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Morgen fahre ich zur Proitzer Mühle zum irishen Herbst. Das ist ein verlängertes Wochenende mit Folk-Musik Workshops, in meinem Falle Gitarre, Gesang und eventuelle Sean Nos (das ist eine Art irish step … Riverdance für Normalsterbliche, sozusagen). Ich freu mich total drauf. Ich war schon häufiger in der Mühle (meist zum keltischen Frühling und einmal zum irischen Winter) und es war jedesmal total schön: nette Leute, schöne Musik und vor allem eine Oase alternativen Lebens.

Vorher habe ich ein Vorstellungsgespräch in der Schoppe, meinem Liebslings-Bioladen. Das Gespräch ist schon um 8 Uhr morgens und ehrlich gesagt macht die Uhrzeit mich nervöser als alles andere. Hoffentlich verschlafe ich nicht. (Das ist Blödsinn, natürlich verschlafe ich nicht, denn ich werde vor lauter Angst zu verschlafen kaum ein Auge zutun und mich spätestens ab halb sechs nervös im Bett rumwälzen … ich kenn mich doch). Wäre toll, wenn ich den Job kriege und mein Leben wieder in geregelte Bahnen kommt.

ToDos für heute:

  • Szenenanalyse Zeitreisen-Akademie weitermachen
  • Rucksack packen
  • evtl. YWriter auf dem Netbook installieren zum Mitnehmen

ToDos für morgen:

  • Vorstellungsgespräch
  • Küche fegen und Müll rausbringen
  • mit dem Zug nach Schnega fahren

ToDo fürs Wochenende:

  • Musik machen und Spaß haben
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Nur kurz und nur, damit ich mir das Blog-Schreiben nicht wieder abgewöhne: Einkaufen und Brief einwerfen ist erledigt (allerdings erst heute und nicht wie geplant gestern), außerdem habe ich mich endlich getraut, das Zeitreisen-Manuskript wieder rauszukramen und direkt am Text zu arbeiten. Und ich stelle fest: Das ist gar nicht so schlecht, wie ich es in Erinnerung habe. Also, natürlich ist, vor allem mit Rücksicht auf die Gesamtserie, einiges zu tun, aber ich merke, dass ich bei der Szenen-Analyse, die ich gerade mache (das heißt, ich schreibe für jede Szene auf, was inhaltlich passiert und welche Funktion(en) die Szene erfüllt), immer wieder den Faden verliere, weil ich stattdessen einfach die Geschichte nochmal lese.

Das spricht natürlich für eine starke Sogwirkung des Geschriebenen, was ja erstmal gut ist. Es hilft mir aber für den Überarbeitungsprozess nicht wirklich weiter. Außerdem weiß ich nicht, ob die Wirkung nicht deswegen so stark ist, weil ich eben zu der Geschichte deutlich mehr im Kopf habe als da auf dem Papier steht. In meinem Kopf sind die Protagonisten sehr lebendig und ich weiß genau, wie die aussehen, was die fühlen und (der Einblick den man nur als Autor hat) was ihnen noch bevor steht. Ich weiß nicht, wieviel von dem explizit ausgeschrieben werden muss, um beim Leser einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Ich bin immer sehr sparsam mit Beschreibungen von Personen, Schauplätzen etc. In diesem Manuskript eindeutig zu sparsam, das fällt mir auch auf. Erstaunlich eigentlich, weil es ja ein NaNoWriMo Projekt ist, wo man doch meinen sollte, dass man um jedes Wort froh ist. Ich kenne NaNo Autoren aus den zugehörigen Foren, die seitenlang das Muster der Raufasertapete beschreiben, nur um irgendwie ihre täglichen 1600 Wörter zusammen zu kriegen. Ich neige, wenn ich feststecke, eher dazu, eine weitere Person die Szene betreten zu lassen. Und die hat natürlich ihre eigene Agenda und schon galoppiert die ganze Geschichte wieder fröhlich in irgendeine Richtung los. Ist manchmal schwierig, sie dann wieder zu zügeln und grob in die vorgesehene Richtung zu lenken, da bleibt für Landschaftsbeschreibungen wenig Zeit.

