahrer. Bisher habe ich das Auto noch nicht benutzt. Das Wetter war ziemlich schön und ich habe den festen Vorsatz, es wirklich nur zu benutzen, wenn mit dem Fahrrad kein Durchkommen ist.

Ebenfalls meiner Chefin haben wir unsere neue Küche zu verdanken. Die steht bisher noch in unserer Garage (das Garagelier haben wir inzwischen auch in Winterpause geschickt, die Bilder und Möbel im Haus in Sicherheit gebracht, nachdem sich die Schubladen an einer Kommode vor Feuchtigkeit schon nicht mehr öffnen ließen). Die Küche ist Eiche rustikal, nicht unbedingt was, was man sich heute noch kaufen würde, aber erfreulich massiv und stabil. Wir wollen die jetzt weiß lackieren und dann Ende des Monats einbauen. Vielleicht kriegen wir sogar eine Geschirrspülmaschine dazu. Das könnte sehr zur Bekämpfung des Küchenchaoses, das bei uns eigentlich immer herrscht, beitragen.

Was ist sonst noch? Ach ja … es ist November, das heißt, es ist wieder NaNoWriMo. Ich versuche mich dieses Jahr an einem historischen Jugendroman über den Wappenbären von Esens. Einen Trailer hab ich auch wieder gebastelt.

Wie immer führt NaNoWriMo dazu, dass ich vor lauter Prokrastinieren Dinge geregelt kriege, zu denen ich mich sonst nie aufraffe. Heute habe ich zum Beispiel die beiden Lampen im Flur aufgehängt, die schon seit einem halben Jahr bei uns rum liegen. Und danach war ich sogar joggen! Das erste Mal dieses Jahr. (Kluge Idee, mit dem Joggen Anfang November anzufangen). Offenbar sorgt meine Radfahrerei aber doch für eine gewisse Grundfitness, jedenfalls konnte ich eine halbe Stunde durchlaufen ohne Pausen oder Seitenstechen. Damit war ich durchaus zufrieden.

Die Jungs (also, so nennen wir unsere drei Katerchen) werden immer größer. Vor allem Lancaster sieht jeden Tag mehr aus wie Garfield. Er ist der sanftmütige Riese im Team. Merlin ist der aufdringlichste, ein echter Kampfschmuser und sogar Fitzwilliam ist inzwischen in den Stimmbruch gekommen und schnurrt jetzt wie ein echter Mann und nicht mehr wie ein verschrecktes Heimchen. Vor kurzem passte er allerdings noch in den Mandarinenkorb auf dem Wohnzimmertisch. Seitdem ist er aber nochmal ein ganzes Stück gewachsen.

Oh, und die drei haben eine neue Leidenschaft: Hühnerherzen. Die gibt es nämlich hier auf dem Wochenmarkt und ich habe ihnen neulich welche mitgebracht. Da ist dann aber wirklich Raubtierfütterung angesagt. Ich wusste echt nicht, dass Katzen so laut knurren können. Da muss man als Mensch echt aufpassen, dass man nicht aus Versehen zwischen einen Kater und sein Hühnerherz gerät. Außerdem bewacht jetzt immer mindestens einer von den dreien die Kühlschranktür, damit sie ja nichts verpassen.

Die wilde Weiber WG vom Jüchertor hat männliche Verstärkung bekommen. Am letzten Samstag sind drei kleine Katerchen bei uns eingezogen. Neun Wochen alt. Muss ich extra erwähnen, dass die niedlich sind? Gibt es 9 Wochen alte Kätzchen, die nicht niedlich sind?

Jedenfalls halten die drei uns ganz schön auf Trab. Merlin ist der größte Schmuser und passionierter Schultersitzer,  Lancaster ist der Verfressenste und  Fitzwilliam hat den ausgeprägtesten Jagdtrieb, ist aber Fremden gegenüber erstmal etwas zurückhaltend.

Heute nacht ist meine Katze gestorben. Das war irgendwie absehbar, immerhin war sie schon geschätzte 17 Jahre alt und wirklich nicht mehr besonders gut beieinander. Trotzdem kam das für mich jetzt etwas plötzlich, gestern hat sie noch ganz normal gefressen und ihre Runde durchs Haus gedreht und gestern abend ist sie ganz normal mit zu mir ins Bett gekommen und neben mir eingeschlafen. Heute nacht wurde ich irgendwann wach, da lag sie ganz verkrampft da, hatte sich übergeben und gekotet und röchelte nur noch. Hat dann nur noch ein paar Minuten gedauert, bis sie gestorben ist. Aber immerhin war ich bei ihr und hab sie in den letzten Minuten noch ein bisschen streicheln können und so. Ich weiß aber nicht, ob sie das überhaupt noch warhgenommen hat, da war sie schon ziemlich weit weg, glaub ich.

