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Es ist Silvester abend, ungefähr 23:20 Uhr und ich sitze zu Hause alleine vorm Rechner und grinse übers ganze Gesicht. Heute ist nämlich mein neuer Flachbildschirm gekommen, den ich mir vom Weihnachtsgeld geleistet habe. Nicht nur, dass mein Schreibtisch jetzt nicht mehr mit einem 19“ Röhrenmonitor und dem als Zweitmonitor eingesetztem Flachbildfernseher zugestellt ist, nein, 1920 x 1080 Pixel in Kombination mit dem neulich erworbenen Arbeitsspeicher eröffnen auch sonst ganz neue Möglichkeiten. So konnte ich zum Beispiel jetzt endlich die Compiz 3D Effekte für mein Desktop aktivieren. Und damit kann ich jetzt so cool zwischen meinen offenen Anwendungen hin und her schalten, wie es sonst nur Hacker im Fernsehen können (genaugenommen bin ich auf die Idee, dieses Compiz Zeug endlich zu aktivieren nämlich nur gekommen, weil Hardison in Leverage das in irgendeiner Szene benutzt).

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Fenster anzuordnen. Und zusätzlich kann man dann noch zwischen mehreren Arbeitsflächen hin und her schalten (also, das kann man unter Linux eigentlich immer, aber mit Compiz sieht das jetzt noch schöner aus). Und deswegen sitze ich jetzt mit blitzenden Augen (okay, inzwischen sind die wahrscheinlich blutunterelaufen und rot, weil ich seit Stunden auf den Bildschirm starre) an meinem Rechner und probiere Dinge aus.

Das ganze sieht dann z.B. so aus:

Das Fenster im Vordergrund ist ein Video im FullscreenModus. Und das läuft, nvidia sei Dank, 3D Beschleunigt weiter, während man durch die Fenster tabbt. Wie cool ist das denn? Ich liebe ubuntu.

So, und jetzt gehe ich mir bei einem meiner Mitbewohner ein Bier stehl…  ich meine …  leihen und gucke irgendeine DVD, um das 16:9 Format auszukosten. Wobei ich ja sagen muss, dass zum Arbeiten am Rechner ein 4:3 Bildschirm irgendwie sinnvoller ist. Aber die gibt es ja kaum noch.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, bzw. wenn ihr das hier lest wahrscheinlich schon ein gutes neues Jahr (denn ich gehe davon aus, dass die wenigsten von euch es wie ich vorziehen, Silvester vor dem Computer zu verbringen).

Kennen wir das nicht alle? Es klingelt und plötzlich steht ein fremder Typ vor der Tür, mit Gepäck, und sagt, dass er alles stehen und liegen gelassen hat, um die Einladung anzunehmen. Was? WAS?

So geht es jedenfalls Sid, die als  Heilerin „Codex“ mit einer Gilde ein nicht näher erläutertes Multiplayer-Online-Spiel spielt. Der Fremde ist „Zabou“, eben der Gnom Kriegszauberer der Gilde, der aus irgendeinem Chatkommentar mit zu vielen Winkies 😉 geschlossen hat, dass da was läuft, zwischen ihm und Codex.

Das ist der Einstieg in die Webserie „The Guild“ von und mit Felicia Day. Die einzelnen Episoden sind ca. 5 Minuten lang, schaffen es aber trotzdem, Charaktere und Situationen auf den Punkt zu bringen und sind sehr amüsant. Genaug genommen täte es den meisten TV Sitcoms wahrscheinlich gut, wenn sie sich auf diese Zeit beschränken müssten. Außerdem kommt die Serie gott sei dank völlig ohne „laugh track“ aus, der Zuschauer darf sich also selber überlegen, ob das jetzt gerade komisch war oder nicht und wird nicht von dämlicher einstudierter Lache aus dem Hintergrund irritiert.

Jeder, der sich selber irgendwie als „nerd“ sieht und sich in online-communities oder auch in realen Rollenspielrunden herumtreibt, wird die eine oder andere Situation wieder erkennen (ich bin zumindest auch schonmal gezabout worden). Gut gemachte intelligente Unterhaltung mit einfachen Mitteln. Einfach nett.

