Ich habe mir heute ein Solaris 60 geleistet. Nein, das ist kein Raumschiff, auch wenn man bei dem Namen und dem stolzen Preis von 199,95 € fast so etwas vermuten könnte. Es handelt sich vielmehr um eine Edelstahlspüle. Wir haben heute nämlich endlich unsere neue Küche eingebaut bekommen. Also, eigentlich ist es eine gebrauchte Küche, aber trotzdem deutlich nobler als alles, was Elisa oder ich je so an Küche unser eigen nennen durften. Deswegen, und weil wir eigentlich alles bis auf Spüle und Arbeitsplatte geschenkt bekommen hatten, wollte ich mich dann im Baumarkt nicht lumpen lassen. Aber trotzdem … 200 Ocken für ein Spülbecken? Holla die Waldfee. Die Mischbatterie hat dann auch nochmal fast hundert Euro gekostet.

Aber dafür haben wir jetzt eine Küche, die keine Wünsche offen läasst … mit begehbarem Kühlschrank (naja, okay, fast … ), Umluftofen und Cerankochfeld mit Touchscreen, Dunstabzugshaube hinterm Gewürzregal und Arbeitsplatte im Granit-Look. Und so viel Platz in den Schränken. Es ist ein Traum. Ehrlich, wir haben beim Einräumen abwechselnd alle paar Minuten inne gehalten, geseufzt und gesagt: „Ach watt is datt schön …“

Die einzigen, die nicht so begeistert waren, waren unsere Kater. Die sind den ganzen Tag völlig durch die Gegend getillt, weil nichts mehr da stand, wo sie es gewohnt waren und weil ständig Leute mit schweren Möbelstücken in der Hand drohten, ohnen auf den Schanz zu treten. Erst, als ich ein Einsehen gezeigt und Merlin und Fitz ausnahmsweise in mein Zimmer gelassen habe, haben sie sich ein bisschen beruhigt und sind aneinandergekuschelt auf meinem Bett eingeschlafen. Lance hatte schon vorher resigniert und sich einfach inmitten all des Chaos‘ auf die Couch im Wohnzimmer gelegt und das ganze da abgewettert.

Jetzt ist bis auf die Sockelleisten und ein paar Regalbretter alles fertig und auch schon wieder eingeräumt. Morgen holt der Schrotthändler den alten Herd und Kühlschrank und die restlichen Möbel gehen Montag zum Sperrmüll.

Im Garten geht es auch stetig vorwärts. Ich habe mir endliche eine gescheite Heckenschere geleistet und mich auf die gefühlten 17 km Eibenhecke um unser Grundstück gestürzt. Gardens, gardens and we are gardeners … geht schon irgendwie deutlich schneller als mit der Rosenschere. Einen Rosenbogen habe ich uns auch endlich gekauft … nur aufgestellt haben wir den noch nicht. Und dann habe ich mir noch eine Astsäge geleistet und ein paar tote Äste aus dem umgekippten aber noch quicklebendigen Apfelbaum gesägt, so dass man jetzt wieder mit der Schubkarre vom Fahrradschuppen bis zum Kompost kommt. Und je öfter ich säge, desto mehr merke ich, dass das doch gar nicht so schlimm ist, wie ich das von früher in Erinnerung hatte. Mit der richtigen Säge geht das auch im Handbetrieb erstaunlich fix. Ich musste mich richtig beherrschen, nicht gleich ein paar Bäume zu fällen.