ToDo für den restlichen Tag:

  • Szenenanalyse Zeitreisen-Akademie

Tja, es ist Bundestagswahl und keiner geht hin. Na ja, „keiner“ ist übertrieben, aber wie es aussieht, wird die Wahlbeteiligung ein Rekordtief erreichen. Ich bin selber seit einigen Jahren überzeugte Nichtwählerin und finde das gut. Irgendwo habe ich eben den saudoofen Slogan gelesen: „Wer heute nicht wählt, darf sich später nicht beschweren.“ Das ist Quatsch. Denn ich beschwere mich ja in der Regel nicht darüber, dass die Vertreter der Partei, die ich sowieso nicht gewählt hätte, Blödsinn machen, sondern ich habe mich in der Vergangenheit viel mehr darüber beschwert, dass die Leute, die ich mit gutem Wissen und Gewisssen gewählt habe trotzdem schlecht regiert haben (z.B. zur Zeit der rot-grünen Koalition).

Im Moment ist die Situation natürlich noch blöder. Eine große Koalition ist doof. Die will keiner. Und darum will die auch keiner wieder wählen. Und da wir inzwischen ziemlich viele kleine bis mittelgroße Parteien haben (was ich an und für sich gut finde), ist eine Koalition aus einer großen und einer kleinen Partei immer unwahrscheinlicher. Und sämtliche denkbaren dreifarbigen Koalitionen sind vorher ausgeschlossen worden. Rot spielt nicht mit rot, gelb nicht mit grün, grün nicht mit schwarz … da wird es schwierig.

Und von Korruption, Lobbyismus und der Unmöglichkeit, in der heutigen Zeit als Spitzenpolitiker seinen Idealen treu zu bleiben, fange ich jetzt gar nicht erst an. Meiner Meinung nach ist die parlamentarische Demokratie gescheitert. Oder, wie ein Bekannter beim Mensa-Stammtisch es ausdrückte: „Eigentlich haben wir die parlamentarische Demokratie nicht, weil wir sie gut finden, sondern weil uns nichts besseres einfällt.“ Dem stimme ich zu. Bedenklich finde ich nur, dass es immer noch ein Tabu ist, das offen auszusprechen. Und das blockiert eine öffentliche Diskussion darüber, wie eine Alternative denn aussehen könnte. Meiner Meinung nach ist das durchaus etwas, in das man Forschungsgelder investieren könnte. Oder von mir aus einen Wettbewerb ausschreiben: Wer macht den besten Verfassungsentwurf? Der Siegerentwurf muss dann ja nicht gleich umgesetzt werden, aber es wäre doch gut, darüber zumindest mal nachzudenken, statt für immer das Dogma „unsere Demokratie ist das bestdenkbare System der Welt“ zu predigen und alle Abweichler als Radikale und Extremisten abzustempeln.

Ich wähle täglich. Ich wähle, wie ich mein Geld verdiene, also welchen Arbeitgeber und welche Organisationen ich mit meiner Arbeitskraft unterstütze, ich wähle, wofür ich mein Geld ausgebe, ich wähle, welchen Medien ich Glauben schenke und (um im Bild von gestern zu bleiben) welche Geschichten ich erzähle. Das ist in meinem Verständnis Demokratie.

Heute muss ich aber noch an einer anderen Wahl teilnehmen (und die kann ich nicht aus politischem Idealismus verweigern). Wir haben zwei unglaublich nette, sympathische und passende Bewerber für unser freies WG-Zimmer und werden jetzt in freier, anonymer Wahl entscheiden, wer das Zimmer „gewinnt“, indem jeder von uns 20 Punkte frei auf die beiden Kandidaten verteilt. Macht das die Entscheidung einfacher? Nein, aber es fühlt sich besser an. So gesehen ist das gar nicht soviel anders als Bundestagswahl.