Was sonst noch war:

Falls es jemand verpasst haben sollte … es war Weihnachten. Ist aber schon wieder so gut wie vorbei. Ich war zwei Tage in Mönchengladbach bei meinen Eltern und meine arme Katze war alleine hier. Mitbewohner Ulf hat sie netterweise gefüttert, aber ansonsten war es für Granny wohl eine ziemlich frustrierende und langweilige Erfahrung. Deshalb bin ich jetzt mit ausgiebigem Streicheln, Kraulen und Leckerbissen verteilen beschäftigt, was mit einem schnurrenden Fellblobb auf dem Schoß belohnt wird.

Die Crew vom Podcast The Signal hat meine Bewerbung angenommen. Yay! Hatte ich nicht wirklich mit gerechnet. Was da jetzt genau auf mich zukommt weiß ich noch nicht, bin aber gespannt wie ein Flitzebogen. Demnächst gibt es von mir also wieder in der einen oder anderen Form was auf die Ohren.

Weniger aufregend aber finanziell gewinnbringender ist, dass auch der Lernkreis NRW meine Bewerbung angenommen hat und ich ab Anfang Januar mehrere Nachhilfeschüler in Deutsch, Englisch und Mathe unterrichten werde. Das wird meine finanzielle Situation hoffentlich von „prekär“ zu „reicht knapp zum Überleben“ verbessern.

Ist nicht von Bill Gates gesagt worden, habe ich gerade gelesen. Wie auch immer. Mein erster Rechner hatte 64 kB Arbeitsspeicher, von denen 38911 bytes für Basic Programme nutzbar waren.  Die Rede ist natürlich von meinen Commodore 64. Den gibt es übrigens noch, der geht auch noch. Steht bei meinen Eltern und ab und zu überkommt mich die Nostalgie und ich schließe den an, wenn ich sie besuchen fahre. Am meisten beeindruckt mich dabei jedesmal, dass das Betriebssystem nicht wirklich booten muss. Man macht den Rechner an und das Ding ist da. Auch sonst konnte das Teil eine ganze Menge: farbige Graphik, Sound. Verglichen mit heute wirken die Spiele zwar ziemlich pixelig und klobig, aber ich glaube, dass es heute nur noch wenige Programmierer gibt, die sowas schreiben könnten. Da wurde mit Assembly oder sogar direkt in Maschinensprache auch das letzte Byte ausgenutzt und Sprites liebevoll Pixel für Pixel handcodiert.

Mein nächster Rechner war dann schon ein echter PC. Ein 286er, den mir mein Quasi-Cousin verkauft hat. Ich weiß nichtmal mehr, wieviel Arbeitsspeicher der hatte. Ich glaube, der hatte die klassischen 640 kB bzw. insgesamt 1 Mb und man konnte die meisten Dos-Programme nur in dem unteren Speicherbereich betreiben.  Wenn man größere Spiele zocken wollte, musste man Boot-Skripts schreiben, die wirklich nur die nötigsten Hardwaretreiber luden und konnte mit irgendeinem hiload Befehl dafür sorgen, dass der obere Speicherbereich zumindest ansatzweise mit nutzbar war. In der Zeit habe ich selber gar nicht programmiert und fand das alles unglaublich verwirrend und kompliziert.Der Rechner hatte eine 100 Mb Festplatte, was für damals ziemlich groß war. Das lag daran, dass die Firma Vobis die damals üblichen 20 und 40 Mb Festplatten in ganz Deutschland aufgekauft hatte. Die waren einfach nicht zu kriegen.

Der nächste Rechner war ein 486er, da lief dann schon Windows 3.1 drauf und man konnte X-Wing und Tie-Fighter drauf zocken. Und Doom2, aber dafür musste man immer noch den Boot-Disk Hack nutzen. Arbeitsspeicher sagenhafte 4 Mb, Festplatte 400 Mb (und die alte 100 Mb Platte nochmal eingebaut), ein großes und ein kleines Diskettenlaufwerk und … sagenhafte Neuerung, ein CD-Rom Laufwerk. In Anbetracht dessen, dass auf jede CD damals mehr Daten passten als auf meine gesamte Festplatte (und soviel wie auf 700 Disketten), eine echte Revolution.

