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51665 words in 16 days, 180 standard pages, a complete first draft of a novel. I feel as if I just run my first marathon, totally exhausted but full of endorphines, adrenalin and all the other good stuff.

Sorry to everyone who did not hear from me in the past couple of weeks. This is why.

And before you think about asking: no, you can’t read it. Believe me, you would not want to. Why? Well, there are some funny and likeable characters in there, there is something like a plot and even one or two dramatic, actionpacked scenes, but there are also tons of spelling mistakes, weird phrasing, awful metaphors, boring descriptions of the cafeteria menu and lots of other stuff you seriously don’t want to know about. Give me time to remedy that.

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Wenn ich an einem Roman schreibe (mein Gott, klingt das jetzt wieder großartig .. Jutta die Schriftstellerin 😉 ), höre ich dazu in der Regel Musik. Möglichst welche, die thematisch passt und mich nicht allzu sehr ablenkt. Das schließt schon mal alles mit deutschen Texten aus (es sei denn, die sind so vernuschelt, dass man die sowieso nicht versteht. BAP könnte ich z.B. bestimmt auch beim Schreiben hören). Außerdem darf da keiner zwischen quatschen (wodurch z.B. mein derzeitiger Lieblings-Internet-Radiosender SciFi-Radio ausfällt). Selbst Conans Chronist geht mir da auf den Keks.

„Thematisch passend“ ist ein weiter Begriff. Das kann ein Soundtrack zu einem Film im ungefähr gleichen Genre sein, Musik von der ich mir vorstellen kann, dass meine Protagonisten sie gerne hören, Songs, die eine ähnliche Geschichte erzählen, Musik aus einer bestimmten Zeitepoche (wenn ich irgendwas in der Vergangenheit spielen lasse) etc. Normalerweise mache ich mir eine mp3-Playlist (in den über 50 Gigabyte Musikdateien, die sich inzwischen auf meinem Computer befinden, findet sich eigentlich immer was passendes) und lege mir zusätzlich einen Stapel CDs bereit. Für mein aktuelles NaNoWriMo-Projekt „Zeitreisenakademie„, das, wie man sich bei dem Titel denken kann, da besonders vielseitig ist, reicht die Playlist von Harry Potter Soundtracks bis zu Evanescence und Metallica. Insgesamt ist die Playlist weit über zwei Stunden lang, ich habe mir aber noch mehrere Teilmengen definiert, die jeweils ziemlich exakt eine Stunde lang sind.

Und da sind wir auch schon bei der hauptsächlichen Funktion, die Musik beim Schreiben für mich hat. Eigentlich höre ich die nämlich überhaupt nicht. Also, es ist schon schön, dass sie thematisch passt und für die ersten zwei Sätze und die ersten 5 Minuten des Schreibvorgangs mag es schon eine Rolle spielen, dass sie mich in die richtige Stimmung versetzt. Danach ist eigentlich nur noch wichtig, dass sie nicht stört und dass sie nicht aufhört, bevor die Szene, an der ich gerade schreibe, zu Ende ist.

Irgendwie hat sich bei mir so ein Einstundenrhythmus eingebürgert. Wenn ich mich hinsetze und schreibe, dann tue ich das normalerweise ungefähr eine Stunde am Stück, dabei entsteht ziemlich genau eine Szene und die ist etwa 1000 Wörter lang. Das ist praktisch. Und nach einer Szene brauche ich normalerweise eine Pause, muss mein Gehirn und meine Finger ein bisschen ausschütteln und mich gedanklich darauf einstellen, dass die Geschichte jetzt eben woanders weiter geht: anderer Ort, andere Zeit, andere Personen oder eine Kombination daraus. Mache ich diese Pausen nicht, laufe ich Gefahr, unnütze Verbindungen und Füllsel zwischen die Szenen zu setzen, die nur langweilen und die ich später sowieso wieder rausstreichen müsste.Eine Stunde ist also irgendwie meine magische Zeitspanne. Praktischerweise ist es außerdem ungefähr eine CD-Länge.

Interessanterweise muss ich mich meitens zum Schreiben überwinden. Das überrascht, denn ich schreibe ja gern. Genaugenommen muss ich mich auch nicht zum Schreiben überwinden, sondern zum Anfangen. Sobald ich erstmal mit meinem AlphaSmart auf dem Schoß auf meinem Hintern sitze und anfange zu tippen, macht es „Puff“ und ich bin weg. Stattdessen sitzt dann eine schreibbesessene, mir völlig unbekannte Person auf meiner Couch und hackt in die Tasten. Ich kriege von diesem Vorgang relativ wenig mit. Ich bekomme irgendwann mit, dass die Musik zu Ende ist. Dann laufen die besessen vor sich hin hackenden Finger langsam aus, wie die Kolben einer abbremsenden Lokomotive und ich bin in den meisten Fällen gerade an einem perfekten Punkt für das Szenenende angekommen (man kann Szenen ja beliebig weiterlaufen lassen und genau das würde wohl passieren, wenn die Musik nicht aufhören würde, dann wäre die Szene wahrscheinlich erst zu Ende, wenn ich Hunger kriege oder aufs Klo muss).

Strenggenommen schreibe ich also gar nicht selbst. Ich habe eine Art Ghostwriter. Den schalte ich an, indem ich Musik anmache und mich in tippbereite Position setze. Manchmal muss ich die ersten paar Wörter auch noch selber schreiben, sozusagen zum Anschieben. Aber dann läuft der von selber und hält eben erst wieder an, wenn die CD zu Ende oder die Playlist abgelaufen ist. Deutsche Texte und Gesprochenes schalten den Ghostwriter ebenfalls ab. Keine Ahnung, warum das so ist.

For those of you who wonder where I went and what I am doing at the moment:


See you all in Decembre,

Capella

Almost a year ago I had an idea for a small game. I wrote about it in my old blog. But then this whole Canada thing happened and I never got around to starting it. Besides I was pretty sick of programming altogether and at times even thought I had lost the ability to do it at all. Seriously, I could not remember the simplest things, like „how do I write an enum definition?“ (comma, not semicolon … ) etc. But it is like riding a bicycle, you don’t really lose it, it comes back quickly once you get started.

Since I am now flying a linux driven vessel (ubuntu still rulez!), I have many new things to learn as well. It works better than I thought, though. After jotting down notes on paper and in my TiddlyWiki design document for a day, I finally started to write code on Wednesday, had a first playable prototype for single missions that same day, sound support on Thursday and now already have a playable game which is quite addictive.

There are still umpty things to do, of course: refine game balancing/player progression, add special items, make more and better graphics (at the moment this things looks pretty much handdrawn in five minutes, which is due to the fact that it is), add a schwampf engine for the mission descriptions, add a load/save functionality, port the whole thing to Windows etc. pp. Actually the real work starts now. So it will be a while before a downloadable version will appear on my website. But that is not the point. The point is: I am still able to pull it off. The funny thing about this is, that those of you who know me probably never doubted this, but I did. That was the heritage of my last job: I had lost all confidence in my programming abilities.

Speaking of jobs: I have one again, at least for the month of November. Starting on Monday I will do some translation work for my former employer. This means a 40 h workweek and pretty pathetic payment compared to what I earned as a developer, but it beats unemployment and I will have a chance to work with my colleagues again, which is great.

The downside of this is that November is also the NaNoWriMo, and I try to participate again. Which means that I have to write 1667 words today (and tomorrow and the day after tomorrow and … you get the idea) and that I should not spent my time procrastinating in my blog. And probably not programming (or worth: playing) my new game. And I have not even decided yet what my novel is supposed to be about.

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