Ansonsten habe ich die letzen beiden Tage ein bisschen im Garten gearbeitet, Brot gebacken, gut gekocht bin viel draußen gewesen, weil das Wetter einfach herrlich ist.

Weil der Tag heute schon sehr weit fortgeschritten ist, stattdessen das ToDo für morgen:

  • einkaufen
  • KV-Antrag zum Briefkasten bringen
  • Zeitreisen-Akademie neu plotten

Ein Begriff, der in der nordamerikanischen Anti-Konzern/Peak-Oil/Öko/etc Bewegung große Bedeutung hat und der mir hier bei uns noch nicht in diesem Zusammenhang untergekommen ist, ist der Begriff von „story“ oder „narrative“. Der zugrunde liegende Gedanke ist, dass unser Verhalten durch die Geschichten geprägt ist, die wir glauben. In der deutschen Diskussion spricht man da eher von „Werten“, aber „Story“ gefällt mir besser, zum einen, weil „Werte“ irgendwie … ja … wertend ist und weil „Story“ die Konnotation beinhaltet, dass es sich um etwas Erfundenes handelt. Jeder, der mal einem Kind beim Fernsehen zugesehen hat, weiß, dass kleine Kinder keinen Unterschied zwischen realem Erleben und fiktiver Geschicthe machen. Für ein Kind passiert das, was da auf dem Bildschirm gezeigt wird, wirklich. Jetzt und in diesem Moment. Sie versuchen häufig sogar zu interagieren, indem sie z.B. dem Helden zurufen „Pass auf“, wenn sie sehen, wie er in Gefahr gerät. Dabei ist es egal, ob sie Teletubbies, Terminator oder Tagesschau gucken. Und das liegt nicht nur am visuellen Medium Fernsehen. Auf vorgelesene Geschichten aus Büchern reagieren sie genauso direkt und emotional.

Jetzt könte man ja argumentieren, dass sich das mit der Zeit auswächst, dass Kinder eben irgendwann, vor allem wenn sie vernünftige Eltern, Lehrer und andere Erzieher haben, lernen, zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ich glaube aber, das ist gar nicht so. Zumindst nicht in dem Maße, wie wir uns als vernunftbegabte Wesen das gerne einreden. Was wir lernen ist, dass wir in den direkten Verlauf einer Geschichte im Fernsehen oder in einem Buch nicht eingreifen können und dass es darum unsinnig und unangemessen ist, laut „Pass auf“ zu rufen. Wogegen wir uns aber gar nicht wehren können, ist, dass wir in dem Moment „Pass auf“ denken. Der Vorgang in unserem Kopf ist noch genauso direkt wie als Kind. Rational gefiltert ist lediglich, wieviel von diesem Vorgang wir in Handlung umsetzen. Auch wenn wir also von unserem Intellekt her wissen, dass die Geschichte nicht real ist, glauben wir sie auf emotionaler Ebene trotzdem. Genau deswegen mögen wir Geschichten ja so gerne. Das heißt aber auch, dass Geschichten eine enorme Macht über uns haben.

Das ist das eine. Das andere ist, dass wir uns in vielen Fällen eben nicht klar machen, dass es sich bei dem, was wir (ähnlich wie das Kind bei den Teletubbies) als Realität wahrnehmen, in Wirklichkeit eben auch „nur“ eine Geschichte ist. Das machen sich die Weltreligionen ebenso zu nutze wie Wahlkämpfer und Werbefernsehen. „Die Juden sind unser Unglück“ war eine erschreckend erfolgreiche Geschichte (also, vom Standpunkt der Publikumswirkung, jetzt), moderne Entsprechungen sind „eine florierende Wirtschaft ist gut für alle“, „Konsum macht glücklich“ (meistens getarnt als „seit wir Schauma nehmen fühlt sich dein Haar viel kräftiger an“ o.ä.) oder „der Iran will eine Atombombe bauen“. Und auch ganz persönliche Dinge, z.B. Beziehungen sind im Prinzip Geschichten.

