Heute nacht ist meine Katze gestorben. Das war irgendwie absehbar, immerhin war sie schon geschätzte 17 Jahre alt und wirklich nicht mehr besonders gut beieinander. Trotzdem kam das für mich jetzt etwas plötzlich, gestern hat sie noch ganz normal gefressen und ihre Runde durchs Haus gedreht und gestern abend ist sie ganz normal mit zu mir ins Bett gekommen und neben mir eingeschlafen. Heute nacht wurde ich irgendwann wach, da lag sie ganz verkrampft da, hatte sich übergeben und gekotet und röchelte nur noch. Hat dann nur noch ein paar Minuten gedauert, bis sie gestorben ist. Aber immerhin war ich bei ihr und hab sie in den letzten Minuten noch ein bisschen streicheln können und so. Ich weiß aber nicht, ob sie das überhaupt noch warhgenommen hat, da war sie schon ziemlich weit weg, glaub ich.

Heute morgen hab ich sie bei uns im Garten begraben. Shallow grave, fürchte ich. Winternasser, wurzeldurchzogener Lehmboden ist ganz schön schwer mit dem Spaten zu bewegen. Aber ich hoffe mal, dass sie niemand wieder ausgräbt. Ein Hund wohnt hier ja nicht mehr und den Fuchs hab ich diesen Winter noch nicht gesehen.

Irgendwie ist es ganz gut, dass es so gekommen ist. So bleibt der Katze der Umzugsstress erspart. Weil sie ja taub war und am Ende auch nicht mehr besonders gut gesehen hat, hatte ich schon große Bedenken, dass sie sich in einer neuen Umgebung gar nicht mehr zurecht findet. Es hat sie immer schon irritiert, wenn mal ein Koffer oder Wäschekorb im Zimmer stand, der da normalerweise nicht hingehört. Trotzdem fühlt es sich jetzt ganz komisch an, dass sie weg ist.

Apropos Umzug, aus Esens hab ich noch nichts neues gehört. Dieses in der Luft hängen macht mich wahnsinnig. Und dabei hab ich hier schon eine fertige Bewerbung für meinen absoluten Traumjob liegen, die ich aber erst losschicken kann, wenn ich weiß, dass das mit dem Haus klappt. Sonst hab ich nachher einen Job auf der Insel Langeoog aber kein Haus dazu. Das wär ja auch blöd. Vielen Dank an die Daumendrücker, ist total lieb dass ihr an mich denkt.