Nur kurz und nur, damit ich mir das Blog-Schreiben nicht wieder abgewöhne: Einkaufen und Brief einwerfen ist erledigt (allerdings erst heute und nicht wie geplant gestern), außerdem habe ich mich endlich getraut, das Zeitreisen-Manuskript wieder rauszukramen und direkt am Text zu arbeiten. Und ich stelle fest: Das ist gar nicht so schlecht, wie ich es in Erinnerung habe. Also, natürlich ist, vor allem mit Rücksicht auf die Gesamtserie, einiges zu tun, aber ich merke, dass ich bei der Szenen-Analyse, die ich gerade mache (das heißt, ich schreibe für jede Szene auf, was inhaltlich passiert und welche Funktion(en) die Szene erfüllt), immer wieder den Faden verliere, weil ich stattdessen einfach die Geschichte nochmal lese.

Das spricht natürlich für eine starke Sogwirkung des Geschriebenen, was ja erstmal gut ist. Es hilft mir aber für den Überarbeitungsprozess nicht wirklich weiter. Außerdem weiß ich nicht, ob die Wirkung nicht deswegen so stark ist, weil ich eben zu der Geschichte deutlich mehr im Kopf habe als da auf dem Papier steht. In meinem Kopf sind die Protagonisten sehr lebendig und ich weiß genau, wie die aussehen, was die fühlen und (der Einblick den man nur als Autor hat) was ihnen noch bevor steht. Ich weiß nicht, wieviel von dem explizit ausgeschrieben werden muss, um beim Leser einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Ich bin immer sehr sparsam mit Beschreibungen von Personen, Schauplätzen etc. In diesem Manuskript eindeutig zu sparsam, das fällt mir auch auf. Erstaunlich eigentlich, weil es ja ein NaNoWriMo Projekt ist, wo man doch meinen sollte, dass man um jedes Wort froh ist. Ich kenne NaNo Autoren aus den zugehörigen Foren, die seitenlang das Muster der Raufasertapete beschreiben, nur um irgendwie ihre täglichen 1600 Wörter zusammen zu kriegen. Ich neige, wenn ich feststecke, eher dazu, eine weitere Person die Szene betreten zu lassen. Und die hat natürlich ihre eigene Agenda und schon galoppiert die ganze Geschichte wieder fröhlich in irgendeine Richtung los. Ist manchmal schwierig, sie dann wieder zu zügeln und grob in die vorgesehene Richtung zu lenken, da bleibt für Landschaftsbeschreibungen wenig Zeit.

ToDo für den restlichen Tag:

  • Szenenanalyse Zeitreisen-Akademie