Also, jetzt hab ich ja vor lauter Schreck, dass das mit der Normseitenschreiberei so gut klappte, wieder angefangen, Harfe zu spielen. Der Erfolg war instantan, ich hab so viel Harfe geübt, dass zum Schreiben einfach keine Zeit blieb. Ehrlich, das artet in Besessenheit aus. Und dabei spiele ich auch noch immer die gleichen zwei Stücke, nämlich „Theology/Civilisation“ aus dem Conan Soundtrack und eine Rollenspieler-Ballade namens „Weide im Wind“ Die Melodie ist wunderhübsch, eine alte schwedische Volksweise. Aber der Text … also, genaugenommen gibt es zwei Fassungen, eine bündische, so in Pfadfindertradition, Schwedenfahrtromantik pur mit Kiefernwald und schreienden Möwen überm Moor, und eine, die wohl mal zu einem DSA-Abenteuer gehört hat und mit „Grausam und schrecklich, fast unerträglich“ anfing. Das fand ich dann auch, fast unerträglich, meine ich, und habe mir aus beiden Versionen einen Text zusammengefrickelt, den ich jetzt singen kann, ohne in Gelächter auszubrechen.

Heute habe ich dann mal neues Harfenfutter gesucht und bin unter anderem auf Liber Canticorum gelandet. Großartige Seite, auf der aurelie ziemlich viele Filk-/Folk- und Mittelaltersongs zusammengetragen hat, meist mitsammt Noten, Akkorden und mp3s. Da hab ich so manches Lied gefunden, dass ich bisher nur von einmaligem Hören irgendwo kannte. Unter anderem auch die Rabenballade, eine Eindeutschung von „The Three Ravens“, die ursprünglich mal von Schelmisch oder den Streunern oder Corvus Corax oder irgendeiner anderen Mittelalterband verbrochen wurde. Inzwischen kenne ich da ziemlich viele Versionen von. Jedenfalls lautet der Text der ersten beiden Zeilen im Liber Canticorum: „Als ich einst ging im Morgengrauen, kam ich an einem alten Baum“ Ich meine, kann auch schön sein, aber war wohl doch anders gemeint.

Als ich mich wieder eingekriegt habe, hab ich dann noch schnell mein Harfenrepertoire um zwei Pfadfinderliedchen erweitert, die auch beide schon von den einschlägigen Mittelalterbands entdeckt wurden: „Unter den Toren“ und „Roter Mond“. Das schöne ist ja, dass diese Liedchen so bestechend einfach sind, die kriegt selbst ein Harfentroll wie ich mit einem Nachmittag üben auf die Reihe. Da blieb dann ausnahmsweise sogar Zeit, mal wieder ein paar Normseiten zu schreiben. Insgesamt umfasst das Manuskript zu GorTara Teil 1 jetzt schon 79 Seiten. Das wird.

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