… langsam, aber es geht. Die Brennnesseln sind jetzt bis auf eine kleine, vielleicht 10 qm große Restfläche, erstmal geplättet. Und zwar größtenteils von Hand, weil sich das als wirksamer erwiesen hat, so kommt nämlich wenigstens ein Teil der Wurzeln mit raus. Ist aber halt bei den derzeitigen Temperaturen nicht wirklich spaßig, weil ich zum Schutz gegen die Nesseln halt immer mein Lederhemd und dicke Arbeitshandschuhe  trage beim Roden. Das geht eigentlich nur in den frühen Morgenstunden (wo ich aber normalerweise noch im Bett liege) oder Abends, wenn die Sonne weg geht.

Die freigelegte Fläche ist ziemlich schön … kein Bauschutt im Boden, größtenteils nachmittags sonnig, ebener Untergrund. Mein Plan ist, da nach und nach umzugraben und größtenteils irgendwelche schnellwachsenden Gräser und vielleicht Klee einzusäen, damit die Nesseln nicht so schnell wieder kommen. Außerdem möchte ich ein paar Blumenbeete anlegen. Wenn man schon kein Gemüse im Boden anbauen kann, kann es ja wenigstens hübsch aussehen. Allerdings graust es mir jetzt schon vor dem Umgraben … die Fläche ist riesig, mehr als 500 qm sind das auf jeden Fall.

Ansonsten ist mein erstes Badewannenbeet fertig und eingesät … Gurken, Buschbohnen, Mangold, Salat und Möhren. Alles in einer Wanne. Bin gespannt, ob das gut geht. In Ermangelung weiterer Wannen habe ich jetzt doch beschlossen, auch noch ein „normales“ Hochbeet zu bauen. Ulf hat noch ein paar alte Bretter rumstehen, die ich benutzen kann. Das einzige, was mir fehlt sind irgendwelche Pfosten, die ich in den Boden rammen kann. Da werde ich wahrscheinlich doch im Baumarkt so Palisadenhölzer kaufen, die rotten wenigstens nicht sofort weg.

Außerdem habe ich zwei alte Regentonnen gefunden. In einer will ich Brennnesseljauche ansetzen … Nesseln sind ja jetzt mehr als genug da. Aus der anderen mache ich wahrscheinlich eine Kartoffeltonne. Allerdings scheue ich mich noch davor, da unten Löcher rein zu machen. Dazu ist die Tonne eigentlich zu schade. Vielleicht reicht es auch, unten eine Schotterschicht einzufüllen und zu hoffen, dass es nicht so viel regnet diesen Sommer?

Auf meiner Fensterbank stehen jetzt ein paar Töpfchen, in denen ich Pepperoni gesät habe,  außerdem etwas Katzengras für Granny und ein paar Zwergsonnenblumen. Ich glaube, so nach und nach werde ich da noch mehr einsäen. Ach ja, und Kürbisse hab ich auch gesät, allerdings nicht ins Beet, sondern direkt auf einen unserer zahlreichen Komposthaufen. Mal gucken, ob das was wird.

Die Hühner sind da und haben sich auch schon gut eingelebt. Insgesamt sind es sieben Stück, sechs Hennen und ein Hahn. Emma, Frieda, Lotta, Ronja, Gertrud, Punk und Jakob. Jakob ist noch ziemlich klein … bisher ist wohl Punk die Chefin im Ring. Jetzt hat die WG eine neue Freizeitbeschäftigung: Chicken Watching.

Und Paul vom Hof an der Schoppe hat jetzt Milchziegen. Das heißt, ich kann endlich wieder frische Ziegenrohmilch trinken. Die hab ich ja seit der Zeit auf GreenDragon Farm schmerzlich vermisst. Vielleicht steige ich jetzt auch verstärkt in die Käseproduktion ein. Da muss ich mal sehen, wie ich mich mit Paul auf einen Preis für die Milch einigen kann.

Demnächst mache ich mal ein paar Fotos vom Garten und von den Hühnern.