Die Tatsache, dass es sich „nur“ um Geschichten handelt, ist nicht verwerflich. Gegen Geschichten ist nichts zu sagen, und selbst wenn wir was dagegen zu sagen hätten, könnten wir trotzdem nichts dagegen tun, denn seit die ersten Jäger und Sammler abends um ihre Lagerfeuer saßen, werden Informationen, Erfahrungen und Emotionen durch Geschichten kommuniziert. Kultur ist Geschichten. Ausschließlich. (Ein Grabmahl, eine Siegessäule, ein Gemälde, ein Palast: alles Geschichten … Geschichten sind nicht auf verbale Kommunikation begrenzt).

Das ist ein bisschen beängstigend, ungefähr so als würde man statt auf festem Grund auf weichem Sand laufen. An der Vorstellung, dass man es mit einer unumstößlichen Realität zu tun hat, kann man sich besser abstützen und fühlt sich sicherer als auf einem Gebilde aus Fiktion, dass unter einem nachgibt, sich verändert und verschiebt und einen aus dem Gleichgewicht bringt. Andererseits gibt es einem aber auch eine Menge Macht, denn man kann ja selber anfangen, Geschichten zu erzählen. Sandburgen bauen, um im Bild zu bleiben. Außerdem fällt man auf Sand weicher. Wenn man einer Geschichte also nicht gerecht wird, es zum Beispiel nicht schafft, eine Villa, eine Motoryacht, zwei Luxuskarossen und einen eigenen Tennisplatz anzuschaffen, obwohl das laut Geschichte der Weg zum Heil ist, wird man feststellen, dass auch in Mietwohnung und mit Fahrrad das Leben ganz nett sein kann.

Wir brauchen neue Geschichten. Geschichten über Nachhaltigkeit, lokale Strukturen und mehr menschliche Nähe, zum Beispiel. Und wenn es gute Geschichten sind, werden immer mehr Menschen daran glauben. Klingt eigentlich ganz einfach.

Fußnote: „Just So Stories“ ist der Titel einer Kurzgeschichtensammlung von Ruyard Kipling.

Genug der Philosophiererei. Bei meiner eigenen Geschichte, der „Zeitreisen-Akademie“ nämlich, ringe ich im Moment mti den Hauptcharakteren, vor allem mit der Frage, ob ich derer zu viele habe. Das Dilemma ist: für ein einzelnes Buch ja, für die Gesamtserie nicht unbedingt, da brauche ich die eigentlich alle. Aber damit aus der Geschichte eine Serie werden kann, muss ich nunmal ein verdammt überzeugendes erstes Buch aus dem Hut zaubern. Eine Geschichte, bei der ich schon im dritten Kapitel ein Namensregister brauche, um mich zurechtzufinden, ist nicht „verdammt überzeugend“ … sowas konnten sich vielleicht Tolstoi und Tolkien leisten, aber heute wird das einem Anfänger mit Sicherheit nicht nachgesehen.

Es ist aber eine der großen Fragen (ähnlich wie die Gesamtauflösung der Serie), auf die ich eine Antwort finden muss, bevor ich mit der eigentlichen Überarbeitung des ersten Teils anfangen kann, denn daran hängt ja, wen ich alles im ersten Buch als Figur einführen muss. Ich will wieder NaNoWriMo … mehr schreiben, weniger denken.

Gestern war ich bei einem Vorstellungsgespräch in der Frauenstraße 24 (für Nicht-Münsteraner, das ist eine von einem Kulturverein betriebene non-profit Kneipe, die aus der Hausbesetzer Szene hervorgegangen ist). Egal, ob die mich nehmen oder nicht, es war jedenfalls eines der netten Vorstellungsgespräche, die ich je hatte: Freundlich, offen, witzig und trotzdem sachlich. Bestärkt mich trotz des ausgesprochen niedrigen Stundenlohns (die zahlen nur 7 € die Stunde), dass ich lieber in so einem Laden arbeiten will, als in einer großen Firma.