Dann kam ein Riesensprung auf den Pentium II. Der hatte ursprünglich 64 Mb und ich habe den irgendwann auf 192 Mb nachgerüstet. Festplattengröße weiß ich nicht mehr. Nur noch ein kleines Diskettenlaufwerk. Der Rechner läuft heute noch, allerdings mehr schlecht als recht, bei meinem Vater. Der surft damit sogar im Internet. Allerdings mit Windows ME und einem uralten Internet Explorer, was mir alleine wegen der Sicherheitslücken den Angstschweiß aus den Poren treibt. Ich glaube, so langsam hat sich das Teil echt überlebt.

Mein jetziger Rechner ist auch schon ziemlich alt. Ich weiß nicht mehr, wann ich den gekauft habe. Ich habe auf jeden Fall noch in Havixbeck gewohnt, es ist also mindestens sechs Jahre her. Es war ein Aldi-PC und damals ein echtes High-End Teil. Ein Multimedia PC mit CD Brenner, DVD Laufwerk, eingebauter TV Karte, NVidia Grafikkarte mit DualScreen, sehr brauchbarem onboard-Sound, Multi-Kartenleser, Firewire und USB Anschlüssen. Die haben aber nie gescheit funktioniert und die USB-PCI Karte ist so ziemlich das einzige Stück Hardware, das ich nachrüsten musste. Betriebsystem war Windows XP Home Edition mit einem coolen eingebauten Auto-Backup und Recovery System, das mir tatsächlich einmal den Arsch gerettet hat. Auch unter Linux lief die Kiste von Anfang an anstandslos (lediglich NVidia hat eine Weile für gescheite Treiber gebraucht). Intel Pentium 4 mit 2.66 GHz oder so. Und durch ein spezielles Gehäuse ist das Ding wirklich flüsterleise. Lediglich der Arbeitsspeicher wurde mit 256 Mb jetzt etwas knapp.

Warum erzähle ich das alles? Heute ist mein 1 Gb DDR Riegel gekommen. Aufgeschraubt, eingebaut (das war ja einfach) und jetzt habe ich das Gefühl, an einem völlig neuen Rechner zu sitzen. Jetzt benimmt sich auch der karmische Koalabär so wie er soll und der Feuerfuchs, der Donnervogel und der Rest des bunten Linux-Zoos müssen sich nicht mehr ständig bei dem Specht anmelden, der ihre Daten in den virtuellen Speicher auf der Festplatte kloppt. Die ist 100 Gb groß, übrigens, aber da habe ich schon vor zwei Jahren oder so eine externe Platte angeschafft.

Soviel also zu Moore’s Law in meinem Leben.

Und falls noch jemand über Anschaffung von mehr Arbeitsspeicher nachdenkt: ich kann BEST Electronics, wo ich meinen Speicher bestellt habe, wirklich empfehlen. Eine Super-Hardwaredatenbank in der auch ältere Mainboards verzeichnet sind und die einem genau die passenden Speicherriegel anzeigt und sehr prompter Service (ich habe Donnerstag nachmittag bestellt und das Ding war heute morgen in der Post). Und sie hatten sogar eine kleine Tüte Gummibärchen dazu gepackt.

Meine Katze nimmt ihren Job als meine Muse nicht sehr ernst. Im Gegenteil. Während sie mir zwar zubilligt, Tätigkeiten am Computer auszuführen, für die ich nur die Maushand brauche, Solitär spielen, z.B., weil dann ja eine Hand zum Streicheln übrigbleibt, wird wie renitent, wenn ich versuche, längere Zeit mit beiden Händen zu tippen. Noch dazu, weil ich beim Tippen näher an den Schreibtisch rücke und dann so wenig Platz auf meinem Schoß verbleibt, oder ich gar ein Nachschlagewerk oder einen Ordner mit Unterlagen auf meinen Beinen platzieren will.