Heute morgen hab ich sie bei uns im Garten begraben. Shallow grave, fürchte ich. Winternasser, wurzeldurchzogener Lehmboden ist ganz schön schwer mit dem Spaten zu bewegen. Aber ich hoffe mal, dass sie niemand wieder ausgräbt. Ein Hund wohnt hier ja nicht mehr und den Fuchs hab ich diesen Winter noch nicht gesehen.

Irgendwie ist es ganz gut, dass es so gekommen ist. So bleibt der Katze der Umzugsstress erspart. Weil sie ja taub war und am Ende auch nicht mehr besonders gut gesehen hat, hatte ich schon große Bedenken, dass sie sich in einer neuen Umgebung gar nicht mehr zurecht findet. Es hat sie immer schon irritiert, wenn mal ein Koffer oder Wäschekorb im Zimmer stand, der da normalerweise nicht hingehört. Trotzdem fühlt es sich jetzt ganz komisch an, dass sie weg ist.

Apropos Umzug, aus Esens hab ich noch nichts neues gehört. Dieses in der Luft hängen macht mich wahnsinnig. Und dabei hab ich hier schon eine fertige Bewerbung für meinen absoluten Traumjob liegen, die ich aber erst losschicken kann, wenn ich weiß, dass das mit dem Haus klappt. Sonst hab ich nachher einen Job auf der Insel Langeoog aber kein Haus dazu. Das wär ja auch blöd. Vielen Dank an die Daumendrücker, ist total lieb dass ihr an mich denkt.

Bezugnehmend auf Gundulas Kommentar zu meinem letzten Eintrag … das mit der babylonischen Sprachverwirrung passiert mir auch manchmal. Zur Zeit schreibe ich ja für den Signal Podcast und für Finding Serenity viel auf Englisch. Und gerade, wenn ich so im Bus sitze und irgendwo hin fahre, möglichst noch mit mp3 Player mit englischen Songs oder einem englischsprachigen Podcast auf den Ohren, gehe ich im Kopf häufig schon durch, was ich als nächstes so schreiben will. Da kommt es dann schonmal vor, dass ich aus dem Fenster gucke und mich verlese. Zum Beispiel habe ich mich die letzten Wochen, wenn ich auf dem Weg nach Ostbevern  durch Telgte gefahren bin, immer gefragt, was denn bitte Grobkies sind. Das Wort steht da auf einem Schild, an dem der Bus vorbeifährt. Vor meinem inneren Auge entstand das Bild eines blauen zotteligen Monsters, so ein bisschen wie Lulatsch aus der Sesamstraße (wahrscheinlich wegen der phonetischen Nähe zu Groby) und darunter ein Warnhinweis … „Grobky, bitte nicht füttern“.

Erst beim dritten Mal ist mir aufgefallen, dass daneben noch ein Schild hängt, auf dem „Verbundpflaster“ steht, dass die Schilder auf dem Hof einer Baustoffhandlung hängen, und dass es sich um groben Kies und nicht um die englische Bezeichnung für eine mir bisher unbekannte Spezies plüschiger Kinderschrecke handelt.

Sonst noch? Demnächst neuer Job. morgen Katzen-OP, übernächste Woche Watzmann (nett dieser Telegrammstil … vielleicht sollte ich doch twittern)

Ich sitze gerade am Computer und muss laut lachen … über mich selbst und den Anruf, den ich gerade gekriegt habe.

Morgen habe ich einen Termin für so eine komische Marketing-Studie über Katzenfutter. Gibt 25 € Aufwandsentschädigung für 90 Minuten, darum mache ich da mit … ich mach ja im Moment für Geld fast alles. Und jetzt rief mich gerade die Frau von der Marketingfirma an, um mich nochmal an den Termin zu erinnern (wahrscheinlich haben die schlechte Erfahrungen mit ihren Probanden gemacht). Lustig war halt nur, dass die Frau sich mit „Guten Morgen“ meldete (und die sitzt nicht in Signapur oder so, sondern in Wettringen). Und ich habe auch prompt mit „Guten Morgen“ geantwortet. Um ca. 19 Uhr.

Dass ich einen total kaputten Tagesrhythmus habe, ist mir schon länger klar. Jeden Tag nehme ich mir vor, dass mal wieder ein bisschen zu normalisieren, damit ich ausnahmsweise mal mehr als 5 h Tageslicht abkriege. Aber ist ja schön, dass es anderen Leuten scheinbar auch so geht. Wir mussten jedenfalls beide sehr lachen am Telefon.

Der Termin ist morgen um 9.30 Uhr. Das ist aus meiner derzeitigen Sicht der Dinge geradezu gruselig früh. Zumal ich danach sofort in die Schoppe zum Arbeiten muss und danach dann noch zum Aikido will und wohl erst um kurz vor zweiundzwanzig Uhr wieder zu Hause bin. Wird ein langer Tag. Aber vielleicht ist das ja der erste Schritt in Richtung eines etwas natürlicheren Tages-/Nachtrhythmus.

November 2017
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