drei vorn, eins hinten.

Der beste Platz für meine Gemüsebeete ist rechts hinten im Garten. Vorteile: da ist kein Rasen, den ich erst beseitigen müsste und der Platz kriegt relativ viel Sonne. Nachteile: er ist total von Brennnesseln überwuchert und ich habe keine Ahnung, ob der ehemalige Schrottplatz sich bis dahin erstreckt hat oder nicht. Vom Umweltamt, das ja mal eine Bodenuntersuchung für das Grundstück gemacht hat, habe ich ein okay für die Fläche „rechts vom Haus“, wogegen die Fläche „hinter dem Haus“ als belastet gilt. Ob meine Ecke jetzt „rechts“ oder „hinten“ einzuordnen ist, weiß ich nicht.

Jedenfalls habe ich gestern ungefähr 30 qm Brennnesseln gerodet. Das Wetter war total schön und es hat Spaß gemacht, sich mal wieder körperlich so richtig zu verausgaben. Und der Boden, den ich unter den Nesseln gefunden habe, ist total schön. Locker, humusreich (das war zu erwarten, Brennnesseln sich Stickstoff-Anzeiger), gut durchlüftet, fühlt sich an wie Waldboden. Eigentlich hatte ich ja vor, sicherheitshalber Mutterboden bei der Stadt zu kaufen (gibt es billig am Recyclinghof) und erhöhte Beete aufzuschütten, die durch eine Drainageschicht vom Untergrund getrennt sind, eben wegen der unsicheren Belastungssituation. Aber da der Boden so gut ist, wäre es eine Schande, ihn nicht zu nutzen. Ich werde deswegen auf eigene Kosten nochmal eine Bodenschadstoffanalyse machen lassen. Vielleicht habe ich ja Glück und die Fläche ist okay.

Im Laufe des Nachmittags habe ich jedoch tierische Kopfschmerzen bekommen, keine Ahnung, ob das an der ungewohnten Arbeit, der frischen Luft oder der Tatsache lag, dass ich vergessen hatte, was zu essen. Jedenfalls haben die mich dann den restlichen Tag ausgeknocked, so dass die übrigen Punkte meiner ToDo Liste unerledigt blieben.

Daraus ergibt sich ToDo für heute:

  • Brot backen (mein Sauerteig ist fertig)
  • Brennnesseln auf dem Kompost aufschichten
  • Verlagsanschreiben verfassen
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