Dass sie sich auf meinem Schoß so wohlfühlt und da sofort Platz nimmt, sobald ich mich irgendwohin setze, ist allerdings bei den derzeitigen Temperaturen sehr angenehm. Eine kostenlose und gleichbleibend wohltemperierte Wärmflasche mit eingebauter Schnurr-Vibrations-Massage. Mit zunehmender Entspannung schmilzt der Katzenblopp und breitet sich dabei immer weiter aus.

Zum Leidwesen der Katze habe ich aber die Arbeiten an der Zeitreisen-Akademie wieder aufgenommen und bin im Moment dabei, die von mir mühsam extrahierte Szenenübersicht in den Computer zu hacken. yWriter heißt das verwendete Programm.

Am schönsten findet die Katze es, wenn wir zusammen Firefly gucken. Na ja, wahrscheinlich ist der Inhalt der DVD ihr relativ egal. Hauptsache wir muckeln uns mit Decke und heißem Tee auf die Couch und ich habe zwei Hände zum Streicheln frei. Zugegebenermaßen gibt es aber auch nicht allzu viele bekannte Filmkatzen, die ich ihr zur Unterhaltung präsentieren könnte. Spontan fällt mir da eigentlich nur Garfield ein (ein eher schlechtes Vorbild … ) oder die entgegen ihres Namens recht unglückselige ‚Lucky‘, die in Alf eigentlich nur als angestrebte Zwischenmahlzeit Erwähnung findet.  Aber so ein Pendant zu Lassie oder Flipper gibt es als Katze eigentlich nicht, oder?

Im Moment fremdelt Granny ein bisschen. Will heißen, wenn jemand ins Zimmer kommt der sich bei näherer Betrachtung nicht als ich herausstellt, versteckt sie sich unter dem Schreibtisch hinter der Altpapierkiste oder hinter dem Teewagen und wartet, bis die Luft wieder rein ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass Frau Schäfer von der Katzenhilfe letzte Woche mit ihr zum Tierarzt gefahren ist. Vorher hat sie das jedenfalls nicht gemacht. Die Tierärztin hat übrigens festgestellt, dass Granny eine Schilddrüsenüberfunktion hat und darum kriegt sie jetzt jeden Tag eine Tablette. Was mich spontan an den netten Text zum Thema erinnerte, den ich vor Jahren mal gelesen hatte. Granny lässt sich aber hinreichend gut bestechen, wenn man ihr die Tablette in Leberwurst einwickelt.

Dass mein Rechner seit dem Update auf den karmischen Koalabären grottenlangsam ist, hatte ich ja schon geschrieben. Gestern war ich dann echt soweit, dass ich fast los gerannt wäre, einen Neuen zu kaufen. Ich habe dann erstmal noch ein bisschen mit Xubuntu herumexperimentiert, das ist eine etwas abgespeckte ubuntu-Distri, die auf Xfce statt Gnome basiert. Das Ergebnis war allerdings eher ermutigend und hat auch nur einen ganzen Tag gekostet. Heute hatte ich den Finger dann schon wieder über dem Bestellbutton für einen neuen PC, aber dann habe ich wieder an den ganzen Elektronikschrott und die indischen Kinder denken müssen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich meinen PC sehr mag, weil der so schön leise ist. Also habe ich beschlossen, es nun doch erstmal mit mehr Arbeitsspeicher zu versuchen und mir statt eines neuen Computers nur einen 1 Gb DDR Ram Riegel bestellt. Mal gespannt, ob das klappt und den gewünschten Effekt bringt.

Die Wege des Internets sind verschlungen. Und was das aufstöbern von abgefahrener Musik angeht, ist der Planet echt ein Stück kleiner geworden. So kommt es, dass ich jetzt gerade einer russischen Rockband lausche, die mir sonst auf jeden Fall verborgen geblieben wäre. Und das wäre schade gewesen, denn die machen genau die Art von Musik, die ich gerne höre.