ToDo für den Rest des Tages (ist schon Nachmittag):

  • mich weiter mit meinen ZA-Charakteren rumstreiten
  • Teelichte kaufen
  • Obstwiese hinter Finke angucken und evtl. Äpfel holen

Über Noam Chomsky habe ich irgendwann schonmal geschrieben. Meiner Meinung nach einer der klügsten Menschen auf unserem Planeten und einer, der so viele wissenschaftliche Erfolge aufzuweisen hat, dass er erfreulicherweise auch von den Mächtigen nicht wegzudiskutieren ist. Ich freue mich immer, wenn ich auf eine seiner Reden stoße, weil er eine sehr scharfe Beobachtungsgabe hat und Dinge sieht und ausspricht, die andere gar nicht bemerken oder sich nicht trauen zu sagen.

In seiner Rede „The Poisoned Chalice“ vom 17. Mai 2007 setzt er sich mit Kriegsberichtserstattung und Propaganda auseinander, schlägt den Bogen von den Nürnberger Prozessen zum Irak und erklärt, warum Amerika die Welt gehört. Unbedingt hörenswert, wenn auch lang und darum  z.T. etwas anstrengend. Aber ein echter Augenöffner. Außerdem sehr aktuell. Gestern hat Mahmud Ahmadinedschad, der Präsident des Iran, vor der UN Israel des Völkermordes bezichtigt. Der deutschen Delegation fiel dazu (neben der amerikanischen und einigen anderen) nichts besseres ein, als den Saal zu verlassen. Vor einigen unangenehmen Wahrheiten läuft man eben am besten davon, weil nicht sein kann was nicht sein darf.

Habe ich gestern meine ToDo Liste abgearbeitet? Öh … nö … nicht ganz … ich habe mich politisch fortgebildet. Immerhin habe ich mit der Serienplanung für die Zeitreisen-Akademie angefangen und bin da auch schon ziemlich weit gekommen. Warum ist das wichtig? Ganz einfach, wenn ich jetzt den ersten Teil überarbeite, dann muss ich schon ungefähr wissen, was später noch alles passieren soll, damit ich die Charaktere entsprechend einführen und die theoretischen Hintergründe für die Zeitreise anpassen kann. Wäre ja blöd, wenn ich z.B. im ersten Band festlege, dass Tiere nicht zeitreisen können und dann im vierten Band merke, dass ich unbedingt einen Elefanten durch die Zeitkammer schleusen muss oder sowas.

Mein Hauptproblem ist im Moment, dass ich noch nicht weiß, wie ich die Gesamtgeschichte zu einem versöhnlichen Ende bringen soll. Das Ende, das mir im Moment vorschwebt ist ziemlich postmodern und lässt eher so ein hmpf beim Leser zurück. Das kann man bei einem Einzelroman für Erwachsene wahrscheinlich bringen, aber bei einer Serie für Jugendliche? Ich meine, desillusioniert sind die schon von alleine, da muss man ja nicht auch noch in die Kerbe hauen. Und wenn man sich durch, sagen wir mal, acht Bände einer Serie gekämpft hat, dann will man doch zumindest einen versöhnlichen Abschluss. Muss ja kein totales Happy-End sein. Aber Harry Potter hat Voldemort am Ende besiegt, Frodo hat den Ring zerstört, Buffy hat Sunny Dale einschließlich Hellmouth geplättet, Luke den Imperator getötet (ach nee, das war Vader, egal, aber tot war der alte Sack am Schluss) … solche Geschichten brauchen ein Ende, kein hmpf.

Bei der Krankenversicherung angerufen habe ich auch. Ich muss mich freiwillig versichern. Wer einen Widerspruch in diesem Satz findet, darf sich freuen und ihn behalten.