Ozonoviy Sloy

Gefunden habe ich die übrigens. weil das Intro zu ihrem Song „Russian Morning After Party“ als Titelmusik in einem Hörspiel-Segment von The Signal verwendet wird. Ein bisschen erinnert mich ihre Musik an die alten Sachen von  M Walking on the Water. Die wiederum kenn ich nicht über das Internet, sondern weil ich mal mit dem Cousin von Mike Pelzer befreundet war und die Kiffer-WG von Mike und Markus in unserem Freundeskreis weithin berühmt/berüchtigt war. In Münster hab ich dann witzigerweise eine Ex-Freundin von Markus kennengelernt. Auch die Vor-Internetwelt war ziemlich klein, wie man sieht.

Auf dem Segeltörn habe ich übrigens auch eine Band getroffen, deren Musik mich an M Walking erinnert hat … liegt wohl am Akkordeon. Das war die französische Band Timtamar aus Chalon, die haben da auf der Straße gespielt und das hat mir so gut gefallen, dass ich mir gleich die CD gekauft habe. Da sind allerdings nur vier Stücke drauf, von denen man drei auch auf der MySpace Seite hören kann. Ich will mehr Timtamar.

Gibt es in der praktischen Ausführung mit

und ohne Beine

Hat letzte Nacht ganz brav bei mir im Bett geschlafen, teilweise sogar unter der Bettdecke. Ich muss mich erstmal dran gewöhnen, dass da jetzt so ein lebendes Wesen durch mein Zimmer und über mich drüber turnt.

Ich meine, mal abgesehen von Talent, Glück, Ausdauer und solch langweiligen Dingen. Nein, wenn man Schriftstellern wie Neil Gaiman oder Stephen King Glauben schenkt, braucht man zum Schreiben noch etwas anderes. Eine Katze nämlich.

Nun bin ich ja geradezu fanatisch tierlieb. Genau genommen rettet mich nur die Tatsache, dass ich außerdem ebenso fanatisch faul und bequem bin, davor, zu Hause einen ganzen Zoo anzuhäufen. Jetzt habe ich eine Lösung gefunden, die es mir erlaubt, endlich eine Katze aufzunehmen. Ich habe eine Pflegestelle für die Katzenhilfe Münster eingerichtet und heute ist Granny bei mir eingezogen. Granny ist, wie der Name vermuten lässte, eine schon etwas betagtere Katzendame. Sie hat ein Nierenleiden und bekommt deswegen ein Spezialfutter. Und sie ist ziemlich mager und ihr Fell wird um die Nase herum schon etwas dünn. Sie sieht ein bisschen aus wie ein abgeliebtes Stofftier. Aber sie ist kontaktfreudig und verschmust und hat eben schon mit mir zusammen eine Folge Akte X geguckt.

Jetzt habe ich also eine eigene Muse … öh … Schmuse … katze.

Meine Sony Digitalkamera hat irgendwie den Segeltörn nicht überstanden, das Display funktioniert nicht mehr und somit kann ich auch im Menü nix umstellen. Deswegen gibt es jetzt erstmal nur ein total unscharfes Photo von der Dame. Morgen bei Tageslicht probiere ich es nochmal, vielleicht klappt es dann besser.

Granny wohnt jetzt auf meinem Sofa

Granny

Ansonsten war heute ein ganz doofer Tag. Dauernd sind mir Sachen runtergefallen. Ein ganzes Tablett Tomaten in der Schoppe zum Beispiel. Deswegen gab es bei mir heute selbstgekochte Tomatensauce. Und auf der Heimfahrt ist mir dann der Karton mit den Einkäufen vom Fahrrad gefallen. Kaputtgegangen ist nichts, aber ich musste im strömenden Regen und im Dunkeln meine Brote und mein Gemüse von Fahrradweg aufsammeln. Und zu Hause ist mir dann der Sack mit dem Katzenstreu aufgerissen und hat sich gleichmäßig durch mein Zimmer verteilt. Könnte ich diesen Tag bitte umtauschen? Der war schon gebraucht. Aber die Katze will ich behalten.