ToDo:

  • Bodenprobe wegbringen
  • Zeitreisen-Akademie Charaktere (Hintergrundgeschichte, Ziele etc.)
  • evtl. bei Frauenstraße 24 vorstellen

ToDo for you:

  • Noam Chomsky hören

Und morgen: Noam Chomsky und der Orden des … ach nee …

Irgendwer aus dem Peak Oil Forum hat mich auf Radio Ecoshock aufmerksam gemacht und ich habe den gestrigen Tag damit verbracht, Podcasts zum Klimawandel, zu Peak Oil, Nachhaltigkeit und ähnlichen Themen zu hören. Radio Ecoshock kommt aus Vancouver, ist also kanadisch, hat aber auch viele US-amerikanische Talk-Gäste. Und der amerikanische (und auch kanadische, die sind sich in vielen Dingen ähnlich, aus europäischer Perspektive) auf diese Themen ist interessant. Einerseits ist die amerikanische Gesellschaft, was Lebensweise, Kultur und Politik angeht wirklich viel extremer und kränker als unsere, andererseits scheint mir das im Moment schon fast zum Vorteil zu werden. Eben weil das System so offensichtlich kaputt ist, sind die amerikanischen Widerstandsgruppen, von denen es immer mehr gibt, erfreulich deutlich und klar in ihren Anschuldigungen und Forderungen. In Amerika scheint es inzwischen bei Linksintellektuellen und Umweltschützern völlig in Ordnung zu sein, festzustellen, dass der Kapitalismus gescheitert ist, während man hier für diese Aussage doch noch recht stark unter Beschuss genommen wird.

Auch die prognostizierte Szenarien sind anders. Während sich hier wirklich auch systemkritische Leute kaum vorstellen können, dass aufgrund von Klimawandel und Peak-Oil Lebensmittel auch bei uns knapp werden könnten, fangen die Amis verstärkt an, Nutzgärten anzulegen. Nicht, weil sie ihre plötzliche Liebe zur Natur entdeckt haben (obwohl das als zweiter Schritt oft auf dem Fuße folgt), sondern schlicht, weil sie befürchten, schon in einigen Jahren im Supermarkt nichts mehr zu essen kaufen zu können. Entweder, weil die Preise ins unerträgliche steigen oder weil einfach schlicht nix mehr da ist. Unrealistisch? Die USA sind der größte Weizenproduzent der Welt. Nach einer aktuellen Klimastudie ist nur durch den Tempereaturanstieg um 2° C (und das ist das aktuelle „Klimaziel“, d.h., wenn wir den Anstieg auf 2° C begrenzen können, sind alle schon happy … und im Moment sieht es noch nicht so aus, als würde das gelingen) ein Ertragsrückgang für US Weizen um bis zu 50 % zu erwarten. Das sind 12 % der Weltweiten Weizenproduktion. Und da sind Dürre, Überschwemmungen und andere indirekte Auswirkungen des Klimawandels noch nicht mal berücksichtigt. Und Ölknapheit auch nicht. Unser derzeitiges Modell der Nahrungsversorgung, dass zum allergrößten Teil weltweit auf vier Pflanzen, nämlich Weizen, Mais, Soja und Reis beruht, ist nicht krisenresistent und außerdem ein ökologisches Fiasko. Bei uns denken bei höheren Rohölpreisen alle nur an teureres Benzin. Aber teureres Öl heißt eben auch wesentlich höhere Kosten beim Anbau und Transport von Lebensmitteln. Die Nahrungskrise wird kommen, auch zu uns, und diejenigen, die heute ihren Garten umgraben sind keine weltfremden Spinner, sondern Realisten.

Ich habe heute übrigens festgestellt, dass das mit dem Umgraben gar nicht so einfach wird. Bei dem Versuch, für die Entnahme von Bodenproben Löcher von mehr als 10 oder 15 cm Tiefe zu graben, stieß ich nämlich auf eine ziemlich undurchdringliche Schicht Bauschutt im Boden. Scheinbar hat das da mal jemand aufgeschüttet, damit man da nicht so einsackt. Vielleicht hat sich der Schrottplatz also doch bis zu meiner geplanten Gartenfläche erstreckt. Egal, die Bodenanalyse wird hoffentlich Licht ins Dunkel bringen. Und fürs Umgraben oder Beete aufschütten habe ich dann ja den ganzen Winter Zeit. So oder so will ich nächstes Jahr Gemüse aus eigenem Anbau.

Außer dem Hören von Weltverbesserungsradio habe ich gestern nicht allzu viel geschafft. Also, einkaufen war ich, aber damit erschöpfen sich meine nennenswerten Aktivitäten dann schon. Beim FME war ich auch wieder nicht, vielleicht heute.

ToDo:

  • Bodenprobe zum Briefkasten bringen
  • Zeitreisen-Akademie Serie planen
  • FME
  • bei der Krankenkasse anrufen (ich kann ja nicht ewig unversichert bleiben)

Auch wenn man es dem Wetter nicht unbedingt anmerkt, wir haben jetzt offiziell Herbst. Gestern war Tag- und Nachtgleiche. Sonst habe ich das immer gern gefeiert. Letztes Jahr um diese Zeit war ich bei Gerlinde und Stephan auf Greendragon Farm und die Equinox-Feier war gleichzeitig meine Abschiedsparty. Am nächsten Tag bin ich weitergezogen zu Brooke und seiner Familie.

Diesmal habe ich nicht gefeiert, aber immerhin habe ich dran gedacht. Und noch jemandem ist aufgefallen, dass es Herbst wird: ein kleines braunes Eichhörnchen wuselt schon den ganzen Tag wie aufgedreht durch unseren Garten und schleppt Nüsse, Kastanien und Eicheln von hier nach dort. Das ist ausgesprochen putzig anzuschauen.

Ich habe gestern Exposé und Leseprobe von „Peter will nach Afrika“ an fünf große Kinderbuchverlage geschickt. Jetzt heißt es also abwarten und Daumen drücken. Allzu große Hoffnungen mache ich mir aber gar nicht. Wichtig ist für mich hauptsächlich, dass ich überhaupt mal über meinen Schatten gesprungen bin und was an einen Verlag geschickt habe. Das ganze Projekt war ja von Anfang an als eine Art „Probelauf“ gedacht (und hat dann ja auch nur lächerliche 5 Jahre oder so gedauert …).

In der Apotheke war ich auch und habe so ein Set für die Bodenprobe geholt. Das schicke ich dann ein und kann mir die Schadstoffanalyse dann später in der Nordapotheke abholen. Soweit der Plan. Gemacht haben die das da offenbar auch noch nie, zumindest war die Apothekenhelferin, die mich bedient hat, völlig ahnungslos.

Danach war ich im Zweiradladen meines Vertrauens und habe mir neue Bremsschühchen und ein Birnchen besorgt, damit meinem Fahrrad wieder ein Licht aufgeht. Wenn man am Arsch der Welt ohne Beleuchtung wohnt, ist ein funktionierendes Fahrradlicht irgendwie unentbehrlich, vor allem im Herbst, wenn alles mögliche Zeug auf dem Radweg liegt. Das ist vielleicht unheimlich, wenn man da in stockdunkler Nacht langheizt und gar nicht weiß, ob es da unter den Reifen knirscht, weil da Eicheln liegen oder ob man den Radweg vielleicht doch schon verlassen hat.