So, jetzt habe ich endlich mein ubuntu auf die aktuelle Version 9.10 aktualisiert. Geupdated, wie das Neudeutsch heißt, aber da weiß ich nie, ob ich das jetzt mit d oder mit t schreiben soll. Hat eine Weile gedauert und bringt meinen altersschwachen PC jetzt ein bisschen an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, weil so GUI Designer ja mit Arbeitsspeicher gerne umgehen als gäbs kein Morgen (oder in dem Fall wohl eher kein Gestern). Aber es hat überraschend gut geklappt, ich musste nix von Hand nachinstallieren oder einstellen. Früher musste ich nach einem ubuntu Update immer ein bisschen Fummeln, damit der zweite Monitor richtig ins Desktop eingebunden war und damit mein WLAN-Stick erkannt wurde, aber jetzt geht das automatisch. Ich kann alle Windows-Nutzer, die sich über ihr Betriebssystem ärgern, sich aber an Linux noch nicht so recht rantrauen, nur ermutigen, es einfach mal mit ubuntu zu probieren. Einfach Installations-DVD runterladen und mal das Live-System starten. Auch das ist inzwischen schon ziemlich gut und gibt einen ganz guten Eindruck, wie der eigene PC sich dann unter ubuntu so verhält.

Außerdem habe ich, wie ihr hoffentlich bemerkt habt, mein Blog von 1und1 zu WordPress umgezogen. Das Importieren der alten Artikel hat reibungslos funktioniert und eigentlich sollte auch die Weiterleitung von der Adresse blog.jutta-jordans.de jetzt reibungslos funktionieren. Das war mal wieder ein kleiner Kampf mit 1und1. Ich finde deren Control Center ziemlich unübersichtlich und die online-Hilfe geradezu unterirdisch. Ich hatte schon eine email an den Support geschrieben, als ich die entsprechende Stelle dann doch noch gefunden habe. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass nicht ein übereifriger Supportmitarbeiter meine Änderungen wieder rückgängig macht.

Im Rahmen des ubuntu Updates habe ich übrigens mein Desktop vom Doctor Who wieder auf einen Firefly Look umgestellt. Ab und zu braucht man ja auch mal Abwechslung. You can’t take the sky from me …

Für meine Bewerbung für „The Signal“ schreibe ich gerade an einem Treatment für eine kleine Hörspiel-Serie … einen Titel habe ich noch nicht … Fiela’s Field Reports, vielleicht. Fiela O’Brian arbeitet für die Market Research Abteilung der Blue Sun Corporation, wobei Market Research der firmeneigene Euphemismus für den hauseigenen Geheimdienst ist. Ihr Aufgabenfeld umfasst also auch so Dinge wie Industriespionage, Sabotage, Bestechung und ähnliches. Nach jedem Einsatz muss sie einen mündlichen Bericht verfassen und dabei hört der Hörspiel-Hörer ihr zu. Und damit das ganze etwas aufgelockert wird, gibt es kurze komplett dramatisch aufgearbeitete Rückblenden, sozusagen die Schlüsselszenen der jeweiligen Episode. Das hat den Vorteil, dass die Folgen mit relativ wenig Zeitaufwand zu produzieren sind. Ich habe schon ein paar Ideen für einzelne Folgen und einen groben Handlungsbogen für die erste Season. Das ganze Konzept gefällt mir so gut, dass ich mir vorgenommen habe, das umzusetzen, auch wenn die mich beim Signal nicht nehmen sollten.

Keep flyin‘

Zufällig habe ich gestern gleich zwei Folgen von zwei völlig verschiedenen Fernsehserien gesehen, die sich beide des gleichen, völlig überstrapazierten Erzählmittels bedienten: der Protagonist bekommt am Telefon mit, wie ein Freund/Partner angegriffen wird und dann reißt die Verbindung ab. Das eine war eine Folge von SOKO Köln, in der die Kommissarin einen Anruf von einem früheren Schulfreund bekommt und hört, wie er niedergeschlagen wird, das andere eine Folge von Akte X, in der Mulder nach langem Heckmeck endlich Scully an die Strippe bekommt, und sie dadurch merkt, dass sie gerade Besuch von einem bösen Mulder-Double hat. In den X-Files gibt es laufend Folgen mit verpassten Anrufen und Anrufbeantworter-Nachrichten, was eigentlich völlig hirnig ist, weil die beiden schon Handys besitzen. Man merkt da ganz gut, dass in den frühen Neunzigern Mobiltelephone noch eher ungewöhnlich waren und die Autoren die zwar als nettes technisches Gimmick ansahen, dramatisch aber noch nicht so richtig konsequent und logisch zu nutzen wussten.