ToDo today:

  • einkaufen
  • Zeitreisen-Akademie Gesamtserie planen
  • abends beim FME vorbeigucken

Im Montsegur Autorenforum gibt es einen Diskussionsthread zur Frage „Welches Buch hat dich am meisten beeinflusst?“. Bei mir war das „Der Herr der Ringe“. Darum habe ich mich heute morgen auch gefreut, an anderer Stelle (nämlich lustigerweise in einem Peak Oil Forum) über diese wirklich brilliant gemachte Video-Parodie zu stolpern. (Sorry, ich hab versucht das zu embedden, aber dann versaut die Blog-Software mir das ganze Layout … außedem wird embedding eh überschätzt)

Doch jetzt wieder zu den ernsten Dingen des Lebens: Brot backen … check … Brennnesseln wegräumen … check … Verlagsanschreiben … check. Yeah! Ich war jedenfalls ziemlich zufrieden mit mir.ToDo für heute:

  • Verlagsanschreiben eintüten und zur Post bringen
  • In der Nordapotheke anfragen wegen Bodenschadstoffanalyse
  • Zeitreisen-Akademie, Plan für Gesamtserie erstellen

drei vorn, eins hinten.

Der beste Platz für meine Gemüsebeete ist rechts hinten im Garten. Vorteile: da ist kein Rasen, den ich erst beseitigen müsste und der Platz kriegt relativ viel Sonne. Nachteile: er ist total von Brennnesseln überwuchert und ich habe keine Ahnung, ob der ehemalige Schrottplatz sich bis dahin erstreckt hat oder nicht. Vom Umweltamt, das ja mal eine Bodenuntersuchung für das Grundstück gemacht hat, habe ich ein okay für die Fläche „rechts vom Haus“, wogegen die Fläche „hinter dem Haus“ als belastet gilt. Ob meine Ecke jetzt „rechts“ oder „hinten“ einzuordnen ist, weiß ich nicht.

Jedenfalls habe ich gestern ungefähr 30 qm Brennnesseln gerodet. Das Wetter war total schön und es hat Spaß gemacht, sich mal wieder körperlich so richtig zu verausgaben. Und der Boden, den ich unter den Nesseln gefunden habe, ist total schön. Locker, humusreich (das war zu erwarten, Brennnesseln sich Stickstoff-Anzeiger), gut durchlüftet, fühlt sich an wie Waldboden. Eigentlich hatte ich ja vor, sicherheitshalber Mutterboden bei der Stadt zu kaufen (gibt es billig am Recyclinghof) und erhöhte Beete aufzuschütten, die durch eine Drainageschicht vom Untergrund getrennt sind, eben wegen der unsicheren Belastungssituation. Aber da der Boden so gut ist, wäre es eine Schande, ihn nicht zu nutzen. Ich werde deswegen auf eigene Kosten nochmal eine Bodenschadstoffanalyse machen lassen. Vielleicht habe ich ja Glück und die Fläche ist okay.

Im Laufe des Nachmittags habe ich jedoch tierische Kopfschmerzen bekommen, keine Ahnung, ob das an der ungewohnten Arbeit, der frischen Luft oder der Tatsache lag, dass ich vergessen hatte, was zu essen. Jedenfalls haben die mich dann den restlichen Tag ausgeknocked, so dass die übrigen Punkte meiner ToDo Liste unerledigt blieben.

Daraus ergibt sich ToDo für heute:

  • Brot backen (mein Sauerteig ist fertig)
  • Brennnesseln auf dem Kompost aufschichten
  • Verlagsanschreiben verfassen

Kaum was geschafft, gestern. Ein potentieller neuer Mitbewohner hat sich vorgestellt und irgendwie haben wir uns festgequatscht, so dass mein Arbeitstag erst irgendwann am späten Nachmittag anfing. Immerhin habe ich die Fotos sortiert und fünf potentielle Verlage für „Peter will nach Afrika“ rausgesucht.

ToDo for ToDay …

  • Platz für Gemüsebeete abstecken und evtl. Rasen abstechen/umgraben
  • Versandtaschen und Briefmarken kaufen
  • Verlagsanschreiben schreiben
  • Zeitreisen-Akademie sichten
September 2009
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