Genaugenommen passiert mir das auch heute noch, dass ich auf die gleiche Sache reinfalle. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich selber zwar ein Handy besitze, es aber meistens sowieso nicht dabei habe oder gerade der Akku leer ist. Ich bin einfach keine Handy-Nutzerin. O2 schickt mir tapfer weiter jeden Monat eine Rechnung über 0.00 Euro. So kommt es durchaus vor, dass ich Geschichten schreibe, wo die Heldin völlig incommunicado irgendwo in der Zwickmühle sitzt und Katharina als treue Testleserin dann fragt „Ja, und warum ruft sie nicht einfach auf dem Handy die Polizei an?“ Ja, warum eigentlich nicht?

Egal, eigentlich wollte ich aber auf was anderes hinaus. Diese Sache mit der telefonisch belauschtem Gefahrensituation. Ich bin sicher, jedem von euch fallen gleich mehrere entsprechende Szenen aus Film und Fernsehen ein. (Ich freue mich, wenn ihr mir die in den Kommentaren aufzählt) Lässt sich ja auch prima umsetzen. Man kann entweder zwischen beiden Personen und Schauplätzen hin und her springen, so dass der Zuschauer weiß, was passiert, oder eben (wie in der oben genannten SOKO Folge) nicht. Auf jeden Fall erhöht es die Spannung und die emotionale Beteiligung. Aber ist schon irgendwie ein billiger Trick, oder? Und, wie gesagt, total überstrapaziert. Und durch die gestern erlebte Häufung fiel mir das noch einmal richtig auf. Ich mache mir also gerade eine gedankliche Notiz: „Vermeide Szenen, in denen der Protagonist am Telefon hört, wie ein Freund in Gefahr gerät“, als mir einfällt, dass ich ja genau solch eine Szene schon längst geschrieben und umgesetzt habe. Hat irgendwer hier mein Hörspiel noch nicht gehört? Peinlich an der Sache war mir jetzt weniger, dass ich diesen Trick selbst benutzt habe, sondern eher, dass ich mich gerade gedanklich so richtig schön darüber aufregte, wie billig das ist und dass mir erst danach einfiel, dass ich das getan habe.

But now for something completely different. Mein treuer Blog-Leser Matthias schrieb mir gestern, dass er neuerdings beim Abruf des rss-feeds zu diesem Blog eine Virenwarnung durch Avira Antivir erhält. Ist das sonst noch wem aufgefallen oder hat es ähnliche Probleme gegeben? Die Blog-Software ist nicht meine, sondern ich nutze einfach die von 1und1, so dass ich da nicht viel Einfluss drauf habe, aber ich würde dann gegebenenfalls entweder dem Support die Hölle heiß machen oder zu einem anderen Blog-Provider wechseln (die 1und1 Software hat sowieso ein paar Mankos, die leere Link-Sektion zum Beispiel ist nicht etwa leer, weil ich keine Links angelegt habe, sondern weil die einfach nicht angezeigt werden). Also? Rss-feed Abonennten?

Joss Whedon, der ja nicht nur, wie ich neulich schonmal erwähnte, Feminist ist, sondern auch Atheist, sagte bei seiner Rede zum Empfang des Outstanding Lifetime Achievement Award in Cultural Humanism im Frühjahr dieses Jahres:

„Faith in God means believing absolutely in something with no proof whatsoever. Faith in humanity means believing absolutely in something with a huge amount of proof to the contrary. We are the true believers.“

Außerdem sinnierte er darüber, dass es der Welt vielleicht ganz gut täte, wenn es mehrere Päpste gäbe, um der Monopolstellung etwas entgegen zu wirken. Dazu, so sein Vorschlag, könnte man je eine Casting-Show bei Fox einrichten: „Can you Pope?“ Ich fand das nett. Das müsste sich doch im deutschen Fernsehen gut verkaufen lassen. Schließlich sind wir ja schon alle ein bisschen Papst.

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